Israel kämpft – doch das Ziel ist mehr als nur ein Sieg

Israel kämpft – doch das Ziel ist mehr als nur ein Sieg


Die IDF meldet militärische Erfolge im Kampf gegen Hamas – doch das langfristige Konzept liegt in den Händen der Politik.

Israel kämpft – doch das Ziel ist mehr als nur ein Sieg

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen verteidigt sich weiter entschlossen gegen die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen – und das mit messbarem Erfolg. Seit der Wiederaufnahme der Operation Mitte März hat die IDF über 1.200 Ziele in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen getroffen und rund 350 Hamas-Terroristen eliminiert, darunter 40 hochrangige und mittlere Kommandeure. In besonders umkämpften Gebieten wie Shejaiya wurde bereits der fünfte Kommandant seit Kriegsbeginn ausgeschaltet. Die Qualität der neuen Führungskräfte innerhalb der Terrororganisation sinkt spürbar – ein Zeichen, dass Hamas nicht mehr die Kontrolle hat, die sie einst ausübte.

Auch auf symbolischer Ebene verändert sich die Lage: Die einst gefürchtete Hamas-Polizei ist kaum noch in der Lage, die eigene Bevölkerung zu kontrollieren – hunderttausende Palästinenser flohen ungehindert von Nord- nach Süd-Gaza. Das war in früheren Kriegen undenkbar.

Die IDF stellt klar, dass sie weiter Druck auf Hamas ausüben will – militärisch wie auch über gezielte Operationen zur Geiselbefreiung. Eine feste Zeitvorgabe für das Kriegsende gibt es nicht, und das ist nachvollziehbar: Denn jeder Zeitplan hängt nicht nur vom militärischen Fortschritt ab, sondern auch davon, ob eine Lösung gefunden wird, die nach dem Krieg Bestand hat. Wer Gaza langfristig stabilisieren kann, ist derzeit offen – und liegt außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Militärs. Hier ist die politische Führung gefragt.

Einige Debatten über mögliche Nachkriegsordnungen laufen bereits: etwa die Einrichtung einer Sicherheitszone, internationale Verwaltungen oder neue palästinensische Strukturen ohne Hamas. Auch wenn bisher keine dieser Ideen konkret umgesetzt wurde, ist klar: Ohne tragfähige politische Antworten auf die Zeit nach dem Krieg wird kein militärischer Sieg von Dauer sein. Die IDF kann Raum schaffen – gestalten müssen ihn andere.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 16 April 2025

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