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Die Sirene, die nie verstummt: Israels Gedenktag 2025 ist ein Ruf nach Einheit – und ein Schwur, die Geiseln zurückzuholen

Die Sirene, die nie verstummt: Israels Gedenktag 2025 ist ein Ruf nach Einheit – und ein Schwur, die Geiseln zurückzuholen


Mit Sirenen, Tränen und offenen Wunden gedenkt Israel der Gefallenen – und derer, die noch immer in Geiselhaft sind. Der Krieg ist nicht vorbei.

Die Sirene, die nie verstummt: Israels Gedenktag 2025 ist ein Ruf nach Einheit – und ein Schwur, die Geiseln zurückzuholen
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Mit landesweitem Sirenengeheul hat IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen in diesem Jahr erneut seiner gefallenen Soldaten, jüdischen Untergrundkämpfer und Terroropfer gedacht. Der Jom HaSikaron 2025, Israels offizieller Gedenktag, ist tief gezeichnet von den Ereignissen des vergangenen Jahres – und vom fortdauernden Krieg im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen. Es ist das zweite Mal in Folge, dass der Gedenktag nicht nur Erinnerung, sondern Anklage ist.

Generalstabschef Ejal Zamir brachte es in seiner Rede unmissverständlich auf den Punkt: „Ein weiteres Mal begehen wir den Gedenktag im Schatten eines schrecklichen Versagens, das den Staat Israel bis ins Mark getroffen hat.“ Gemeint ist der 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen, jener Tag, an dem über tausend Israelis – darunter Kinder, Senioren und junge Soldaten – von der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen ermordet wurden. Der Tag, an dem das Unvorstellbare Wirklichkeit wurde: dass Terroristen ungehindert israelisches Gebiet durchbrechen, morden, vergewaltigen und verschleppen konnten. Es ist ein Trauma, das Israel verändert hat – und das noch immer offen blutet.

Israels Staatspräsident Izchak Herzog rief zu innerer Geschlossenheit auf – und ließ keinen Zweifel daran, dass er die politischen Spaltungen im Land als Gefahr für dessen Zukunft sieht. „Zerstört euch nicht von innen. Zerstört nicht unsere Heimstätte.“ Sein Appell zielte tief ins Herz der israelischen Gesellschaft: „Frieden ist nicht nur ein Streben nach außen, unseren Nachbarn gegenüber, sondern eine höchste, verbindliche Pflicht nach innen.“

Seit 1860, also seit den ersten organisierten jüdischen Einwanderungswellen nach Palästina, sind nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums 25.420 Soldaten und jüdische Widerstandskämpfer gefallen. Die Zählung beginnt damit bewusst vor der Staatsgründung 1948 – als Zeichen dafür, dass der jüdische Kampf ums Überleben nicht erst mit dem modernen Israel begann.

Doch der Krieg ist längst nicht Geschichte – er ist Gegenwart. Israel wurde in ihn hineingezogen, und das mit aller Gewalt. Er begann exakt 572 Tage vor dem diesjährigen Gedenktag, am 7. Oktober 2023. Die Hamas überfiel Israel mit beispielloser Grausamkeit, verschleppte 251 Menschen, von denen 59 nach wie vor in Geiselhaft sind – unter ihnen Frauen, Kinder, junge Männer. 24 von ihnen sind nach wie vor am Leben. Noch. Und sie könnten gerettet werden, wenn ein Abkommen zustande käme.

Die Zahlen des Grauens sind dokumentiert: Allein am Tag des Massakers starben laut dem Institut für Nationale Sicherheit (INSS) 1164 Menschen – darunter 289 Soldaten, 58 Polizisten, 6 Geheimdienstmitarbeiter, 5 Feuerwehrleute und 806 Zivilisten, Israelis und Ausländer. Seitdem wurden 850 weitere Soldaten und 82 Sicherheitskräfte getötet – im Gazastreifen, bei der Bodenoffensive, in Zusammenstößen mit der HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen an der libanesischen Grenze. Auch ermordete Geiseln, darunter Kleinkinder, zählen zu den Opfern.

Der Schmerz sitzt tief. Der Zorn auch. Und die Angst, dass es wieder geschehen könnte. Doch Jom HaSikaron ist nicht nur ein Tag der Trauer, sondern auch der Entschlossenheit: dass Israel nicht schweigt, nicht vergisst, nicht aufgibt.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 30 April 2025

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