Israel erwägt harte Antwort auf Houthi-Angriffe: Politikwechsel nach Raketenbeschuss auf Ben-Gurion-Flughafen?Israel erwägt harte Antwort auf Houthi-Angriffe: Politikwechsel nach Raketenbeschuss auf Ben-Gurion-Flughafen?
Nach dem Angriff der Houthi auf Israels wichtigsten Flughafen denkt Jerusalem über direkte Vergeltungsschläge gegen die vom Iran unterstützten Milizen nach.

Von Master Sergeant Kevin J. Gruenwald - http://www.defenseimagery.mil/imagery.html#guid=8bd5c0f15c2ac8f1768f7c12c3fe5c1d04d012f3, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7378139
Der Einschlag einer HouthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Rakete am Sonntagmorgen in der Nähe des Terminals 3 des Ben-Gurion-Flughafens hat in IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen eine politische Debatte entfacht, die weit über den unmittelbaren Schaden hinausgeht. Drei Menschen wurden leicht verletzt – doch das eigentliche Beben fand nicht am Boden, sondern in der israelischen Sicherheitsarchitektur statt.
Seit US-Präsident Donald Trump wieder im Amt ist, hatte Israel auf seinen Wunsch hin auf Angriffe gegen Houthi-Stellungen in Jemen verzichtet. Zuvor, unter Präsident Biden, hatte die israelische Luftwaffe seit Juli 2024 fünf gezielte Schläge gegen Houthi-Stellungen geflogen. Der politische Wechsel in Washington brachte damit auch eine vorübergehende Zurückhaltung Jerusalems – doch jetzt steht diese Zurückhaltung massiv infrage.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird in den kommenden Stunden ein Krisentreffen einberufen, an dem nur ein kleiner Kreis aus Ministern und führenden Verteidigungsexperten teilnimmt. Schon jetzt deutet Verteidigungsminister Israel Katz eine klare Linie an: „Wer uns verletzt, wird siebenfach zurückgeschlagen.“ Diese Worte machen unmissverständlich klar, dass Israel nicht mehr bereit ist, die Angriffe aus Sanaa, gesteuert aus Teheran, zu tolerieren.
Die Houthi-Miliz, ein zentraler Arm des sogenannten „iranischen Oktopus“, setzt mit jedem Angriff nicht nur ein militärisches, sondern auch ein politisches Signal: Sie will Israels internationale Anbindung schwächen, den Ben-Gurion-Flughafen lahmlegen und einen Dominoeffekt an Angst und Isolation auslösen. Israels Sicherheitsapparat ist jedoch darauf bedacht, genau hier gegenzuhalten – nicht nur aus strategischen, sondern auch aus symbolischen Gründen.
Was die militärische Bewertung betrifft, bleibt vorerst unklar, ob der Einschlag am Flughafen direkt durch die Rakete oder durch Trümmerteile verursacht wurde. Mehrere Abfangversuche waren offenbar gescheitert, was die Dringlichkeit einer entschlossenen Antwort weiter unterstreicht.
Israel hat eine zentrale Frage vor sich: Lässt man sich weiter auf das Spiel aus Teheran und Sanaa ein, das darauf abzielt, Israel zu binden und zu provozieren, oder wird mit gezielten Schlägen ein Preis eingefordert, der die Houthi abschreckt? Der kommende Sicherheitsrat wird hier Weichen stellen – und mit ihm die zukünftige Ausrichtung Israels gegenüber einer wachsenden Bedrohung im Süden.
Autor: Redaktion
Sonntag, 04 Mai 2025