Houthi-Vereinbarung mit den USA – aber Israel bleibt erklärtes AngriffszielHouthi-Vereinbarung mit den USA – aber Israel bleibt erklärtes Angriffsziel
Während die USA das Bombardement der Houthi-Miliz einstellen, bleibt Israels Sicherheit bedroht – denn für die vom Iran unterstützten Jemeniten gilt: Der Krieg gegen den jüdischen Staat geht weiter.

Es klingt auf den ersten Blick nach Entspannung, doch in Wahrheit bleibt die Bedrohung bestehen: Die jemenitischen HouthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Rebellen haben eine Waffenruhe mit den USA akzeptiert – doch IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen bleibt ausdrücklich ausgenommen. Das erklärte Mohammed Abdulsalam, Chefunterhändler der HouthisHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Wörtlich sagte er: „Die Vereinbarung schließt Israel in keiner Weise ein.“
Was das bedeutet, ist klar: Der von OmanStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen vermittelte Deal – nach dem die Houthis keine US-Schiffe mehr angreifen und die Amerikaner im Gegenzug ihre Luftangriffe einstellen – hat keine Auswirkungen auf den antiisraelischen Kurs der Miliz. Schiffe mit realem oder vermutetem Israel-Bezug bleiben legitime Ziele. Ebenso sind weitere Raketenangriffe auf Israel selbst nicht ausgeschlossen.
Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, die USA würden „sofort“ ihre Bombardierungen im Rahmen der Operation Rough Rider einstellen, nachdem die Houthis zugesagt hätten, keine US-Schiffe mehr ins Visier zu nehmen. Laut Trump baten die Houthis: „Bitte bombardiert uns nicht mehr, und wir greifen eure Schiffe nicht mehr an.“ Für ihn reicht das aus – der Bombenkrieg gegen die Houthis endet vorerst.
Kein Frieden für Israel – nur für amerikanische Interessen
Doch während Washington auf Entspannung setzt, geht die Bedrohung für Israel weiter. Seit dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen, dem Massaker der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen an über 1.200 israelischen Zivilisten, schießen auch die Houthis Raketen Richtung Tel Aviv – ideologisch aufgeladen und vom Iran inspiriert. Auch Drohnenangriffe auf Schiffe mit israelischem Hintergrund im Roten Meer, dem Golf von Aden und der Straße von Bab al-Mandab haben seitdem zugenommen.
Das Kalkül ist offensichtlich: Der „Widerstand“ gegen Israel eint die Achse Teheran–Hamas–HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen–Houthis. Der Deal mit den USA soll vor allem die amerikanische Küstenwache entlasten, den globalen Handel beruhigen – aber nicht den Krieg gegen Israel beenden. Dass Trump die Entscheidung zur Waffenruhe nun öffentlich feiert, zeigt, dass das US-Interesse am Schutz israelischer Ziele begrenzt ist.
Dabei hatten die USA unter Trump im März mit massiven Luftschlägen begonnen, nachdem die Houthis ihre Angriffe auf israelische Frachter wiederaufgenommen hatten. Hunderte Houthi-Kämpfer und dutzende Kommandeure wurden dabei getötet. Doch der vermeintliche Erfolg wird nun durch einen politischen Rückzieher neutralisiert – und Israels SicherheitStaatsräson: Bedeutung und Israels SicherheitStaatsräson meint ein grundlegendes Staatsinteresse, das als besonders wichtig für Bestand, Sicherheit oder Verantwortung eines Staates gilt. In Deutschland wird der Begriff häufig mit der Sicherheit Israels verbunden.Mehr lesen bleibt außen vor.
Israel reagiert – gezielt und allein
Israels Antwort auf die fortgesetzte Bedrohung blieb nicht aus: Am Montag bombardierte die Luftwaffe den Hafen von Hodeidah, nachdem eine Houthi-Rakete in der Nähe des Flughafens Ben Gurion einschlug. Am Dienstag folgte ein Angriff auf den Flughafen von Sanaa. Beide Einsätze zeigen: Israel wartet nicht, bis internationale Abkommen greifen – sondern verteidigt sich entschlossen.
Für Israel steht fest: Solange die Houthis als verlängerter Arm Teherans agieren und offen zur Vernichtung des jüdischen Staates aufrufen, wird es keine Ruhe geben – unabhängig von amerikanischen Deals oder diplomatischen Vermittlungen durch Oman. Die Houthi-Botschaft ist eindeutig: Für sie gilt ein Waffenstillstand nur dann, wenn es nicht um Israel geht.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 07 Mai 2025