IDF warnt Zivilisten in jemenitischen Häfen – Huthi-Miliz nutzt zivile Infrastruktur für Angriffe auf IsraelIDF warnt Zivilisten in jemenitischen Häfen – Huthi-Miliz nutzt zivile Infrastruktur für Angriffe auf Israel
Nach neuen Raketenangriffen aus dem Jemen hat Israels Militär eine eindringliche Warnung an Zivilisten in den Häfen Ras Issa, Al-Hudaida und Al-Salif ausgesprochen. Diese seien zum Zentrum terroristischer Aktivitäten der Huthi-Miliz geworden.

IDF
Oberstleutnant Avichay Adraee, arabischsprachiger Sprecher der israelischen Armee, veröffentlichte am Mittwochmorgen eine klare Botschaft: Alle Zivilisten und Hafenangestellten sollten sich sofort von den betroffenen Gebieten entfernen. Die drei Häfen stehen unter der Kontrolle der vom Iran unterstützten Huthi-MilizHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen, die laut israelischen Geheimdiensten zunehmend zivile Einrichtungen für militärische Zwecke missbraucht.
„Das Verlassen dieser Orte ist entscheidend für die Sicherheit der Bürger“, erklärte Adraee. Seine Worte fielen nur wenige Stunden nach einer Serie erneuter Raketenstarts aus dem Jemen Richtung IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen. In den letzten 24 Stunden wurden drei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert – zwei davon konnten abgefangen werden, eine dritte erreichte ihr Ziel nicht.
Bereits am Sonntag hatte Adraee dieselben Häfen genannt und zur Evakuierung aufgerufen. Offensichtlich ist der Druck auf die Huthis Teil einer bewussten Strategie: Noch wurde kein militärischer Gegenschlag auf die genannten Standorte verzeichnet. Experten deuten die wiederholten Warnungen als psychologisches Mittel, um einerseits Zivilisten zu schützen und andererseits die Huthi-Miliz unter Druck zu setzen, bevor gezielte Angriffe erfolgen.
Inzwischen wächst die Kritik an der Huthi-Miliz international. Die Gruppe, die in mehreren westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft ist, nutzt gezielt zivile Infrastruktur, um israelische Ziele anzugreifen – eine Taktik, die nicht nur militärisch gefährlich ist, sondern auch gegen internationales Recht verstößt. Gerade die bewusste Platzierung militärischer Ausrüstung in zivilen Einrichtungen stellt ein erhebliches Risiko für unbeteiligte Menschenleben dar und wird von Israel als klare Kriegsprovokation gewertet.
Auch der jüngste Raketenangriff reiht sich ein in eine Serie gezielter Provokationen. Seit dem Angriff der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen am 7. Oktober ist Israel verstärkt Ziel iranischer Stellvertreter im Nahen Osten geworden – von der libanesischen HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen über Milizen in Syrien und dem Irak bis hin zu den Huthis im Jemen. Die Strategie Teherans ist deutlich: Israel soll an mehreren Fronten gleichzeitig unter Druck gesetzt werden. Doch Israels Antwort bleibt klar – jede Bedrohung werde abgewehrt, und jeder Missbrauch ziviler Einrichtungen werde dokumentiert und entsprechend geahndet.
Die Frage bleibt, wie lange sich Israel mit Warnungen begnügen wird – oder ob bald ein direkter Schlag gegen Huthi-Stellungen in den betroffenen Häfen folgt. In Tel Aviv bereitet man sich jedenfalls längst auf alle Szenarien vor.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 14 Mai 2025