„Macrons Zorn, Netanyahus Klartext: Wenn Frankreich Israels Existenzkampf missversteht“

„Macrons Zorn, Netanyahus Klartext: Wenn Frankreich Israels Existenzkampf missversteht“


Frankreichs Präsident nennt Israels Premier „beschämend“. Doch wer mit dem Zeigefinger auf Israel zeigt, verharmlost den Terror von Hamas – und steht auf der falschen Seite der Geschichte.

„Macrons Zorn, Netanyahus Klartext: Wenn Frankreich Israels Existenzkampf missversteht“
Von Copyleft - Eigenes Werk, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36835652

Der Ton zwischen Paris und JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen ist rau. Emmanuel Macron, der Präsident eines demokratischen Staates, der einst selbst vom islamistischen Terror blutig gezeichnet wurde, nennt die Politik Israels „beschämend“. Gemeint ist Premierminister Benjamin Netanjahu, der sich in einem Überlebenskampf befindet, wie ihn kein anderes westliches Land derzeit führen muss. Die israelische Antwort: Klar, deutlich, wütend – und zu Recht.

Denn was Macron betreibt, ist keine diplomatische Kritik. Es ist das Echo einer gezielten Desinformationskampagne, wie sie von HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen seit Monaten in den internationalen Medien gestreut wird. Der Vorwurf an Macron, er „verbreite Blutlügen“, mag hart klingen – aber ist er falsch? Nein. Denn wer Israels Selbstverteidigung als unmoralisch brandmarkt, während Geiseln – darunter auch französische Staatsbürger – in den Tunneln von GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen ausharren, macht sich nicht nur der Doppelmoral schuldig. Er befeuert auch den politischen Diskurs in Europa in einer Weise, die gefährlich und unverantwortlich ist.

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen befindet sich seit dem 7. Oktober in einem MehrfrontenkriegSicherheitsdoktrin Israels: Abschreckung, Frühwarnung und ÜberlebenDie Sicherheitsdoktrin Israels beschreibt die Grundsätze, mit denen der Staat seine Existenz schützt. Klassisch beruht sie auf Abschreckung, Frühwarnung und schneller militärischer Entscheidung, später ergänzt durch Verteidigungssysteme.Mehr lesen. Im Süden die Hamas, die ein Massaker an über 1.200 Zivilisten verübte. Im Norden die HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, gelenkt vom Iran. Und in der internationalen Arena: Politiker wie Macron, die moralische Urteile fällen, ohne sich dem Dilemma der Realität zu stellen. Die Forderung, Israel solle sich „zurückhalten“, bedeutet in der Konsequenz, dass Terroristen einen Preis für ihr Vorgehen erhalten – in Form internationaler Anerkennung, eines Waffenstillstands zu ihren Bedingungen, oder eines überstürzten Wiederaufbaus mit Milliardenhilfen, die erneut in Raketenlager fließen.

Macron sagt, er sei „wütend auf Netanjahu“. Wütend? Wo bleibt seine Wut über das systematische Verwenden von Krankenhäusern als Terrorstützpunkte durch Hamas? Wo ist seine Empörung über das gezielte Morden von Kindern, über die Geiseln, die bis heute in Gaza gefoltert werden? Wenn sich ein Staatsmann mehr über die Verteidigung eines demokratischen Landes aufregt als über die Gräueltaten einer islamistischen Terrororganisation, dann hat er den moralischen Kompass verloren.

Dass Macron nun sogar Sanktionen gegen Israel fordert, während Trump mit der Region versucht, neue Friedensbrücken zu bauen – etwa durch die Einbindung Syriens in die Abraham-AbkommenAbraham-Abkommen: Israels Durchbruch in der arabischen WeltDie Abraham-Abkommen sind Normalisierungsvereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen beziehungsweise muslimisch geprägten Staaten. Sie begannen 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.Mehr lesen –, zeigt auch: Europa verliert den Anschluss. Macron selbst sagt, „nur Trump habe den Hebel“. Was bleibt dann von seiner eigenen Glaubwürdigkeit als Vermittler?

Die Reaktion aus dem Amtssitz des israelischen Premierministers ist deshalb nicht nur berechtigt – sie war notwendig. Israel kämpft nicht nur um die Sicherheit seiner Bürger, sondern um das Grundrecht, sich gegen einen Genozidversuch zu verteidigen. Dass ausgerechnet Frankreich, das selbst so oft Opfer islamistischen Hasses wurde, diesen Kampf delegitimiert, ist eine historische Ironie. Und eine Tragödie.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 14 Mai 2025

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