Trump verhandelt über Atomdeal mit Iran – doch das Regime bleibt auf Konfrontationskurs

Trump verhandelt über Atomdeal mit Iran – doch das Regime bleibt auf Konfrontationskurs


Während Donald Trump überraschend eine Annäherung an Teheran verkündet, provoziert das Mullah-Regime mit Feindseligkeit – und besteht auf seinem Recht zur Urananreicherung.

Trump verhandelt über Atomdeal mit Iran – doch das Regime bleibt auf Konfrontationskurs
Von Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America - Donald Trump, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56646275

Die Welt reibt sich die Augen. Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, spricht von einem „sehr ernsten“ Verhandlungsprozess mit dem iranischen Regime. In einem Pressegespräch auf seiner Golfreise erklärte Trump, man stehe „sehr kurz“ vor einem möglichen Atomabkommen mit Teheran – und der Iran habe den Bedingungen „so halb“ zugestimmt. Worte, die Hoffnung machen könnten. Wäre da nicht die Realität, in der dieses Regime agiert.

Denn was wie diplomatische Bewegung aussieht, ist bei näherem Hinsehen eine gefährliche Gratwanderung. Die Gespräche, die zuletzt im OmanStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen stattfanden, zeigen zwar: Es gibt Kontakt. Doch zwischen den Zeilen herrscht Misstrauen, Ideologie und zäher Streit um rote Linien.

Während amerikanische Unterhändler die vollständige Aussetzung der Urananreicherung fordern, stellt sich Teheran taub – oder besser: kämpferisch. Die Islamische Republik betont öffentlich, man werde „niemals auf das Recht zur Urananreicherung auf iranischem Boden verzichten“. Ein Schlag ins Gesicht all jener, die seit Jahren versuchen, den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern.

Gleichzeitig bietet der Iran vermeintliche Zugeständnisse an. Man sei bereit, den Anreicherungsgrad etwas zu senken und Teile des angereicherten Urans auszulagern – allerdings nur in mehreren Stufen, unter iranischen Bedingungen und zu Zielen, die den USA nicht passen. Ein klassisches Taktikspiel des Mullah-Regimes, das sich als kompromissbereit präsentiert, aber de facto nichts von strategischem Wert aufgibt.

Die Reaktion aus Teheran lässt keinen Zweifel daran, worum es dem Regime in Wahrheit geht. Präsident Masoud Pezeshkian attackierte Trump scharf, warf den USA „Verbrechen“ und „regionale Instabilität“ vor, erklärte das eigene Land zum Friedensstifter – und Saudi-Arabien zum konstruktiven Partner. Man wolle keinen Streit mit islamischen Ländern, so Pezeshkian, doch Trump spalte die muslimische Welt. Ein zynisches Narrativ, das die USA als Aggressor und den Iran als Opfer darstellt – während das Regime mit den HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Milizen den Jemen brennen lässt, in Syrien mordet und HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen im Libanon aufrüstet.

Der diplomatische Tanz um ein mögliches neues Atomabkommen ist damit längst mehr als ein Verhandlungsspiel. Es ist ein Ringen um Grundsätze: Darf ein Unrechtsregime, das Terrorgruppen finanziert, Freiheitsbewegungen unterdrückt und das eigene Volk im Elend hält, weiter Uran anreichern – mit dem Versprechen, es nicht für Waffen zu nutzen?

Trump, der 2018 das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigte, verfolgt nun offenbar eine andere Strategie: wirtschaftlicher Druck, kombiniert mit selektiver Gesprächsbereitschaft. Doch selbst bei einer möglichen Einigung bleibt die Frage, wie belastbar diese wäre. Denn Teherans Kalkül ist klar: Sanktionen lockern, Macht erhalten, Kontrolle behalten – und die Bombe in Reichweite.

Der Iran steht wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand, die Sanktionen wirken, die Bevölkerung leidet. Doch das Regime zeigt keine Schwäche – es setzt auf Härte, auf Ideologie und auf Zeit. In Teheran glaubt man offenbar, Trump werde Zugeständnisse machen müssen, wenn er sich als Friedensbringer inszenieren will. Eine gefährliche Wette – nicht nur für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen, sondern für die gesamte Region.

Was bleibt, ist ein düsteres Dilemma. Trump sucht den Weg der Diplomatie. Der Iran aber bleibt das, was er immer war: ein aggressiver Akteur mit atomaren Ambitionen. Wer sich blenden lässt, riskiert nicht nur einen politischen Fehler – sondern eine nukleare Katastrophe.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 15 Mai 2025

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