Israel kämpft nicht allein: Wie die USA die iranische Bedrohung zurückschlagen – und welche Rolle Frankreich spieltIsrael kämpft nicht allein: Wie die USA die iranische Bedrohung zurückschlagen – und welche Rolle Frankreich spielt
Amerikas Abschreckung steht längst im Feuer: Mitten im Schattenkrieg gegen Iran zeigen Washingtons Truppen, was es heißt, ein echter Verbündeter Israels zu sein.

Seit Tagen tobt ein verdeckter Krieg über Wüsten, Meere und Grenzen hinweg. Raketen fliegen, Drohnen summen, Luftabwehrsysteme greifen – und im Zentrum steht IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen. Doch was lange Zeit als einsamer Verteidigungskampf erschien, hat eine klare Botschaft erhalten: ישראל לא לבד – Israel steht nicht allein.
Mehr als zehn amerikanische Militärbasen sind strategisch rund um Iran positioniert. Sie reichen von Saudi-Arabien über Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate bis nach Jordanien, Irak und die Türkei. In ihnen: rund 40.000 US-Soldaten, hochmoderne F-35-Kampfjets, Raketenabwehrsysteme, schwere Bomber – und eine stillschweigende Kampfansage an Teheran.
In den letzten beiden Tagen fingen US-Systeme erfolgreich Raketen ab, die aus Iran auf israelisches Gebiet abgefeuert wurden. Die Abwehr erfolgte sowohl vom Boden als auch von See – mit Unterstützung durch Kriegsschiffe wie der USS Thomas Hudner, die nahe der israelischen Küste stationiert ist. Es sind nicht nur Worte, sondern konkrete Taten. Washington schützt Israel, wenn auch bisher ohne direkt in iranisches Gebiet einzugreifen.
Dass die Vereinigten Staaten nicht passiv bleiben, ist keine Selbstverständlichkeit. Nach monatelanger Reduzierung ihrer Präsenz im Nahen Osten – unter anderem wegen des Rückzugs aus dem Kampf gegen die Huthi-MilizHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen im Jemen – hat das Pentagon seine Strategie über Nacht wieder geändert. Satelitenbilder zeigen: Auf dem entlegenen britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean stehen mittlerweile mindestens vier strategische B-52-Bomber bereit. Ihr Ziel ist offensichtlich – Iran soll wissen, dass eine Eskalation nicht folgenlos bleibt.
Auch die Präsenz auf See wird verstärkt. Neben der bereits im Arabischen Meer operierenden USS Carl Vinson bewegt sich nun die USS Nimitz aus dem südchinesischen Meer in Richtung des Krisengebiets. Dass Washington bereit ist, Ressourcen aus Fernost abzuziehen, zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird – und wie hoch Israel als Partner gewertet wird.
Ein weiterer, kaum beachteter Aspekt: Der Transfer von Tausenden Zündern für Abfangraketen von der Ukraine in den Nahen Osten. Der „Wall Street Journal“ zufolge informierte das Pentagon den US-Kongress vergangene Woche über diesen Schritt – offiziell, um auf eine mögliche Eskalation mit Iran oder einen neuen Krieg mit den Huthis vorbereitet zu sein. Die Realität ist klarer: Israel wird priorisiert. Wer Tel Aviv bedroht, provoziert Washington.
Dabei ist die Hilfe nicht nur militärisch. Auch Frankreich sendet nun Signale der Solidarität. Präsident Emmanuel Macron ließ über einen Berater mitteilen, dass Paris notfalls bereit sei, Israel militärisch zu unterstützen – genauso wie beim letzten Raketenhagel aus dem Iran. In einer Welt, die Israel allzu oft belehrt oder verurteilt, zählt jede solche Zusage doppelt.
Israel hat in der Vergangenheit oft genug gezeigt, dass es sich selbst verteidigen kann. Doch angesichts der wachsenden Gefahr aus Teheran – einer Gefahr, die nicht nur Tel Aviv, sondern die gesamte westliche Ordnung betrifft – ist die neue Entschlossenheit der USA und ihrer Partner ein Signal: Die Verteidigung Israels ist nicht mehr nur eine regionale Frage. Sie ist zur globalen Sicherheitsfrage geworden.
Teheran wird diese Botschaft verstehen müssen. Denn während seine RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen von Märtyrertod und „Widerstand“ fantasieren, kreisen über dem Indischen Ozean strategische Bomber. Auf See lauern Trägerverbände, in Wüstenstaaten stehen moderne Kampfjets in Alarmbereitschaft – und in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen weiß man: Dieses Mal ist man nicht allein.
Autor: Redaktion
Dienstag, 17 Juni 2025