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Israel birgt Leichen dreier Geiseln aus dem Gazastreifen

Israel birgt Leichen dreier Geiseln aus dem Gazastreifen


Die Namen sind bekannt. Ihre Geschichten auch. Nun kehren sie heim – tot, aber nicht vergessen.

Israel birgt Leichen dreier Geiseln aus dem Gazastreifen

Die israelische Armee hat die Leichen von drei weiteren Geiseln aus dem GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen geborgen. Es handelt sich um Yonatan Samerano (21), Shay Levinson und Ofra Keidar (71). Alle drei waren seit dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen in der Gewalt der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen. Ihre Ermordung stand bereits fest – doch ihre Rückkehr nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen bedeutet mehr als nur das Ende einer Suche. Sie steht für die unermüdliche Entschlossenheit eines Landes, das seinen Toten die letzte Würde nicht verweigert.

Ofra Keidar wurde am 7. Oktober zusammen mit ihrem Mann Sami im Kibbutz Be’eri ermordet. Der Angriff auf Be’eri gilt als eines der grausamsten Kapitel der Terroroffensive der Hamas. Während ihr Mann am Tatort starb, verschleppten Terroristen Ofra Keidars Leichnam nach Gaza. Sie hinterlässt drei Kinder – und ein Land, das seit Monaten um jede Spur der Vermissten kämpft. Ihre Ermordung war bereits im Dezember bestätigt worden. Keidar war eine der letzten beiden Frauen, die sich bis dahin noch offiziell in der Gewalt der Hamas befanden. Auch die andere, Inbar Haiman, kam ums Leben – ihre Familie wurde ebenfalls im Dezember informiert.

Yonatan Samerano war einer jener jungen Menschen, die dem Massaker beim Nova-Musikfestival entkommen wollten – doch auf seiner Flucht nach Be’eri fand er den Tod. Der 21-Jährige war Musiker, Träumer, Sohn. Seine Leiche wurde erst jetzt in Gaza lokalisiert und geborgen. Für viele junge Israelis ist sein Schicksal zum Symbol einer verlorenen Generation geworden, die an jenem Morgen voller Hoffnung ins Wochenende startete – und in einem Feuersturm endete.

Shay Levinson war Panzerkommandant der 77. „Oz“-Einheit der 7. Panzerbrigade. Er fiel am 7. Oktober im Kampf gegen die einfallenden Hamas-Terroristen. Sein Tod konnte jedoch erst im Januar 2024 zweifelsfrei bestätigt werden. Levinson und seine Besatzung kämpften bis zuletzt. Ihr Panzer soll rund 15 Angreifer getötet haben, bevor er überrannt wurde. Die Geschichte seines Widerstands wurde in israelischen Medien vielfach erzählt – jetzt wurde auch sein Leichnam nach Hause gebracht.

Die Rückholung der Leichen war Teil einer gezielten Militäroperation. Wo genau sie stattfand, bleibt aus taktischen Gründen unklar. Premierminister Benjamin Netanjahu dankte den beteiligten Einheiten für ihren Einsatz und betonte in einer offiziellen Erklärung: „Die Kampagne zur Rückkehr unserer Geiseln geht ohne Pause weiter – gemeinsam mit dem Kampf gegen den Iran.“ Er versprach, dass Israel nicht ruhen werde, „bis alle unsere Geiseln – die Lebenden wie die Gefallenen – zurückgebracht sind.“

Mit jedem geborgenen Körper kehrt ein Stück Wahrheit zurück nach Israel – und mit ihr die Erinnerung an eine Nacht, die das Land verändert hat. Die Toten kehren heim – nicht lebendig, aber mit Namen, mit Geschichten und mit der unmissverständlichen Botschaft: Israel lässt seine Menschen nicht im Dunkel verschwinden. Weder im Leben, noch im Tod.

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Autor: Redaktion
Sonntag, 22 Juni 2025

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