Sirenen am Toten Meer und in Judäa: Rakete aus dem Jemen abgefangen

Sirenen am Toten Meer und in Judäa: Rakete aus dem Jemen abgefangen


In der Nacht zu Sonntag wurde eine ballistische Rakete aus dem Jemen auf Israel abgefeuert. Sirenen ertönten im Raum Totes Meer und in Teilen von Judäa. Die israelische Armee bestätigte: Das Geschoss wurde erfolgreich abgefangen.

Sirenen am Toten Meer und in Judäa: Rakete aus dem Jemen abgefangen

Am späten Samstagabend heulten die Sirenen in Gebieten rund um das Tote Meer und in Teilen von Judäa, nachdem eine ballistische Rakete aus dem Jemen in Richtung IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen abgefeuert wurde. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) teilten mit, dass die Rakete erfolgreich abgefangen wurde. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

HouthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Miliz bekennt sich zum Abschuss

Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen erklärte, sie habe erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert. Bereits in der Nacht auf Dienstag hatte sie behauptet, mit einer sogenannten „Palästina-2“-Rakete Ziele im Zentrum Israels angegriffen zu haben. Es gibt jedoch keine unabhängige Bestätigung, dass es sich dabei um eine Hyperschallrakete handelte. Hyperschallraketen gelten als Manöverwaffen, die mit Geschwindigkeiten über Mach 5 fliegen. Ballistische Raketen können zwar solche Geschwindigkeiten erreichen, folgen jedoch einem festen Kurs und sind nicht manövrierfähig.

PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen und Drohungen aus Sanaa

Die Houthi-eigene Medienplattform Al-Masirah veröffentlichte eine Erklärung, wonach die „Operation“ am Dienstagabend ihr Ziel „präzise getroffen“ habe. Es sei zu „Panik unter zionistischen Siedlern“ gekommen, Millionen hätten Schutzräume aufgesucht, der Flugbetrieb sei vollständig zum Erliegen gekommen – diese Aussagen konnten unabhängig nicht verifiziert werden.

In der Mitteilung betonte die Houthi-Führung, ihre Angriffe seien Teil der „Unterstützung des palästinensischen Volkes“ und ein Protest gegen „den andauernden Völkermord an Palästinensern“. Man werde weiterhin ballistische und sogenannte hyperschallschnelle Raketen einsetzen, hieß es weiter. Künftige Ziele seien unter anderem der Flughafen Ben-Gurion und die Hafenstadt Eilat.

Angriffe auf Schifffahrt und Infrastruktur

Die Houthis erklärten zudem, ihre Operationen hätten unter anderem dazu geführt, dass der Flugbetrieb am Flughafen Lod (Ben-Gurion) gestört worden sei und israelische Schiffe nicht mehr durch das Rote Meer in Richtung Eilat (von den Houthis als „Umm al-Rashrash in Südpalästina“ bezeichnet) fahren könnten.

Seit dem HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Angriff auf Israel am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen habe man sich nicht nur mit Erklärungen solidarisch gezeigt, sondern auch aktiv gehandelt. Dazu zählten Raketenangriffe auf „strategische Militäranlagen in besetzten Gebieten“ sowie Einsätze zur Störung des Schiffsverkehrs im Roten Meer, so die Houthi-Erklärung.




Autor: Redaktion
Sonntag, 06 Juli 2025

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