Hamas stimmt angeblich neuem Geisel-Deal zu – Israel fordert Freilassung aller Entführten

Hamas stimmt angeblich neuem Geisel-Deal zu – Israel fordert Freilassung aller Entführten


Hamas signalisiert Zustimmung zu einem neuen Waffenstillstandsabkommen. Doch Israels Regierung bleibt unmissverständlich: Ein Deal ist nur denkbar, wenn alle Geiseln auf einmal freikommen und die Terrororganisation entwaffnet wird.

Hamas stimmt angeblich neuem Geisel-Deal zu – Israel fordert Freilassung aller Entführten

Nach Angaben aus ägyptischen und katarischen Vermittlerkreisen hat die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen ihre Zustimmung zu einem neuen Geisel-Waffenstillstandsabkommen signalisiert. Wie die „JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post“ unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Kreise berichtet, sieht der Vorschlag die Freilassung von zehn lebenden israelischen Geiseln im Austausch gegen 150 inhaftierte Terroristen vor, die in IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen lebenslange Haftstrafen verbüßen. Im Gegenzug soll eine 60-tägige Feuerpause in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen in Kraft treten.

Ein ägyptischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber Reuters, das Modell könne ein Weg in Richtung eines umfassenderen Abkommens zur Beendigung des Krieges sein. Auch katarische Medien wie Al-Araby TV berichteten von „positiven“ Gesprächen zwischen dem katarischen Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, Vertretern verschiedener palästinensischer Fraktionen sowie dem ägyptischen Geheimdienstminister. Die Beratungen hätten „Verantwortungsbewusstsein und Entschlossenheit zur Beendigung des Krieges“ erkennen lassen, hieß es.

Nähe zum US-Vorschlag
Nach Informationen des US-Portals Axios stimmt die Hamas in „98 Prozent“ mit dem Vorschlag von Donald Trumps Nahost-Sondergesandtem Steve Witkoff überein, den Israel zuvor akzeptiert hatte. Das Papier sieht eine schrittweise Freilassung der verbleibenden Geiseln sowie eine vollständige israelische Truppenrückführung aus dem Gazastreifen vor.

Dem Fernsehsender Al-Arabiya zufolge sollen die palästinensischen Fraktionen bereits zugestimmt haben, während die Hamas noch einige Stunden Zeit für interne Beratungen gefordert habe. Ägypten soll die Delegation in Kairo zum Verbleib aufgefordert haben, bis ein endgültiger Beschluss gefasst wird.

Israels klare Bedingungen
Die israelische Regierung hat am Wochenende jedoch unmissverständlich klargestellt, dass sie nur einem Gesamtpaket zustimmen wird. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, ein Abkommen sei ausschließlich dann denkbar, wenn sämtliche Geiseln – Männer, Frauen, Kinder und ältere Menschen – in einem Schritt freikommen.

Darüber hinaus stellte die Regierung erneut ihre Bedingungen für ein Kriegsende klar:

  • die vollständige Entwaffnung der Hamas,

  • die Entmilitarisierung des Gazastreifens,

  • die israelische Sicherheitskontrolle entlang der Perimeter-Grenze,

  • sowie die Einsetzung einer nicht von Hamas und nicht von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Verwaltung, die friedlich mit Israel koexistiert.

Netanjahu: Hamas steht unter Druck
Am Montag meldete sich Netanjahu persönlich zu Wort. Während eines Besuchs bei der Gaza-Division, begleitet von Verteidigungsminister Israel Katz, Generalstabschef Eyal Zamir und weiteren Kommandeuren, kommentierte er die Berichte über eine mögliche Einigung. „Wie Sie höre ich die Meldungen in den Medien, und daraus lässt sich eines ableiten – die Hamas steht unter immensem Druck“, sagte er vor Ort.

Die Aussage macht deutlich, dass die israelische Führung die aktuelle Gesprächsdynamik vor allem als Resultat des militärischen Drucks interpretiert. Für Jerusalem ist klar: Erst die Kombination aus ungebrochener militärischer Härte und diplomatischer Beharrlichkeit zwingt die Hamas an den Verhandlungstisch.

Unterschiedliche Ausgangspositionen
Damit prallen erneut zwei Vorstellungen aufeinander: Während Hamas auf eine schrittweise Freilassung setzt und zugleich die Forderung nach einem israelischen Rückzug erhebt, bleibt Israel bei der Maximalforderung – erst die vollständige Freilassung aller Geiseln, dann politische Lösungen.

Ob die laufenden Gespräche in Kairo einen Durchbruch erzielen können, ist offen. Klar ist: Für die Angehörigen der Geiseln bedeutet jeder Tag in den Händen der Terroristen weiteres Warten, während die diplomatischen Runden weitergehen.




Autor: Redaktion
Montag, 18 August 2025

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