„Tragischer Zwischenfall“: Israel bedauert Angriff auf Nasser-Krankenhaus – internationale Kritik wächst

„Tragischer Zwischenfall“: Israel bedauert Angriff auf Nasser-Krankenhaus – internationale Kritik wächst


Mindestens 20 Menschen starben bei einem israelischen Luftschlag auf das Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis, darunter auch fünf Journalisten. Premier Netanyahu spricht von einem „tragischen Missgeschick“, während UN, Großbritannien, Frankreich und Deutschland ein unabhängiges Verfahren fordern.

„Tragischer Zwischenfall“: Israel bedauert Angriff auf Nasser-Krankenhaus – internationale Kritik wächst

Ein Krankenhaus als Schauplatz des Krieges – es ist ein Bild, das die Welt erschüttert. Am Montag traf ein israelischer Luftschlag das Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis im Süden des Gazastreifens. Nach Angaben lokaler Behörden kamen mindestens 20 Menschen ums Leben, unter ihnen Sanitäter und fünf Journalisten.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem „tragischen Missgeschick“ und erklärte, IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen bedauere diesen Vorfall zutiefst. Gleichzeitig betonte er, dass Israels Krieg einzig und allein der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen gelte: „Unsere gerechten Ziele sind, Hamas zu besiegen und unsere Geiseln nach Hause zu bringen.“

Internationale Empörung – Forderungen nach Untersuchung und Waffenruhe

Die Reaktionen aus dem Ausland ließen nicht lange auf sich warten. UN-Generalsekretär António Guterres forderte eine „rasche und unparteiische Untersuchung“ und erinnerte daran, dass Zivilisten, medizinisches Personal und Journalisten unter allen Umständen geschützt werden müssen.

Der britische Außenminister David Lammy schrieb auf X, er sei „entsetzt“ über den Angriff und forderte ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reagierte mit scharfen Worten und bezeichnete den Angriff als „unerträglich“. Die Bundesregierung in Berlin erklärte, sie sei „schockiert“ über den Tod von Journalisten, Rettungskräften und Zivilisten und forderte ebenfalls eine Untersuchung.

Opfer unter Journalisten – ein Schlag für die Pressefreiheit

Unter den Getöteten ist Hussam al-Masri, Kameramann und langjähriger Mitarbeiter von Reuters. Sein Kollege Hatem Khaled, ebenfalls Reuters-Auftragnehmer, wurde verletzt. Zu den weiteren Todesopfern zählen die freie Journalistin Mariam Abu Dagga, die für die Nachrichtenagentur AP gearbeitet hatte, der Al-Jazeera-Mitarbeiter Mohammed Salama sowie der Journalist Moaz Abu Taha. Neben ihnen kam auch ein Rettungshelfer ums Leben.

Das israelische Militär bestätigte, den Bereich des Krankenhauses getroffen zu haben. Generalstabschef Eyal Zamir habe eine Untersuchung angeordnet. In einer Erklärung hieß es zudem, man greife Journalisten nicht „als solche“ an – ein Hinweis darauf, dass die Betroffenen sich nach Darstellung der Armee in unmittelbarer Nähe von Hamas-Stellungen aufgehalten haben könnten.

Die unbequeme Wahrheit

Die internationale Kritik folgt einem bekannten Muster: Israel wird an einem Ideal gemessen, das in einem Krieg gegen eine Terrororganisation nicht existiert. Hamas missbraucht Krankenhäuser, Schulen und Moscheen gezielt als Deckung, stationiert Waffen inmitten von Zivilisten und zwingt die Armee damit in eine grausame Zwickmühle.

So schmerzhaft und tragisch jeder zivile Tod ist – die Behauptung, man könne einen solchen Krieg führen, ohne dass Unschuldige zu Schaden kommen, wäre nichts anderes als eine Lüge. Wer Israel an diesem Maßstab misst, blendet die Realität des Gegners aus. Die Verantwortung liegt nicht allein bei dem Staat, der sich verteidigt, sondern auch – und vor allem – bei der Terrororganisation, die Zivilisten als menschliche SchutzschildeMenschliche Schutzschilde: Wie Terror Zivilisten als Deckung missbrauchtMenschliche Schutzschilde sind Zivilisten, deren Anwesenheit absichtlich genutzt wird, um militärische Ziele vor Angriffen zu schützen oder militärische Operationen zu behindern. Das humanitäre Völkerrecht verbietet diese Praxis.Mehr lesen missbraucht.




Autor: Redaktion
Dienstag, 26 August 2025

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