Wir brauchen Ihre Hilfe: haOlam.de arbeitet ohne Verlag. Damit wir unsere Arbeit in gewohnter Qualität fortsetzen und laufende Aufgaben abschließen können, sind wir weiter auf Unterstützung angewiesen.
Washington erwartet schwieriges Gespräch: Trump will Netanjahu auf Kurs bringen

Washington erwartet schwieriges Gespräch: Trump will Netanjahu auf Kurs bringen


Am Montag treffen sich Premierminister Netanjahu und Präsident Trump in Washington. Erwartet wird, dass Trump klare Forderungen zum weiteren Vorgehen in Gaza stellt.

Washington erwartet schwieriges Gespräch: Trump will Netanjahu auf Kurs bringen
GPO

Die Generaldebatte der Vereinten Nationen hat schon oft starke Worte hervorgebracht. Doch selten war sie so aufgeladen wie in diesen Tagen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sprach in New York über Terror, Geiseln und die Schwäche des Westens. Parallel bereitet US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit ihm vor – und lässt durchblicken, dass er klare Forderungen an IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen stellen wird: ein Ende des Krieges, ein Zeitplan, internationale Kontrolle für GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen.

Insider in Washington berichten, Trump wolle Netanjahu kommende Woche einen konkreten Plan auf den Tisch legen. Das Herzstück: Innerhalb von 48 Stunden sollen alle Geiseln freikommen. Israel soll sich schrittweise aus Gaza zurückziehen. Die Macht in der Enklave soll von HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen auf eine internationale Übergangsverwaltung übergehen, die später in eine palästinensische Kommission mündet. Eine Anerkennung eines Palästinenserstaates ist nicht vorgesehen – doch der Gedanke, dass Israel künftig nicht mehr frei über Gaza entscheiden könnte, löst in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen tiefe Skepsis aus.

Trump selbst betont Optimismus. In seinen Worten klingt die Zuversicht, dass ein Deal „sehr nahe“ sei. Doch in Jerusalem herrscht Ernüchterung: Netanjahu hatte nie ein Interesse daran, Verantwortung für Gaza abzugeben, solange Hamas noch existiert. Ein Waffenstillstand ohne völlige Entmachtung der Terrororganisation gilt ihm als Kapitulation.

Vor der UNO-Generalversammlung ging Netanjahu in die Offensive. Er stellte klar: „Wenn Hamas unseren Forderungen nachkommt, kann die Kriegshandlung sofort enden.“ Doch diese Forderungen sind eindeutig: vollständige Demilitarisierung, israelische Sicherheitskontrolle und eine zivile Verwaltung ohne Terrorbeteiligung.

Mit einem beispiellosen Schritt ließ Israel Netanjahus Worte live an die Grenze zu Gaza und teilweise in die Enklave selbst übertragen. Für die Geiseln war es ein Signal: „Wir haben euch nicht vergessen.“ Gleichzeitig hielt er den Delegierten im Saal einen QR-Code entgegen – ein Verweis auf die grausamen Bilder des 7. Oktober. Wer sie scannt, sieht die Realität, die Hamas hervorgebracht hat. Es war ein Akt der Konfrontation: Die Welt sollte sich der eigenen Verdrängung stellen.

Besonders scharf griff Netanjahu die Entscheidung westlicher Länder an, Palästina anzuerkennen – allen voran Frankreich, Großbritannien und Spanien. „Ihr habt das getan, während die Schreie aus den Massengräbern noch nicht verhallt waren“, sagte er. Für Israel ist das Verrat: Statt Terror zu ächten, werde er belohnt. Dass westliche Delegierte schweigend im Saal blieben, machte die Szene noch bedrückender.

Derweil zeigt sich in Europa eine paradoxe Haltung: Menschenrechte werden beschworen, doch wenn es um Israels Überlebenskampf geht, wiegt das Kalkül schwerer. Netanjahus Worte waren ein Schlag ins Gesicht derer, die glauben, man könne mit Lippenbekenntnissen beiden Seiten gerecht werden.

Noch während seiner Rede verließen Delegierte mehrerer Staaten demonstrativ den Saal – unter ihnen Vertreter des Iran, Syriens, Jemens, Venezuelas und Kubas. In Jerusalem wertete man dies als unfreiwillige Enthüllung: Wer den Raum verlässt, wenn die Namen von Geiseln vorgelesen werden, stellt sich damit sichtbar auf die Seite der Terroristen.

Für Israel ist der kommende Montag mehr als ein diplomatisches Treffen. Es ist die Frage, ob Washington bereit ist, Israels Kampf gegen Hamas wirklich als gemeinsamen Kampf zu sehen – oder ob geopolitische Kompromisse schwerer wiegen. Trump will ein Ende, Netanjahu warnt: Ein Ende ohne Sieg bedeutet, dass die Saat des nächsten Krieges schon gelegt ist.




Autor: Redaktion
Samstag, 27 September 2025

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage