Arabische Staaten fordern Änderungen am Trump-Plan – Schutzschirm für Hamas statt Entwaffnung

Arabische Staaten fordern Änderungen am Trump-Plan – Schutzschirm für Hamas statt Entwaffnung


Katar und die Palästinensische Autonomiebehörde verlangen vor dem Treffen zwischen Trump und Netanjahu weitreichende Korrekturen. Statt klarer Abrüstung soll Hamas nur „Waffen übergeben“ – internationale Truppen sollen nicht in Gaza eingreifen.

Arabische Staaten fordern Änderungen am Trump-Plan – Schutzschirm für Hamas statt Entwaffnung

Unmittelbar vor der Begegnung zwischen US-Präsident Donald Trump und Premierminister Benjamin Netanjahu erhöhen arabische Staaten und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) den Druck. Sie präsentieren Forderungen, die den Charakter des amerikanischen 21-Punkte-Plans grundlegend verändern würden – und dabei faktisch die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen schützen.

Von Abrüstung zu „Abgabe“

Der ursprüngliche Entwurf sieht die vollständige Entwaffnung der Hamas vor. Katar und weitere arabische Staaten wollen diese zentrale Bestimmung jedoch abschwächen: Hamas solle ihre Waffen lediglich „übergeben“. Der Unterschied ist entscheidend. Während eine Abrüstung die Terrororganisation entmachtet, würde eine bloße Übergabe Hintertüren offenlassen – und damit ihre Strukturen im Kern unangetastet lassen.

Internationale Kräfte ohne Zugriff

Ein zweiter Knackpunkt betrifft die geplanten internationalen Truppen. Statt diese in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen selbst zu stationieren und so für Sicherheit in den Städten zu sorgen, verlangen die arabischen Staaten, die Kräfte sollten lediglich an den Außengrenzen zu IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen platziert werden. Hamas würde dadurch weitgehend unbehelligt bleiben und könnte ihre Machtzentren im Inneren des Gazastreifens sichern.

Kontrolle unter „Geist der PA“

Auch die politische Verwaltung Gazas soll nach dem Willen Katars und der PA nicht unter internationale Aufsicht mit klarer US-Führung gestellt werden. Vielmehr wird gefordert, dass die Übergangsverwaltung „im Geist der Palästinensischen Autonomiebehörde“ gestaltet wird – eine Konstruktion, die Hamas Spielräume für Einfluss und Wiederaufbau ihrer Macht lässt.

Parallel lehnen sowohl Katar als auch die PA den früheren britischen Premierminister Tony Blair für eine leitende Rolle ab, offenbar um jede externe Kontrolle zu minimieren.

Hamas wartet ab

Offiziell behauptet Hamas, den Plan noch nicht erhalten zu haben. Tatsächlich aber verhandelt sie in Doha längst über die Details. Sprecher wie Husam Badran kündigten an, erst zu reagieren, wenn Netanjahu seine Haltung erklärt. Damit inszeniert sich die Terrororganisation als „Prüfstein“ des Prozesses – und gewinnt Zeit.

Risiko für Israel

Die geforderten Änderungen schwächen den Plan an entscheidenden Punkten. Statt einer klaren Niederlage würde Hamas eine Überlebensgarantie erhalten. Ihre Entwaffnung würde verwässert, internationale Kontrolle auf ein Minimum reduziert, politische Einflussmöglichkeiten offengehalten.

Für Israel birgt dies gravierende Risiken: Statt Sicherheit und Stabilität droht eine neue Runde der Gewalt – mit einer Hamas, die sich unter dem Deckmantel internationaler Abkommen regeneriert.

Was als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, könnte am Ende ein Schutzschirm für eine Terrororganisation sein, die erklärtermaßen auf Israels Vernichtung zielt.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Montag, 29 September 2025

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