Hamas kündigt Ablehnung von Trumps Plan anHamas kündigt Ablehnung von Trumps Plan an
Ein hoher Hamas-Funktionär erklärte gegenüber der BBC, die Terrororganisation werde den in Washington vorgestellten Plan zur Beendigung des Krieges voraussichtlich zurückweisen. Präsident Donald Trump hatte das Konzept gemeinsam mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu präsentiert.

Laut dem HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Vertreter „dient der Plan allein den Interessen Israels und ignoriert die Belange der Palästinenser“. Konkret nannte er zwei Punkte, die für Hamas nicht verhandelbar seien: die geforderte Entwaffnung der Organisation sowie die Stationierung einer internationalen Truppe im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen. Beides betrachtet Hamas als existenzielle Bedrohung.
Währenddessen wartet IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen auf eine offizielle Antwort. Trump hatte Hamas ein Ultimatum von drei bis vier Tagen gesetzt. Sollte die Organisation ablehnen, werde Israel „das tun, was nötig ist“, so der US-Präsident. Netanjahu betonte, dass im Fall einer Annahme alle Geiseln binnen 72 Stunden freikommen und die Kampfhandlungen sofort beendet würden.
Hinter den Kulissen wächst der Druck auf Hamas. Die Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und die Türkei fordern die Islamisten auf, das Angebot nicht auszuschlagen. Sie sind die engsten Verbindungsakteure zwischen Hamas, Israel und den USA und drängen auf eine pragmatische Lösung, die humanitäre Verbesserungen und die Freilassung von Entführten ermöglicht.
Doch Berichten zufolge hält der faktische Militärchef der Hamas, Az al-Din al-Haddad, an einer Fortsetzung der Kämpfe fest. Statt einer politischen Lösung bevorzugt er die militärische Konfrontation. Damit droht die Chance auf ein rasches Ende des Krieges zu scheitern.
Aus israelischer Sicht ist die Lage eindeutig: Wer den Plan ablehnt, zeigt, dass er nicht an einer Deeskalation interessiert ist, sondern den Krieg fortsetzen will. Ein echter Frieden stand ohnehin nie auf der Agenda der Hamas – bestenfalls ein taktischer Waffenstillstand. Mit der nun erwarteten Absage offenbart die Organisation einmal mehr, dass ihre Priorität nicht das Wohl der eigenen Bevölkerung ist, sondern die Fortführung eines ideologischen Krieges gegen den jüdischen Staat.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 01 Oktober 2025