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Scharm el-Scheich: Hamas übergibt Geiselliste – Trump-Team drängt auf sofortige Einigung

Scharm el-Scheich: Hamas übergibt Geiselliste – Trump-Team drängt auf sofortige Einigung


In Ägypten laufen Verhandlungen zwischen Israel, den USA, Katar und der Hamas. Die Terrororganisation hat eine Liste der Geiseln übergeben – erstmals seit Monaten. Trumps Gesandte Witkoff und Kushner wollen das Land nicht verlassen, bevor ein Abkommen steht.

Scharm el-Scheich: Hamas übergibt Geiselliste – Trump-Team drängt auf sofortige Einigung

In Scharm el-Scheich hat die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen erstmals seit Monaten eine vollständige Liste der noch im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen festgehaltenen Geiseln übergeben. Damit beginnt eine entscheidende Phase der indirekten Verhandlungen zwischen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und der Terrororganisation. Die Gespräche, die seit drei Tagen unter ägyptischer Vermittlung laufen, könnten über ein Ende des Krieges und die Rückkehr der letzten 48 Geiseln entscheiden.

Die Hamas erklärte am Mittwochmorgen, die Liste im Austausch gegen eine israelische Übersicht über palästinensische Gefangene übergeben zu haben. Ihr Sprecher Taher al-Nunu sagte, die Delegation habe „mit Verantwortlichkeit und positiver Haltung“ gehandelt. Unter den Teilnehmern herrsche eine „optimistische Stimmung“.

An den Gesprächen nehmen neben israelischen und ägyptischen Vertretern auch US-Sondergesandter Steve Witkoff, Jared Kushner, Katars Premierminister Mohammed al-Thani sowie der Chef des türkischen Geheimdienstes teil. Israel wird durch Minister Ron Dermer, Netanjahus engsten Berater, vertreten.

Aus amerikanischen Diplomatenkreisen hieß es, Witkoff und Kushner würden „Ägypten nicht ohne Abkommen verlassen“. Ein US-Beamter lobte den Kurs Israels: „Netanjahu hat hervorragende Arbeit geleistet. Der militärische Druck war entscheidend, um Hamas überhaupt zu Bewegung zu zwingen. Jetzt ist der Moment, das Abkommen zu vollenden.“

Doch die Hamas stellt erneut maximalistische Bedingungen: Sie fordert eine vollständige IDF-Rückzugszusage aus dem Gazastreifen, ehe die letzte Geisel freikommt, und verlangt zudem die Freigabe der Leichen der Hamas-Führer Yahya und Mohammed Sinwar – eine Forderung, die Israel bereits mehrfach kategorisch ablehnte.

Das von US-Präsident Donald Trump unterstützte Verhandlungspapier sieht dagegen vor, dass die letzte Geisel spätestens 72 Stunden nach Beginn der Umsetzung freigelassen wird. Zudem soll Israel 250 palästinensische Häftlinge entlassen, darunter auch mehrere wegen Mordes an Israelis verurteilte Täter. Hamas fordert darüber hinaus die Freilassung politischer Symbolfiguren wie Marwan Barghouti.

Ein hochrangiger israelischer Sicherheitsbeamter sagte gegenüber N12, die derzeitige Lage sei „so nah an einer Einigung wie noch nie“. Wenn die Gespräche in den kommenden Tagen keinen Durchbruch bringen, könnten die USA ein „take it or leave it“-Angebot auf den Tisch legen.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 08 Oktober 2025

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