Witkoff in Gaza – die USA bereiten die Tage nach dem Krieg vorWitkoff in Gaza – die USA bereiten die Tage nach dem Krieg vor
Erstmals seit dem Ende des Gaza-Kriegs betreten hochrangige US-Vertreter das Gebiet. Steve Witkoff, Sondergesandter von Präsident Donald Trump, und Admiral Brad Cooper von CENTCOM planen die Einrichtung eines zivil-militärischen Koordinationszentrums. Ihr Ziel: Stabilität ohne amerikanische Bodentruppen.

By U.S. Embassy Jerusalem - https://www.flickr.com/photos/46886434@N04/54518336831/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=165723334
Es war ein Besuch, den es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.
Am Samstag, zwei Tage vor der geplanten Freilassung der letzten israelischen Geiseln, trafen Steve Witkoff, der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, und Admiral Brad Cooper, Kommandeur des US-Zentralkommandos (CENTCOM), in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen ein. Begleitet wurden sie vom israelischen Generalstabschef Eyal Zamir.
Es ist der erste amerikanische Besuch in dem Gebiet seit dem Ende der Kämpfe – und ein deutliches Zeichen für die neue amerikanische Strategie im Nahen Osten.
Laut israelischen Regierungsquellen dient der Besuch der Vorbereitung eines zivil-militärischen Koordinationszentrums, das unter amerikanischer Leitung entstehen soll. Dieses Zentrum soll die Stabilisierung Gazas nach Kriegsende unterstützen, den humanitären Wiederaufbau koordinieren und Sicherheitsmechanismen überwachen, die verhindern sollen, dass die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen erneut aufrüstet.
Admiral Cooper erklärte nach dem Besuch:
„Ich bin soeben aus Gaza zurückgekehrt, um zu berichten, wie wir unter Führung des US-Zentralkommandos an der Einrichtung eines zivil-militärischen Koordinationszentrums arbeiten. Dieses Zentrum wird Aktivitäten unterstützen, die Stabilität nach dem Ende der Kämpfe sichern sollen. Amerikas Söhne und Töchter in Uniform folgen dem Ruf, Frieden in den Nahen Osten zu bringen – gemäß den Anweisungen von Präsident Trump. Dieses historische Vorhaben wird ohne amerikanische Bodentruppen in Gaza erreicht.“
Der „Tag danach“ – Trumps Plan nimmt Form an
Das neue Koordinationszentrum, das nach Informationen von N12 rund 200 amerikanische Soldaten umfassen soll, wird nicht innerhalb des Gazastreifens, sondern auf israelischem Territorium stationiert. Dort sollen die US-Kräfte eng mit israelischen, ägyptischen und katarischen Offizieren zusammenarbeiten.
Zusätzlich sind Vertreter aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt. Ihre gemeinsame Aufgabe: die Einhaltung der Waffenruhe, die Abwicklung humanitärer Lieferungen und langfristig die Überwachung der Entmilitarisierung Gazas.
Israelische Sicherheitskreise betonen, dass dies kein Schritt zur Internationalisierung des Konflikts, sondern ein Mechanismus zur Sicherung der Nachkriegsordnung sei – unter israelischer Verantwortung, aber mit amerikanischer Koordination.
Symbolischer Neustart
Steve Witkoff, der in den vergangenen Tagen mehrfach in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen und Tel Aviv gesichtet wurde, gilt als Trumps engster ziviler Mittler zwischen Washington und Jerusalem. Er nahm persönlich an der israelischen Kabinettssitzung teil, in der die Vereinbarung zur Waffenruhe und zur Freilassung der Geiseln verabschiedet wurde.
Am Abend besuchte Witkoff die Geiselmahnwache auf dem Hostage Square in Tel Aviv – ein symbolischer Akt, der deutlich machte, dass für die Vereinigten Staaten das humanitäre und das sicherheitspolitische Ziel untrennbar miteinander verbunden sind.
Israelische Regierungsvertreter erklärten gegenüber N12, dass in den kommenden Wochen weitere Arbeitsgruppen entstehen sollen, die sich mit der Entwaffnung verbliebener Hamas-Einheiten, der Wiederherstellung der zivilen Verwaltung und dem Schutz internationaler Hilfstransporte befassen.
Ein hochrangiger israelischer Diplomat sagte:
„Die Amerikaner verstehen, dass Stabilität hier nicht von außen importiert werden kann. Sie kann nur entstehen, wenn IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen weiterhin die Sicherheitsverantwortung trägt – mit internationaler logistischer Unterstützung, nicht mit Einmischung.“
Ein historischer Schritt ohne Flaggen
In Gaza selbst wurden keine amerikanischen Flaggen gezeigt, keine Reden gehalten, keine Kameras zugelassen. Der Besuch blieb diskret – aber seine Bedeutung ist tiefgreifend.
Er markiert den Übergang von einem militärischen zu einem politischen Prozess, der Israels SicherheitStaatsräson: Bedeutung und Israels SicherheitStaatsräson meint ein grundlegendes Staatsinteresse, das als besonders wichtig für Bestand, Sicherheit oder Verantwortung eines Staates gilt. In Deutschland wird der Begriff häufig mit der Sicherheit Israels verbunden.Mehr lesen bewahren und zugleich eine neue Ordnung im südlichen Mittelmeerraum schaffen soll.
Trump hat wiederholt betont, dass der „Tag danach“ nicht von den Vereinten Nationen oder einer palästinensischen Autonomiebehörde gestaltet werde, sondern durch „realistische Partnerschaften“ zwischen Israel, den USA und moderaten arabischen Staaten.
Witkoffs Besuch in Gaza ist der erste praktische Schritt auf diesem Weg.
Autor: Redaktion
Sonntag, 12 Oktober 2025