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Ein Tag der Rückkehr – erste Geiseln zu Hause, weitere auf dem Weg nach Israel

Ein Tag der Rückkehr – erste Geiseln zu Hause, weitere auf dem Weg nach Israel


Nach über zwei Jahren in Gefangenschaft kehren israelische Geiseln heim. Sieben von ihnen haben ihre Familien bereits wieder gesehen, die zweite Gruppe befindet sich derzeit auf dem Weg nach Israel – später sollen auch die Leichname getöteter Geiseln übergeben werden.

Ein Tag der Rückkehr – erste Geiseln zu Hause, weitere auf dem Weg nach Israel

Die ersten sieben Geiseln, die aus der Gewalt der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen befreit wurden, haben ihre Familien wiedergetroffen. In der Aufnahmebasis Re’im, nahe der Grenze zum GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen, kam es zu den ersten Begegnungen zwischen Rückkehrern und Angehörigen – Szenen von Erleichterung, Tränen und wortloser Nähe.

Die israelische Armee bestätigte am Vormittag, dass die zweite Gruppe von Geiseln inzwischen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben wurde. Die Fahrzeuge des IKRK haben Khan Yunis im Süden des Gazastreifens verlassen und sind auf dem Weg nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen. Auch sie sollen noch im Laufe der nächsten Stunden ihre Familien sehen.

In Israel herrscht gespannte Stille. Entlang der Straßen in der Grenzregion stehen Menschen mit Fahnen und Blumen in den Händen, während in Tel Aviv Tausende auf dem „Platz der Geiseln“ ausharren. Die großen Bildschirme zeigen Livebilder aus dem Süden, wo jeder Konvoi, jedes Fahrzeug des Roten Kreuzes verfolgt wird, als hinge davon das Schicksal eines ganzen Landes ab.

Nach Angaben des Militärs werden alle Befreiten zunächst medizinisch untersucht und psychologisch betreut, bevor sie gemeinsam mit Angehörigen in Krankenhäuser in Zentralsrael gebracht werden. Sicherheitskreise betonen, dass die Freilassung der Geiseln Teil einer koordinierten, zweistufigen Übergabe sei, die den ganzen Tag über andauern werde.

Gleichzeitig bleibt die Tragödie der noch vermissten Geiseln im Bewusstsein. Wie der saudische Nachrichtensender Al-Hadath berichtet, sollen am Nachmittag die Leichname mehrerer in Gefangenschaft getöteter Geiseln an das Rote Kreuz übergeben werden. Laut israelischen Angaben gelten derzeit mindestens 26 Entführte als tot. Die Hamas hat erklärt, dass sie Schwierigkeiten habe, alle Leichname ausfindig zu machen – ein Umstand, der die Komplexität und das Ausmaß der Verbrechen noch einmal verdeutlicht.

Während die Rückkehrer Israel erreichen, überwiegt heute dennoch ein Gefühl, das in den letzten Jahren selten geworden ist: Hoffnung. Ein Land, das zwischen Angst, Zorn und Trauer lebte, erlebt nun Momente des Lichts. Sieben Menschen sind frei, weitere sind unterwegs – und ganz Israel wartet, mit angehaltenem Atem, auf die Heimkehr der Nächsten.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Montag, 13 Oktober 2025

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