Vier Geiseln tot zurückgeführt – Hamas bricht Vereinbarung: Israelische Regierung spricht von „eklatanter Vertragsverletzung“Vier Geiseln tot zurückgeführt – Hamas bricht Vereinbarung: Israelische Regierung spricht von „eklatanter Vertragsverletzung“
Der Rote Halbmond übergibt die Särge von Guy Illouz, Yossi Sharabi, Bipin Joshi und Hauptmann Daniel Perez an die IDF. Verteidigungsminister Katz kündigt Konsequenzen an – Angehörige fordern Aussetzung des Abkommens, bis alle Toten heimgeholt sind.

Ein Konvoi des Internationalen Roten Kreuzes hat sich am Montagnachmittag in Bewegung gesetzt, um im Süden des Gazastreifens die Leichname von vier israelischen Geiseln zu übernehmen, die von der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen übergeben werden. Nach Angaben der israelischen Armee handelt es sich um Guy Illouz, Yossi Sharabi, Bipin Joshi und den IDF-Offizier Hauptmann Daniel Perez.
Die Särge sollen zunächst an israelische Truppen in der Nähe des Übergabepunktes übergeben werden, wo ein Militärgeistlicher eine kurze Gedenkzeremonie abhalten wird. Anschließend werden die Särge durch Sprengstoffexperten überprüft – eine Routinevorkehrung nach früheren Anschlägen unter dem Deckmantel humanitärer Übergaben.
Die sterblichen Überreste ziviler Geiseln werden anschließend zur Identifizierung in das forensische Institut Abu Kabir gebracht, während die gefallenen Soldaten im Armeelager Schura beigesetzt und militärisch geehrt werden. Laut IDF kann die Identifizierung bis zu zwei Tage dauern.
„Hamas verletzt seine Zusagen“
Die islamistische Terrororganisation hatte am Nachmittag angekündigt, lediglich vier Leichen freizugeben – weit weniger als vereinbart. Israels Verteidigungsminister IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen Katz sprach daraufhin von einem klaren Bruch des Waffenstillstandsabkommens. Auf der Plattform X (vormals Twitter) erklärte er:
„Unsere oberste Pflicht ist, alle gefallenen Geiseln nach Hause zu bringen. Die heutige Mitteilung der Hamas stellt einen Bruch der Vereinbarung dar. Jede Verzögerung oder bewusste Verweigerung wird als eklatante Vertragsverletzung betrachtet – und entsprechend beantwortet werden.“
Die israelische Armee bestätigte, dass sie „auf die Übergabe weiterer Särge vorbereitet“ sei, da die Terrororganisation offenbar versucht, die Freigabe zu staffeln.
Familien fordern Aussetzung des Abkommens
Auch das Forum der Geiselfamilien reagierte empört. In einer Erklärung forderte es die Regierung auf, das Abkommen „sofort auszusetzen, bis alle gefallenen Geiseln zurückgeführt sind“. Wörtlich hieß es:
„Ein Abkommen muss von beiden Seiten eingehalten werden. Wenn Hamas ihren Teil nicht erfüllt, darf Israel den eigenen Teil ebenfalls nicht umsetzen. Wir fordern die Rückgabe aller 28 Gefallenen und der noch vermissten Geisel – wir werden auf keinen einzigen verzichten.“
Die Angehörigen verlangen von der Regierung und den internationalen Vermittlern – insbesondere Katar, Ägypten und den USA – „eine sehr entschiedene Reaktion“.
Symbolische Rückkehr – und offenes Misstrauen
Während die israelische Öffentlichkeit noch immer die Freilassung der letzten lebenden Geiseln feiert, erinnert die Übergabe der Toten an die schmerzliche Realität: Nicht alle kehren lebend heim.
Hamas nutzt die Leichname als politisches Druckmittel, um Verhandlungsspielräume zu erzwingen – ein Vorgehen, das in Israel als moralischer Tiefpunkt gilt.
In JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen betonte ein hochrangiger Offizier des Generalstabs, man werde die Rückführung aller Gefallenen „mit derselben Entschlossenheit verfolgen, wie die Befreiung der Lebenden“. Der Offizier sagte, Israel werde „keine Geduld mehr für taktische Spielchen“ zeigen.
Während in Tel Aviv Kerzen brennen und Angehörige schweigend an den Namenstafeln der Geiseln stehen, bleibt die politische Botschaft klar: Die israelische Gesellschaft betrachtet das Rückholen ihrer Toten als nationales Gebot – und jedes gebrochene Versprechen der Hamas als Angriff auf die Würde des ganzen Landes.
Autor: Redaktion
Montag, 13 Oktober 2025