Nach massiven Angriffen: Israel stellt die Waffenruhe wieder her

Nach massiven Angriffen: Israel stellt die Waffenruhe wieder her


Nach einer Nacht intensiver Angriffe im Gazastreifen kündigte Israel am Mittwochmorgen die Wiederaufnahme der Waffenruhe an. Die Angriffe folgten auf erneute Verstöße der Hamas, die seit Tagen gezielt israelische Soldaten beschießt und internationale Vereinbarungen unterläuft.

Nach massiven Angriffen: Israel stellt die Waffenruhe wieder her

Die israelische Armee hat in der Nacht auf Mittwoch Dutzende Ziele der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen angegriffen.
Wie das Militär mitteilte, wurden mehr als 30 Terroristen gezielt ausgeschaltet, darunter mehrere Kommandeure. Getroffen wurden zudem Abschussrampen, Beobachtungsposten, Tunnel und Einrichtungen zur Waffenproduktion.

Der Angriff war die Reaktion auf wiederholte Verstöße der Hamas gegen die geltende Waffenruhe, insbesondere auf die Attacke am Dienstag, bei der der israelische ReservistReservisten: Israels Bürger in UniformReservisten sind frühere Soldaten, die nach ihrem aktiven Dienst weiter für Einsätze, Übungen oder Kriegsfälle bereitstehen. In Israel heißen sie im Alltag oft Miluim und sind für die Verteidigungsfähigkeit des Landes besonders wichtig.Mehr lesen Efi (Yona Efraim) Feldbaum, Vater von fünf Kindern, getötet wurde.

Am Vormittag erklärte die israelische Armee, dass „gemäß der Anweisung der politischen Führung“ die Durchsetzung der Waffenruhe wieder beginne – nachdem die militärischen Ziele erreicht wurden.

Die Waffenruhe – eine israelische Verpflichtung, keine beiderseitige Realität

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen hatte sich nach amerikanischer Vermittlung bereit erklärt, die Waffenruhe trotz wiederholter Verletzungen weiter aufrechtzuerhalten.
In JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen war dies eine bewusste politische Entscheidung, um internationale Partner – vor allem die USA – nicht vor den Kopf zu stoßen.

Tatsächlich war es nicht der erste Bruch:
Bereits am Montag hatte Hamas im Raum Rafah israelische Baufahrzeuge beschossen.
Israel reagierte damals nicht, um die Lage nicht eskalieren zu lassen.
Doch am Dienstag setzte Hamas nach – mit Panzerabwehrraketen und Scharfschützenfeuer auf israelische Soldaten, die sich auf israelischem Gebiet befanden.

Diese Angriffe stellten eine klare Verletzung der Vereinbarung dar und führten zu den nun beendeten israelischen Gegenmaßnahmen.

Präzise Reaktion statt Eskalation

Nach Angaben des Militärs zielten die Luftschläge in der Nacht vor allem auf operative und logistische Zentren der Hamas, nicht auf zivile Gebiete.
Die israelische Luftwaffe handelte auf Basis präziser Geheimdienstinformationen des Shin Bet.

Ein Sprecher der Armee betonte am Morgen:

„Israel wird jedes Abkommen einhalten, solange es eingehalten wird – aber auf jeden Bruch entschlossen reagieren.“

Damit unterstreicht Israel seine Linie: keine Ausweitung, aber klare Grenzen.
Das Land reagiert nicht aus Emotion, sondern aus Verantwortung gegenüber seinen Soldaten und seiner Bevölkerung.

Hamas instrumentalisiert Waffenruhe und Medien

Während Israel seine Angriffe beendet hat, nutzt Hamas die Pause, um international Stimmung zu machen.
Am Dienstag veröffentlichte die Organisation erneut inszenierte Aufnahmen, in denen angeblich die sterblichen Überreste eines israelischen Geiselopfers geborgen wurden.
Später stellte sich heraus, dass es sich um bereits übergebene Überreste handelte – ein klarer Versuch, die Öffentlichkeit zu täuschen und Druck auf Israel auszuüben.

Auch die angeblichen „Suchaktionen“ nach vermissten Geiseln dienen laut israelischen Geheimdienstinformationen dem Wiederaufbau zerstörter Tunnel und der Neuorganisation der Hamas-Milizen im Süden des Gazastreifens.

Druck aus den USA – und israelische Standhaftigkeit

Nach übereinstimmenden Berichten israelischer Medien hat Washington in der Nacht massiven diplomatischen Druck auf Jerusalem ausgeübt, die Operation zu beenden.
Präsident Donald Trump, der das Waffenstillstandsabkommen vermittelt hatte, forderte eine „Rückkehr zur Vereinbarung“, warnte aber zugleich, dass jede weitere Hamas-Provokation Folgen haben werde.

Israel folgte dem Appell – ohne seine Souveränität aufzugeben.
Premierminister Benjamin Netanjahu betonte am Vormittag, dass Israel sich „an Vereinbarungen hält, solange sie Bestand haben“, und fügte hinzu:

„Jede weitere Verletzung wird mit aller Härte beantwortet.“

Zwischen Ruhe und Realität

Offiziell ist die Waffenruhe seit 10 Uhr wieder in Kraft.
Doch in Israel glaubt kaum jemand, dass sie hält.
Zu oft hat die Hamas Vereinbarungen gebrochen, um taktische Vorteile zu gewinnen.

Für die israelische Bevölkerung im Süden bleibt die Lage angespannt, auch wenn derzeit keine Raketen gemeldet werden.
In den Militärkreisen ist man sich einig: Israel wird jede weitere Verletzung nicht unbeantwortet lassen.

Fazit

Die israelischen Angriffe der Nacht waren eine gezielte, begrenzte und völkerrechtlich legitime Reaktion auf wiederholte Verstöße einer Terrororganisation, die jedes Abkommen als Mittel der Täuschung nutzt.

Israel hat gezeigt, dass es seine Verpflichtungen erfüllt – aber auch, dass es sich nicht erpressen lässt.
Die Waffenruhe mag politisch notwendig sein, doch sie bleibt brüchig, solange eine Seite sie nur als taktische Pause betrachtet.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 29 Oktober 2025

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