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Gebrochene Knochen, gebrochene Stimmen – so sieht Hamas-Herrschaft in Gaza aus

Gebrochene Knochen, gebrochene Stimmen – so sieht Hamas-Herrschaft in Gaza aus


Das Foto zeigt keinen Kriegsschaden und keinen israelischen Luftangriff. Es zeigt einen Mann aus Gaza nach Misshandlungen durch Hamas. Verbände an Armen und Beinen, der Blick leer. Hinter diesem Bild steht ein System aus Angst, Rache und Folter, das sich gegen die eigene Bevölkerung richtet.

Gebrochene Knochen, gebrochene Stimmen – so sieht Hamas-Herrschaft in Gaza aus

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl, Arme und Beine in dicken Verbänden, der Körper sichtlich gezeichnet. Sein Name ist Hamza al-Masry. Er ist kein Kämpfer, kein Politiker, kein Symbolfigur des Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Er ist ein Zivilist aus Gaza, der zum Opfer eines inneren Terrors geworden ist, über den international kaum gesprochen wird.

Nach übereinstimmenden Berichten aus Gaza wurde al-Masry von Hamas-Einheiten schwer misshandelt. Die Verletzungen, die auf dem Foto sichtbar sind, stammen nicht von Kampfhandlungen, sondern aus einem Haft- und Folterkontext. Zeugenaussagen zufolge wurde er in einem improvisierten Gefängnis festgehalten, das Hamas unter dem Vorwand der „Ordnungssicherung“ betreibt. In Wahrheit handelt es sich um ein Instrument der Einschüchterung.

Der Fall steht nicht für sich. Er reiht sich ein in eine Serie von Berichten über systematische Gewalt der Hamas gegen die eigene Bevölkerung. Familien, Clans, einzelne Männer geraten ins Visier, wenn sie als illoyal gelten, Kritik äußern oder schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Besonders nach militärischen Rückschlägen richtet sich die Wut der Organisation nach innen. Wer keinen Schutz hat, zahlt den Preis.

In Chan Junis und anderen Teilen des Gazastreifens hat Hamas Orte eingerichtet, die faktisch als Gefängnisse dienen. Ehemalige Unterkünfte für Vertriebene, leerstehende Gebäude, sogar Teile von Krankenhäusern werden genutzt, um Menschen festzuhalten, zu verhören und zu misshandeln. Die Methoden sind brutal. Berichte sprechen von Schlägen, Knochenbrüchen, dem Ziehen von Fingernägeln und gezielter psychischer Demütigung. Ziel ist nicht Information, sondern Unterwerfung.

Hamza al-Masry wurde nach seiner Freilassung fotografiert. Die Verbände an Armen und Beinen deuten auf schwere Verletzungen hin. Menschen aus seinem Umfeld berichten, dass er kaum sprechen könne und unter starken Schmerzen leide. Das Bild verbreitete sich in sozialen Netzwerken im Gazastreifen und im Exil. Für viele ist es ein seltenes Zeugnis dessen, was sonst im Verborgenen geschieht.

Hamas rechtfertigt solche Maßnahmen als notwendig im Kampf gegen angebliche Kollaborateure oder „Unruhestifter“. Beweise werden nicht vorgelegt, rechtsstaatliche Verfahren existieren nicht. Verdacht genügt. Oft reicht schon ein falsches Wort, ein familiärer Konflikt oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Großfamilie. Die Angst wirkt. Viele schweigen, selbst wenn sie Zeugen von Unrecht werden.

Aus israelischer Sicht bestätigt dieses Bild eine Realität, die seit Jahren benannt wird. Hamas ist nicht nur eine Terrororganisation, die Israel angreift. Sie ist ein repressives Regime, das die eigene Gesellschaft mit Gewalt kontrolliert. Während international häufig ausschließlich über Israels militärisches Vorgehen gesprochen wird, bleibt diese innere Dimension des Leids weitgehend unbeachtet.

Das Foto von Hamza al-Masry stellt unbequeme Fragen. Wer spricht für die Menschen in Gaza, die nicht Hamas sind. Wer schützt sie vor der Organisation, die vorgibt, in ihrem Namen zu handeln. Und warum wird ihr Leid so oft relativiert oder ignoriert, sobald es nicht in ein bekanntes Narrativ passt.

Dieses Bild ist keine Propaganda. Es ist ein Dokument. Es zeigt, was passiert, wenn Macht ohne Kontrolle ausgeübt wird. Es zeigt, dass der Gazastreifen nicht nur ein Schauplatz des Konflikts mit Israel ist, sondern auch ein Ort innerer Unterdrückung. Wer über Gaza spricht, darf darüber nicht schweigen.

Hamza al-Masry sitzt auf diesem Stuhl, bandagiert, gezeichnet, sichtbar gebrochen. Sein Bild steht für viele andere, deren Gesichter nie veröffentlicht werden. Für sie ist Hamas nicht Widerstand, sondern Angst. Nicht Schutz, sondern Gewalt. Nicht Hoffnung, sondern ein System, das seine eigene Bevölkerung zerstört.


Autor: Redaktion
Bild Quelle:


Dienstag, 16 Dezember 2025

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