Washington droht Teheran offen: „Spielt keine Spiele mit Trump“Washington droht Teheran offen: „Spielt keine Spiele mit Trump“
Mit einer ungewöhnlich scharfen Botschaft auf Persisch richtet sich Washington direkt an das iranische Regime. Während die Proteste im Land anwachsen und Todeszahlen steigen, macht die US Regierung klar, dass Präsident Trump bereit ist, zu handeln und nicht nur zu warnen.
Die Vereinigten Staaten haben ihre Warnungen an das iranische Regime auf eine neue, demonstrativ öffentliche Ebene gehoben. Über den offiziellen persischsprachigen Kanal des US Außenministeriums wurde am Wochenende eine Botschaft verbreitet, die keinen diplomatischen Spielraum lässt. Neben einem Foto von Donald Trump und Außenminister Marco Rubio stand in roter Schrift auf Persisch der Satz: Spielt keine Spiele mit Präsident Trump.
Es ist eine gezielte Ansprache, nicht an die internationale Gemeinschaft, sondern direkt an Teheran und zugleich an die iranische Öffentlichkeit. Ergänzt wurde die Botschaft durch einen weiteren Satz, der in seiner Klarheit ungewöhnlich ist: Trump sei ein Mann der Tat. Wer das bisher nicht verstanden habe, wisse es nun.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Im Iran dauern die landesweiten Proteste inzwischen seit mehr als einer Woche an. In Dutzenden Städten gehen Menschen auf die Straße, getragen von wirtschaftlicher Verzweiflung, politischer Erschöpfung und der offenen Wut auf das System der Islamischen Republik. Menschenrechtsorganisationen berichten von mindestens 19 getöteten Demonstranten, hunderten Festnahmen und einem massiven Einsatz von Sicherheitskräften. Beobachter gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen.
In Washington wird nicht verschwiegen, dass die jüngste US Aktion in Venezuela Teil der Abschreckungslogik ist. Die spektakuläre Festnahme von Nicolás Maduro durch amerikanische Spezialkräfte wirkt im Hintergrund dieser Botschaft wie eine Drohkulisse. In US Regierungskreisen wird offen darüber gesprochen, dass dieses Vorgehen auch in Teheran genau registriert worden sei.
Trump selbst formulierte es auf dem Rückflug nach Washington ungewöhnlich direkt. Sollte das iranische Regime erneut Demonstranten töten, würden die Vereinigten Staaten hart reagieren. Für die Protestierenden im Iran ist diese Aussage mehr als Rhetorik. Oppositionsnahe Medien berichten, dass die US Botschaft in sozialen Netzwerken die Stimmung beeinflusst habe. Viele Demonstranten interpretieren sie als seltene, klare Rückendeckung von außen.
Parallel mehren sich Berichte über Nervosität an der Spitze des Regimes. Britische Medien berichten von Notfallplänen, wonach Ali Khamenei im Ernstfall eine Flucht nach Russland vorbereiten lasse, gemeinsam mit engen Vertrauten und seinem Sohn. Offiziell dementiert Teheran solche Meldungen, doch allein ihre Verbreitung zeigt, wie fragil die Lage wahrgenommen wird.
Die persischsprachige Warnung aus Washington markiert einen Bruch mit klassischer Diplomatie. Sie verzichtet bewusst auf juristische Formulierungen oder multilaterale Appelle und setzt stattdessen auf persönliche Autorität und Abschreckung. Die Botschaft richtet sich nicht nur an Funktionäre, sondern auch an die Sicherheitskräfte im Iran. Der Subtext ist klar: Wer schießt, könnte selbst ins Visier geraten.
Ob diese Strategie die Gewalt eindämmt oder das Regime weiter verhärtet, ist offen. Fest steht jedoch, dass die USA ihre Rolle neu definieren. Weg vom stillen Beobachter, hin zu einem Akteur, der öffentlich Druck ausübt und Handlungsbereitschaft signalisiert.
Für Teheran ist das ein riskantes Szenario. In einem Moment innerer Schwäche, wachsender Proteste und wirtschaftlicher Krise steht das Regime unter internationalem Scheinwerferlicht wie lange nicht mehr. Washington hat deutlich gemacht, dass es dieses Zeitfenster sehr genau beobachtet.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: SCREENSHOT/X/@USABEHFARSI
Montag, 05 Januar 2026