US-Navy verstärkt Präsenz im Nahen Osten – Flugzeugträger unterwegs, sechs Kriegsschiffe bereits im EinsatzUS-Navy verstärkt Präsenz im Nahen Osten – Flugzeugträger unterwegs, sechs Kriegsschiffe bereits im Einsatz
Während Washington offiziell Zurückhaltung signalisiert, baut das US-Militär seine militärische Präsenz im Nahen Osten weiter aus. Zusätzliche Kriegsschiffe sind eingetroffen, ein Flugzeugträger befindet sich laut US-Medien auf dem Weg. Die Dislozierung zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird – trotz widersprüchlicher politischer Botschaften.
Trotz Berichten, wonach US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung signalisiert habe, derzeit keinen Angriff zu planen, verdichtet das amerikanische Militär seine Kräfte im Verantwortungsbereich des United States Central Command. Nach Angaben aus US-Medien und sicherheitspolitischen Kreisen befinden sich inzwischen mindestens sechs amerikanische Kriegsschiffe sowie mindestens ein Angriffs-U-Boot im Nahen Osten. Zusätzlich ist eine weitere Kampfeinheit in den vergangenen Tagen in die Region eingelaufen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Berichten des US-Senders NewsNation, wonach sich der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit seiner gesamten Kampfgruppe auf dem Weg aus dem südchinesischen Meer in Richtung Naher Osten befindet. Offiziell bestätigt wurde diese Verlegung bislang nicht. Sollte sie sich bewahrheiten, wäre dies die erste permanente Präsenz eines US-Flugzeugträgers in der Region seit mehreren Monaten.
Marinekräfte als strategisches Rückgrat
Nach Informationen aus amerikanischen Verteidigungskreisen verfügt die US-Navy derzeit über sechs Kriegsschiffe im Nahen Osten, darunter Zerstörer mit Raketenabwehrsystemen sowie Unterstützungseinheiten. Mindestens ein Angriffs-U-Boot operiert ebenfalls im Einsatzgebiet. Parallel dazu hält die US-Marine zwölf weitere Kriegsschiffe im Karibikraum bereit, ein Hinweis auf die globale Belastung der amerikanischen Seestreitkräfte.
Während des zwölftägigen Krieges im Sommer 2025 spielte die Marine eine zentrale Rolle. Damals operierten mehrere US-Kriegsschiffe im Arabischen Meer, im östlichen Mittelmeer und im Roten Meer. Auch ohne Flugzeugträger ist das US-Militär grundsätzlich in der Lage, umfangreiche Luft- und Präzisionsschläge durchzuführen, da Langstreckenbomber direkt von den Vereinigten Staaten aus eingesetzt werden können.
Stützpunkte und Luftmacht im Golf
Neben den Seestreitkräften bleibt die amerikanische Präsenz an Land erheblich. Der wichtigste US-Stützpunkt im Nahen Osten ist die Al Udeid Air Base in Katar, auf der rund 10.000 amerikanische Soldaten stationiert sind. In den vergangenen Tagen wurde dort Teile des Personals vorsorglich reduziert, nachdem Teheran erneut mit Angriffen auf US-Basen in der Region gedroht hatte. Während des letzten Krieges wurde Al-Udeid bereits Ziel iranischer Angriffe.
Darüber hinaus unterhalten die Vereinigten Staaten Kampfflugzeuge und Bodentruppen in den Vereinigte Arabische Emirate, in Saudi-Arabien, im Irak und in Jordanien. Nach Berichten internationaler Nachrichtenagenturen hat Riad gegenüber Teheran klargestellt, dass Saudi-Arabien seinen Luftraum nicht für amerikanische Angriffe auf Iran zur Verfügung stellen würde.
Abschreckung trotz politischer Unklarheit
Die aktuelle Dislozierung zeigt ein bekanntes Muster amerikanischer Krisenpolitik: Während auf diplomatischer Ebene Signale der Deeskalation gesendet werden, schafft das Militär Fakten, um handlungsfähig zu bleiben. Ein Flugzeugträger mit seiner Begleitflotte würde nicht nur die Schlagkraft der USA erheblich erhöhen, sondern auch die Verteidigung amerikanischer Soldaten und Verbündeter verbessern. Insbesondere die Aegis-Raketenabwehrsysteme der Begleitschiffe gelten als zentraler Schutz gegen ballistische Bedrohungen.
Auch ohne unmittelbare Angriffsabsicht bleibt die militärische Botschaft eindeutig. Die Vereinigten Staaten halten sich alle Optionen offen - und sorgen dafür, dass diese Optionen im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden können.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Clint Davis - This image was released by the United States Navy with the ID 190130-N-PW716-1312 (next).This tag does not indicate the copyright status of the attached work. A normal copyright tag is still required. See Commons:Licensing.العربية ∙ বাংলা ∙Bahaso Jambi ∙Deutsch ∙ Deutsch (Sie-Form) ∙ English ∙ español ∙ euskara ∙ فارسی ∙ français ∙ italiano ∙ 日本語 ∙ 한국어 ∙ македонски ∙ മലയാളം ∙ Plattdüütsch ∙ Nederlands ∙ polski ∙ پښتو ∙ português ∙ русский ∙ slovenščina ∙ svenska ∙ Türkçe ∙ українська ∙ 简体中文 ∙ 繁體中文 ∙ +/−, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76348440
Donnerstag, 15 Januar 2026