Israel reagiert militärisch auf Hamas Bruch der WaffenruheIsrael reagiert militärisch auf Hamas Bruch der Waffenruhe
In der Nacht greift die israelische Armee erneut Ziele im Gazastreifen an. Auslöser ist eine klare Verletzung der Waffenruhe durch die Hamas. Während palästinensische Stellen von Toten sprechen, macht Israel deutlich, dass die Verantwortung allein bei der Terrororganisation liegt.
In den frühen Morgenstunden hat die israelische Armee erneut militärische Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die Operation folgte auf schwerwiegende Verstöße der Waffenruhe durch die Hamas, die sich in den vergangenen Tagen erneut bewaffnet, unterirdische Infrastruktur genutzt und Angriffe vorbereitet hatte.
Nach palästinensischen Angaben sollen bei den Angriffen mindestens 22 Menschen getötet worden sein. Die Zahlen stammen ausschließlich aus lokalen Quellen, die unter Kontrolle der Hamas stehen. Eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor. Die israelischen Streitkräfte äußerten sich zunächst nicht zu konkreten Opferzahlen, bestätigten jedoch, dass es sich um gezielte Reaktionen auf feindliche Aktivitäten handelte.
Die Angriffe erstreckten sich über mehrere Gebiete im Gazastreifen. Betroffen waren unter anderem der Norden, der Raum Chan Junis sowie der Küstenstreifen im Bereich Muwasi. In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen von Explosionen, Feuer und Rauchwolken. Zivilisten waren zu sehen, die versuchten, die betroffenen Zonen zu verlassen.
Nach israelischen Sicherheitskreisen richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen der Hamas, darunter eine von der Terrororganisation genutzte Polizeistation im Stadtteil Scheich Radwan in Gaza Stadt. Diese Einrichtungen dienen nach Einschätzung Israels nicht der öffentlichen Ordnung, sondern der Aufrechterhaltung der militärischen Kontrolle der Hamas über die Bevölkerung.
Auslöser der militärischen Reaktion war ein Vorfall in Rafah. Dort wurden in dieser Woche bewaffnete Hamas Terroristen beobachtet, die aus einem unterirdischen Tunnelsystem auftauchten und sich in Richtung israelischer Kräfte bewegten. Der Vorfall wurde als unmittelbare Bedrohung gewertet und als klarer Bruch der bestehenden Vereinbarungen eingestuft.
Nach israelischer Darstellung nutzt die Hamas die Phase der Waffenruhe systematisch, um sich neu zu organisieren. Sicherheitsdienste berichten von der erneuten Verlegung von Sprengsätzen entlang sensibler Zonen, vom Wiederaufbau zerstörter Tunnelabschnitte und von erheblichen Investitionen in Waffen und Logistik. Ziel sei es, die Rückkehr israelischer Einheiten zu verhindern und die eigene militärische Präsenz zu festigen.
Bereits zuvor war ein hochrangiger Hamas Kommandeur aus dem Tunnelsystem von Rafah festgenommen worden. Der Mann galt als zentraler Verantwortlicher für verbliebene bewaffnete Einheiten in dem Gebiet. Seiner Festnahme gingen mehrere Feuergefechte voraus, bei denen nach Angaben der Armee mindestens sieben Terroristen getötet wurden.
In Jerusalem wird betont, dass Israel kein Interesse an einer Ausweitung der Kämpfe habe. Gleichzeitig lasse man nicht zu, dass eine Waffenruhe zu einem Schutzschild für Terrorstrukturen werde. Jede Vereinbarung verliere ihre Bedeutung, wenn eine Seite sie gezielt missbrauche.
Besondere Brisanz erhält die Lage vor dem Hintergrund der geplanten Öffnung des Grenzübergangs Rafah. Dieser soll in den kommenden Tagen im Rahmen der Vereinbarungen wieder in Betrieb gehen, allerdings ausschließlich für Personenverkehr, unter strengen Sicherheitsauflagen und mit internationaler Überwachung. In Israel gilt die Sorge, dass die Hamas genau diese Phase nutzen will, um Stärke zu demonstrieren und ihre Kontrolle sichtbar zu machen.
Die politische Botschaft Jerusalems ist klar. Humanitäre Schritte sind möglich, solange Sicherheit gewährleistet bleibt. Doch jede militärische Provokation der Hamas führt unweigerlich zu einer Antwort. Israel sieht sich dabei nicht als Eskalationsfaktor, sondern als Staat, der seine Bevölkerung schützt und rote Linien durchsetzt.
Während internationale Stimmen erneut zur Zurückhaltung aufrufen, verweisen israelische Entscheidungsträger darauf, dass eine Waffenruhe kein einseitiges Versprechen ist. Wer sie bricht, trägt die Verantwortung für die Konsequenzen.
Autor: Redaktion
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Samstag, 31 Januar 2026