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Trump verhängt neue Sanktionen gegen Irans Ölnetzwerk und trifft Herzstück der Machtfinanzierung

Trump verhängt neue Sanktionen gegen Irans Ölnetzwerk und trifft Herzstück der Machtfinanzierung


Mehr als 30 Personen, Firmen und Schiffe werden von den USA sanktioniert. Washington greift damit gezielt die illegalen Ölexporte an, mit denen Iran seine Waffenprogramme und Terrornetzwerke finanziert.

Trump verhängt neue Sanktionen gegen Irans Ölnetzwerk und trifft Herzstück der Machtfinanzierung

Die Vereinigten Staaten haben am 25. Februar 2026 eine der weitreichendsten Sanktionsrunden der vergangenen Monate gegen das iranische Regime verhängt und dabei gezielt jene Strukturen ins Visier genommen, die den wirtschaftlichen Lebensnerv der Islamischen Republik bilden. Das amerikanische Finanzministerium setzte mehr als 30 Personen, Unternehmen und Schiffe auf die Sanktionsliste, denen vorgeworfen wird, eine Schlüsselrolle beim illegalen Export von iranischem Öl sowie bei der Beschaffung von Material für das Raketenprogramm und moderne Waffensysteme zu spielen. Nach Angaben eines hochrangigen amerikanischen Regierungsvertreters ist dieser Schritt Teil der umfassenden Strategie von Präsident Donald Trump, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran massiv zu erhöhen und dem Regime die finanziellen Grundlagen seiner militärischen und regionalen Aktivitäten zu entziehen.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht der sogenannte Schattenflottenapparat des Iran, ein Netzwerk aus Tankern und Tarnfirmen, das geschaffen wurde, um internationale Sanktionen zu umgehen und weiterhin Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Diese Schiffe operieren häufig unter falscher Flagge, schalten ihre Ortungssysteme ab oder verschleiern ihre Herkunft, um ihre Fracht vor allem nach China und andere asiatische Märkte zu liefern. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle der iranischen Führung und bildet die finanzielle Basis für mehrere zentrale Machtinstrumente des Regimes. Dazu gehören die Finanzierung der Revolutionsgarde, die Entwicklung ballistischer Raketen, der Ausbau von Drohnenprogrammen sowie die Unterstützung verbündeter Milizen und Terrororganisationen im Nahen Osten.

Neben dem Ölnetzwerk nahmen die amerikanischen Sanktionen auch Beschaffungsstrukturen ins Visier, die der Revolutionsgarde und dem iranischen Verteidigungsministerium helfen, empfindliche Materialien und Technologien zu erwerben. Diese Komponenten werden benötigt, um die militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen, die während des zwölf Tage dauernden Krieges im Juni 2025 schwer beschädigt wurden, als Israel und die Vereinigten Staaten gemeinsam iranische Militärziele angriffen. Nach Einschätzung amerikanischer Stellen arbeitet Teheran seitdem intensiv daran, seine Produktionskapazitäten für Raketen und moderne Waffen wiederherzustellen und gleichzeitig seine Drohnentechnologie weiter auszubauen, die bereits an andere Staaten und militärische Akteure exportiert wurde.

Die neuen Sanktionen stehen im direkten Zusammenhang mit einer strategischen Entscheidung, die Präsident Trump und Premierminister Benjamin Netanyahu Anfang Februar bei ihrem Treffen in Washington getroffen hatten. Beide Regierungen einigten sich darauf, parallel zu diplomatischen Gesprächen und militärischen Vorbereitungen den wirtschaftlichen Druck auf Iran konsequent zu verschärfen. Ziel ist es, die Führung in Teheran zu zwingen, ihre militärischen Ambitionen einzuschränken und ihre regionalen Aktivitäten zu reduzieren. Besonders im Fokus steht dabei der Ölhandel mit China, der trotz bestehender Sanktionen weiterhin einen erheblichen Teil der iranischen Staatseinnahmen sichert.

Für Israel ist diese Entwicklung von zentraler Bedeutung, weil sie die Fähigkeit des Iran betrifft, seine militärische Bedrohung aufrechtzuerhalten. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region gelten in Jerusalem als unmittelbare Gefahr für die Sicherheit des Landes. Jede Maßnahme, die die Finanzierung dieser Programme einschränkt, wird daher als strategischer Fortschritt betrachtet. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung Washingtons, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, neben diplomatischen Gesprächen weiterhin wirtschaftliche und politische Druckmittel einzusetzen, um ihre Ziele gegenüber Teheran durchzusetzen.

Die Sanktionen sind nicht nur eine wirtschaftliche Maßnahme, sondern ein politisches Signal. Sie zeigen, dass die amerikanische Regierung die wirtschaftliche Isolation des Iran als entscheidendes Instrument betrachtet, um Einfluss auf die strategischen Entscheidungen des Regimes zu nehmen. Ob diese Strategie Teheran zu grundlegenden Zugeständnissen bewegen wird, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass der wirtschaftliche Druck auf die iranische Führung weiter wächst und damit auch die Unsicherheit über die Zukunft des Regimes zunimmt.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/55115803988/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=184999861
Mittwoch, 25 Februar 2026

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