Hisbollah trifft Wohnhaus in Nordisrael, Familie entgeht nur knapp einer KatastropheHisbollah trifft Wohnhaus in Nordisrael, Familie entgeht nur knapp einer Katastrophe
Eine Rakete aus dem Libanon schlägt in ein Wohnhaus im Norden Israels ein. Vier Menschen werden verletzt, zwei müssen ins Krankenhaus während parallel Sirenen in Jerusalem Fehlalarm auslösen und Iran erneut Raketen abfeuert.
Am frühen Dienstagmorgen ist im Norden Israels eine Rakete der Terrororganisation Hisbollah in ein Wohnhaus eingeschlagen. Das Gebäude wurde erheblich beschädigt. Vier Mitglieder einer Familie befanden sich zum Zeitpunkt des Einschlags im Haus. Schwere körperliche Verletzungen blieben aus, doch zwei Bewohner mussten medizinisch versorgt und in das Ziv Medical Center in Tzfat gebracht werden.
Nach Angaben der Rettungsdienste erlitt ein 64 Jahre alter Mann Verletzungen durch Glassplitter. Eine 24 Jahre alte Frau wurde mit schweren posttraumatischen Symptomen eingeliefert. Zwei weitere Familienangehörige wurden vor Ort behandelt und benötigten keine weiterführende Versorgung. Der materielle Schaden am Gebäude ist erheblich, die psychischen Folgen sind noch nicht absehbar.
Der Angriff erfolgte nach mehreren Raketenabschüssen aus dem Libanon. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte bestätigten den Einschlag. Parallel dazu wurde in Jerusalem und Umgebung Alarm ausgelöst, nachdem ein möglicher feindlicher Lufteinbruch vermutet worden war. Nach Untersuchung stellte sich der Alarm als Fehlmeldung heraus. Die Bevölkerung wurde dennoch angewiesen, sich weiterhin in der Nähe geschützter Räume aufzuhalten und den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen.
In der Nacht zuvor waren landesweit Sirenen zu hören gewesen, nachdem Iran erneut eine Salve ballistischer Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Anfangs gab es Berichte, wonach die Hisbollah zeitgleich Raketen auf Nordisrael geschossen habe. Diese Darstellung wurde von der Armeesprecher-Einheit zurückgewiesen. Nach offiziellen Angaben landeten die meisten Geschosse in offenen Gebieten oder wurden abgefangen. Es wurden keine weiteren Verletzten gemeldet.
Zusätzlich meldete die Armee das Eindringen zweier feindlicher Drohnen aus dem Libanon in den Luftraum über der nördlichen Frontlinie und Obergaliläa. Beide unbemannten Fluggeräte wurden abgefangen. Eine detaillierte offizielle Bewertung der Lage wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Die Ereignisse fügen sich in ein zunehmend regionales Bild ein. Berichten zufolge koordinierte Iran seine jüngsten Angriffe auf Israel mit Attacken gegen weitere Ziele im Nahen Osten. Explosionen wurden unter anderem aus Zypern gemeldet. Auch in mehreren Golfstaaten kam es zu Zwischenfällen mit Drohnen und Raketen. Die US-Botschaft in Riad erklärte, zwei Drohnen hätten ihr Hauptgebäude getroffen und einen kleineren Brand ausgelöst. Verletzte gab es dort nicht.
Vor diesem Hintergrund veröffentlichten die Vereinigten Staaten eine Sicherheitswarnung für amerikanische Staatsbürger in zahlreichen Ländern der Region. Die Liste umfasst unter anderem Israel, Libanon, Jordanien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Ägypten, Irak, Iran, Syrien und Jemen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle:
Dienstag, 03 März 2026