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Iranische Drohnen und Raketen treffen mehrere Golfstaaten: 32 Verletzte in Bahrain, Energieanlagen beschädigt

Iranische Drohnen und Raketen treffen mehrere Golfstaaten: 32 Verletzte in Bahrain, Energieanlagen beschädigt


Während der Krieg mit dem iranischen Regime weitergeht, geraten mehrere Staaten der Golfregion erneut unter Beschuss. Drohnen, Raketen und herabfallende Trümmerteile treffen Wohngebiete und Energieanlagen von den Emiraten bis Katar.

Iranische Drohnen und Raketen treffen mehrere Golfstaaten: 32 Verletzte in Bahrain, Energieanlagen beschädigt

Die Angriffe des iranischen Regimes auf Staaten der Golfregion gehen unvermindert weiter. In mehreren Ländern wurden erneut Drohnen und Raketen abgefeuert oder abgefangen. Besonders schwer traf es Bahrain, wo bei einem Drohnenangriff auf ein Wohngebiet mindestens 32 Zivilisten verletzt wurden. Gleichzeitig meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate Schäden an einer Treibstoffanlage, nachdem Trümmerteile eines abgefangenen iranischen Geschosses auf das Gelände gefallen waren.

Im Emirat Fudschaira trafen herabfallende Teile eines abgefangenen iranischen Flugkörpers eine Anlage zur Treibstoffversorgung. Nach Angaben der Behörden gab es dabei keine Verletzten. Die Regierung erklärte zunächst nicht, ob es sich bei dem abgefangenen Objekt um eine Rakete oder eine Drohne handelte.

Bereits zwei Tage zuvor hatte es in derselben Region einen ähnlichen Vorfall gegeben. In der Industriezone für Ölverarbeitung brach ein Feuer aus, nachdem die Luftabwehr eine iranische Drohne abgeschossen hatte. Trümmerteile der Drohne lösten den Brand aus.

Auch über Abu Dhabi wurde ein Angriff abgewehrt. Dort wurden zwei Menschen verletzt, nachdem Trümmerteile eines abgefangenen Geschosses auf zwei verschiedene Orte der Stadt stürzten.

Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage in Bahrain. In der Stadt Sitra traf eine iranische Drohne mehrere Wohnhäuser. Das Innenministerium des Landes sprach von einem offensichtlichen Akt iranischer Aggression. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, und Rettungskräfte mussten zahlreiche Bewohner medizinisch versorgen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 32 Menschen verletzt. Vier von ihnen befinden sich in ernstem Zustand. Die übrigen Opfer erlitten leichtere Verletzungen.

Zusätzlich kursierten in sozialen Netzwerken Videos, die einen Brand auf dem Gelände der staatlichen Ölgesellschaft Bahrain Petroleum Company zeigen sollen. Offizielle Stellen bestätigten bislang lediglich, dass kurz vor dem Ausbruch des Feuers Sirenen ausgelöst worden waren. Ob der Brand direkt durch einen Drohnenangriff verursacht wurde, wird noch untersucht.

Auch im Irak wurden neue Angriffe registriert. Am internationalen Flughafen von Bagdad wurden Luftabwehrsysteme aktiviert, nachdem Raketen und Drohnen auf eine Anlage nahe einer amerikanischen diplomatischen Einrichtung abgefeuert worden waren.

Das Verteidigungssystem des Flughafens konnte die Geschosse nach Angaben von Sicherheitsquellen erfolgreich abfangen. Die Anlage, die Ziel des Angriffs war, wird von amerikanischen Diplomaten genutzt.

Auch die nordirakische Stadt Erbil wurde Ziel eines Drohnenangriffs. Videos aus der Region zeigen, wie Luftabwehrsysteme versuchen, ein anfliegendes Fluggerät zu zerstören.

In Kuwait meldete die Nationalgarde ebenfalls einen erfolgreichen Abfangvorgang. Eine iranische Drohne wurde von den Verteidigungssystemen des Landes zerstört. Kurz darauf brach in einem Elektrizitätswerk ein Feuer aus. Ob dieses Feuer durch Trümmerteile eines abgefangenen Flugkörpers ausgelöst wurde oder einen anderen Ursprung hatte, wird derzeit untersucht.

Nach Angaben des kuwaitischen Ministeriums für Elektrizität und Wasser gab es bei dem Brand keine Opfer.

Auch Saudi Arabien meldete einen Angriff. Das Verteidigungsministerium erklärte, eine iranische Drohne habe das Ölfeld Shaybah nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten angeflogen. Die Luftabwehr konnte das Fluggerät zerstören, bevor es sein Ziel erreichte.

Die saudische Regierung verurteilte die Angriffe scharf. Das Außenministerium erklärte, solche Angriffe könnten unter keinen Umständen akzeptiert oder gerechtfertigt werden. Weitere iranische Attacken würden die Spannungen weiter verschärfen und könnten langfristige Auswirkungen auf die Beziehungen in der Region haben.

Die zunehmenden Angriffe haben auch diplomatische Konsequenzen. Das amerikanische Außenministerium ordnete an, dass nicht unbedingt benötigte Diplomaten und Familienangehörige amerikanischer Regierungsmitarbeiter Saudi Arabien verlassen sollen.

Bereits zu Beginn der militärischen Auseinandersetzung hatte Washington begonnen, Personal aus mehreren Staaten der Golfregion abzuziehen. Auch die amerikanische Botschaft in Riad war zuvor Ziel eines Drohnenangriffs gewesen, bei dem ein Brand entstand und Teile des Gebäudes beschädigt wurden.

Auch Katar wurde Ziel eines Angriffs. Das Verteidigungsministerium des Landes erklärte, eine iranische Rakete abgefangen zu haben. Weitere Details über das mögliche Ziel wurden nicht veröffentlicht.

Die militärische Lage wirkt sich inzwischen auch auf den internationalen Flugverkehr aus. Der Flughafen der omanischen Hauptstadt Maskat hat zusätzliche Einschränkungen für Privatflugzeuge eingeführt. Betreiber privater Jets wurden aufgefordert, vorerst keine zusätzlichen Flüge nach Maskat zu planen.

Die Flughafenverwaltung erklärte, dass derzeit nur reguläre Linienflüge zugelassen werden. Diese Maßnahme soll verhindern, dass der Flughafen während der Krise überlastet wird.

Zusätzliche Flüge werden nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Dazu zählen beispielsweise Evakuierungsflüge von Botschaften, die zuvor über diplomatische Kanäle genehmigt werden müssen. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass auf solchen Flügen keine kommerziellen Tickets verkauft werden dürfen.

Die jüngsten Angriffe zeigen, wie stark die militärische Konfrontation zwischen dem iranischen Regime und seinen Gegnern die gesamte Region belastet. Mehrere Staaten der Golfregion sehen sich weiterhin mit Drohnen- und Raketenangriffen konfrontiert, während ihre Luftabwehrsysteme versuchen, die Geschosse noch vor dem Einschlag zu zerstören.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild: By Jpbowen - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=84361540
Montag, 09 März 2026

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