Geheimer Hamas-Brief an Irans neuen Führer: Terrorgruppe fordert Ausweitung des Krieges und lehnt Entwaffnung abGeheimer Hamas-Brief an Irans neuen Führer: Terrorgruppe fordert Ausweitung des Krieges und lehnt Entwaffnung ab
Während Hamas öffentlich Zurückhaltung gegenüber den Golfstaaten fordert, zeigt ein geheimes Schreiben ein anderes Bild. Darin stellt sich die Terrororganisation demonstrativ hinter Teheran und ruft zu einer Ausweitung des Krieges gegen Israel auf.
Ein geheimer Brief der Hamas an den neuen iranischen Machthaber Mojtba Khamenei gibt Einblick in die strategische Haltung der Terrororganisation im aktuellen Krieg. In dem Schreiben fordert Hamas Iran auf, „alle Fronten zu aktivieren“ und erklärt gleichzeitig, dass sie sich unter keinen Umständen entwaffnen lassen werde.
Der Inhalt des Briefes wurde laut israelischen Medienberichten durch KAN News bekannt. Er zeichnet ein deutlich aggressiveres Bild als eine öffentliche Erklärung der Hamas, die nur Stunden zuvor verbreitet worden war.
In dieser offiziellen Stellungnahme hatte die Terrororganisation Iran zwar das Recht zugesprochen, auf die militärischen Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten zu reagieren. Gleichzeitig rief Hamas jedoch dazu auf, keine Angriffe gegen benachbarte Golfstaaten zu richten.
Der geheime Brief zeigt dagegen eine wesentlich konfrontativere Linie.
Darin stellt sich Hamas ausdrücklich hinter die Führung Irans. Die Organisation erklärte, sie stehe „mit ihrem gesamten Gewicht“ hinter Khamenei und dessen Führung im Kampf gegen das, was sie als „zionistisch-amerikanische Anarchie“ bezeichnet.
Noch deutlicher wird die Botschaft beim Thema Entwaffnung. Hamas macht in dem Schreiben unmissverständlich klar, dass sie ihre Waffen nicht abgeben werde.
Die Terrororganisation sieht sich weiterhin als Teil der sogenannten „Widerstandsachse“, zu der neben Iran auch die Hisbollah im Libanon sowie militante Gruppen im Irak und im Jemen gehören.
In dem Brief wird diese Allianz ausdrücklich beschworen. Hamas kündigt darin an, gemeinsam mit diesen Kräften weitere militärische Erfolge anzustreben.
Spott über arabische Staaten
Auffällig ist auch der Ton gegenüber mehreren arabischen Staaten der Region. Hamas bezeichnet Länder, die ihre Beziehungen zu Israel normalisiert haben, als Teil eines „verlierenden Lagers“.
In dem Schreiben wird diesen Staaten vorgeworfen, nicht einmal in der Lage gewesen zu sein, jene zu schützen, die sich auf ihren Militärbasen aufhielten. Beobachter sehen darin eine indirekte Anspielung auf die Angriffe iranischer Raketen auf amerikanische Einrichtungen in der Region.
Diese Formulierung gilt als bemerkenswert, weil Hamas in ihrer öffentlichen Erklärung noch betont hatte, Iran solle keine Nachbarstaaten ins Visier nehmen.
Der Gegensatz zwischen der öffentlichen Stellungnahme und dem geheimen Schreiben deutet darauf hin, dass Hamas versucht, nach außen diplomatischer aufzutreten, intern jedoch weiterhin eine harte militärische Linie verfolgt.
Reaktion aus Jerusalem
Das israelische Außenministerium reagierte scharf auf die Veröffentlichung des Briefes. In einer Stellungnahme erklärte das Ministerium, das Dokument sei ein klarer Beweis für die enge Zusammenarbeit zwischen Hamas und dem iranischen Regime.
Aus israelischer Sicht bestätigt der Inhalt des Briefes, dass Hamas nicht nur militärisch von Iran unterstützt wird, sondern sich auch politisch und strategisch eng an Teheran bindet.
Die Terrororganisation selbst hat sich zu der Veröffentlichung bislang nicht öffentlich geäußert.
Der Brief unterstreicht jedoch die zentrale Rolle Irans für die militanten Gruppen der Region. Während Israel und die Vereinigten Staaten versuchen, Irans militärische Fähigkeiten im aktuellen Krieg massiv zu schwächen, signalisiert Hamas gleichzeitig, dass sie ihre bewaffnete Strategie fortsetzen will.
Für Israel bedeutet das, dass selbst ein militärer Rückschlag für Iran nicht automatisch das Ende der Bedrohung durch die mit Teheran verbündeten Terrororganisationen bedeuten würde.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild
Montag, 16 März 2026