Israel zerstört Tunnelnetz nahe Grenze, Hamas verliert Waffen und HandlungsraumIsrael zerstört Tunnelnetz nahe Grenze, Hamas verliert Waffen und Handlungsraum
Die israelische Armee meldet deutliche Fortschritte im Kampf gegen die unterirdische Infrastruktur der Hamas. Gleichzeitig zeigt sich, wie verzweifelt die Terrororganisation versucht, sich neu zu bewaffnen.
Die Lage im Gazastreifen verändert sich spürbar. Nach Angaben aus dem israelischen Militär wurden in den vergangenen Wochen große Teile des unterirdischen Tunnelnetzes im Grenzbereich zerstört. Allein in den letzten Tagen sollen rund sechs Kilometer an unterirdischen Verbindungen beseitigt worden sein.
Diese Entwicklung ist nicht nur ein taktischer Erfolg, sondern ein strategischer Einschnitt. Die Tunnel waren über Jahre hinweg das Rückgrat der Hamas. Sie dienten als Transportwege, als Verstecke, als Ausgangspunkte für Angriffe. Mit jedem zerstörten Abschnitt verliert die Organisation an Bewegungsfreiheit und operativer Tiefe.
Hamas unter Druck und dennoch aktiv
In den israelischen Sicherheitskreisen wächst die Einschätzung, dass die Hamas zunehmend unter Munitionsmangel leidet. Lager wurden gezielt angegriffen, Nachschubwege unterbrochen. In den vergangenen Wochen wurden zudem zahlreiche Kämpfer getötet, darunter auch Personen mit zentralen Funktionen in der Versorgung.
Doch der Druck führt nicht zum Stillstand. Im Gegenteil. Die Hamas passt sich an. Sie versucht, neue Wege zu finden, um Waffen in den Gazastreifen zu bringen. Besonders auffällig ist die zunehmende Nutzung von Drohnen, die über die Grenze aus Ägypten eingesetzt werden.
Diese Versuche werden nach israelischen Angaben regelmäßig abgefangen. Dennoch zeigt allein ihre Häufigkeit, wie groß der Bedarf ist. Gleichzeitig setzt die Organisation verstärkt auf improvisierte Waffenproduktion innerhalb des Gazastreifens.
Das verändert die Dynamik. Die Hamas verliert an Qualität, versucht aber, dies durch Quantität und Improvisation auszugleichen.
Kampf unter der Oberfläche
Die Zerstörung der Tunnel ist ein langwieriger und gefährlicher Prozess. Spezialisierte Einheiten arbeiten unter extremen Bedingungen, oft tief unter der Erde. Jeder Meter bedeutet Risiko. Sprengfallen, versteckte Zugänge und instabile Strukturen machen jeden Einsatz zu einer Herausforderung.
Für Israel ist dieser Kampf entscheidend. Solange die Tunnel existieren, bleibt die Hamas in der Lage, überraschend zuzuschlagen. Sie kann Kämpfer verlegen, sich verstecken und Angriffe vorbereiten, ohne sichtbar zu sein.
Dass nun ein Großteil dieser Infrastruktur im Grenzbereich zerstört ist, verändert die operative Lage erheblich. Die Hamas verliert nicht nur Wege, sondern auch Schutzräume.
Mehr Kontrolle über Hilfslieferungen
Parallel zur militärischen Operation hat Israel auch die Kontrolle über humanitäre Lieferungen verschärft. In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Hinweise gegeben, dass Hilfsgüter missbraucht wurden, um Material für die Hamas zu schleusen.
Nach Angaben aus dem Militär wurden die Kontrollen deutlich verstärkt. Transportwege wurden eingeschränkt, Überprüfungen intensiviert. Ziel ist es, die Versorgung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen, ohne gleichzeitig die militärische Stärke der Hamas zu fördern.
Diese Balance bleibt schwierig. Doch aus israelischer Sicht ist klar, dass jede Lücke ausgenutzt wird.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Donnerstag, 19 März 2026