Pentagon plant Bodeneinsätze im Iran mit tausenden Soldaten während Krieg mehrere Regionen erfasstPentagon plant Bodeneinsätze im Iran mit tausenden Soldaten während Krieg mehrere Regionen erfasst
Bis zu mehrere tausend US-Soldaten könnten eingesetzt werden, Einsätze über Wochen oder Monate geplant. Gleichzeitig greift Iran Israel, Golfstaaten und US-Ziele in der Region an.
Der Krieg zwischen Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran weitet sich weiter aus und erfasst zunehmend mehrere Regionen gleichzeitig. Während Israel und die USA militärischen Druck auf den Iran erhöhen, bereitet das Pentagon nach einem Bericht der Washington Post erstmals konkrete Optionen für Bodeneinsätze vor.
Diese Pläne sehen ausdrücklich keine vollständige Invasion vor, sondern begrenzte militärische Operationen. Dennoch wäre der Umfang erheblich. Es geht um den möglichen Einsatz von tausenden Soldaten, darunter Spezialeinheiten und reguläre Infanterie.
Die Einsätze könnten sich über Wochen oder sogar mehrere Monate erstrecken. Ein amerikanischer Beamter spricht von Operationen, die „Wochen, nicht Monate“ dauern könnten, während eine andere Einschätzung von „einigen Monaten“ ausgeht. Eine endgültige Entscheidung liegt jedoch nicht vor. Präsident Donald Trump hat die Pläne bisher nicht genehmigt.
Im Zentrum der Überlegungen stehen gezielte Angriffe auf strategische Punkte im Iran, insbesondere im Küstenbereich nahe der Straße von Hormus. Dort könnten US-Truppen iranisch kontrollierte Inseln einnehmen und für einen längeren Zeitraum halten.
Ein solcher Schritt würde die Risiken deutlich erhöhen. Bereits jetzt sind 13 amerikanische Soldaten im Krieg gefallen, mehr als 300 wurden verletzt. Eine Bodenoperation würde diese Zahlen voraussichtlich steigen lassen, da stationierte Truppen dauerhaft Angriffen ausgesetzt wären.
Parallel zur militärischen Planung verschärft Iran seine Drohungen und Angriffe. Die Revolutionsgarden kündigen an, amerikanische Universitäten im Nahen Osten anzugreifen. Sie setzen eine Frist bis zum 30. März, 12 Uhr Teheraner Zeit. Sollte die US-Regierung die Angriffe auf iranische Universitäten nicht verurteilen, könnten Einrichtungen amerikanischer Hochschulen Ziel werden.
Betroffen wären unter anderem Standorte wie Texas A and M in Katar oder die New York University in Abu Dhabi. Gleichzeitig ruft Iran dazu auf, sich mindestens einen Kilometer von diesen Einrichtungen fernzuhalten.
Die militärischen Aktionen des Iran beschränken sich nicht auf Drohungen. In Bahrain wird ein Angriff auf die Aluminiumindustrie gemeldet. Zwei Arbeiter werden verletzt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten trifft ein Angriff eine Anlage von Emirates Global Aluminium in Abu Dhabi. Dort werden sechs Mitarbeiter verletzt, die Schäden an der Anlage werden als erheblich beschrieben.
Zusätzlich melden die Emirate mehrere Brände in Industriegebieten nach Raketen- und Drohnenangriffen. Insgesamt werden mindestens sechs weitere Personen verletzt, darunter fünf indische Staatsbürger sowie ein pakistanischer Arbeiter.
Auch Israel bleibt Ziel iranischer Angriffe. In der Nacht werden zwei ballistische Raketen auf den Süden des Landes abgefeuert. Sirenen lösen aus, Verletzte werden in diesem Fall nicht gemeldet.
Erstmals seit Oktober 2025 greifen zudem die Huthi aus dem Jemen wieder direkt ein. Sie feuern Raketen und eine Drohne auf Israel und erweitern damit den Kreis der beteiligten Akteure.
Auch im Irak und in Syrien kommt es zu Angriffen. In Erbil werden über Stunden Drohnen abgefangen, die offenbar US-Ziele treffen sollten, darunter das amerikanische Konsulat und nahegelegene Militärbasen.
Die Residenz des kurdischen Präsidenten wird ebenfalls angegriffen und beschädigt, es gibt jedoch keine Toten. In Syrien werden Drohnen abgewehrt, die auf die strategisch wichtige Militärbasis Al-Tanf zielten.
Die Zahlen verdeutlichen die Dimension dieses Krieges. Mehrere Länder sind gleichzeitig betroffen, unterschiedliche Fronten aktiv. Angriffe richten sich gegen militärische Ziele, Infrastruktur und wirtschaftliche Anlagen.
Seit Beginn des Krieges am 28. Februar sind in Israel mindestens 16 Zivilisten und ausländische Staatsbürger durch iranische Raketenangriffe getötet worden.
Für die USA stellt sich nun die Frage, ob sie den nächsten Schritt gehen und Bodentruppen einsetzen. Die Planungen zeigen, dass diese Option nicht mehr theoretisch ist.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By David B. Gleason from Chicago, IL - The Pentagon, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4891272
Sonntag, 29 März 2026