Israel deckt globales Terrornetz des Iran auf, führende IRGC-Kommandeure gezielt getötetIsrael deckt globales Terrornetz des Iran auf, führende IRGC-Kommandeure gezielt getötet
Ein koordinierter Schlag gegen iranische Strukturen zeigt das Ausmaß der Bedrohung. Die Operation reicht von Aserbaidschan bis in westliche Staaten und trifft die Führungsebene der Planer.
Israel hat gemeinsam mit seinen wichtigsten Sicherheitsbehörden ein weltweit operierendes Terrornetz des Iran offengelegt. In einer ungewöhnlichen gemeinsamen Erklärung bestätigten Mossad, Shin Bet und die israelischen Streitkräfte, dass iranische Strukturen gezielt Anschläge auf israelische Einrichtungen und Vertreter im Ausland vorbereitet hatten. Die Operation liefert einen seltenen Einblick in das Ausmaß und die Organisation dieser Aktivitäten.
Im Zentrum steht eine Spezialeinheit des iranischen Revolutionsgarden-Geheimdienstes. Diese Einheit, intern als Division 4000 bekannt, koordinierte nach israelischen Angaben internationale Terrorzellen. Ihre Aufgabe bestand darin, Agenten zu rekrutieren, auszubilden und weltweit einzusetzen. Ziel waren israelische Diplomaten, militärische Einrichtungen, Häfen sowie zivile Ziele mit jüdischem Bezug.
Besonders deutlich wurde die Bedrohung in Aserbaidschan. Dort verhinderten Sicherheitskräfte mehrere geplante Anschläge. Unter den Zielen befanden sich die israelische Botschaft in Baku, eine Synagoge und führende Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft. Gleichzeitig wurden Drohnen mit Sprengstoff in das Land geschmuggelt und Aufklärungsdaten über potenzielle Ziele gesammelt. Auch eine wichtige Energieverbindung durch die Region stand im Fokus der Planungen.
Die jetzige Offenlegung geht jedoch über die bloße Vereitelung einzelner Anschläge hinaus. Erstmals gelang es Israel, nicht nur die ausführenden Zellen vor Ort zu stoppen, sondern gleichzeitig die Führungsebene im Iran selbst auszuschalten. Mehrere zentrale Figuren der Einheit wurden während des jüngsten Krieges zwischen Israel und dem Iran gezielt getötet.
Zu ihnen zählt Rahman Moqadam, der als operativer Leiter der Einheit galt. Er war verantwortlich für die Steuerung internationaler Netzwerke und koordinierte Einsätze in verschiedenen Regionen. Auch sein Vorgesetzter, ein hochrangiger Geheimdienstoffizier der Revolutionsgarden, wurde eliminiert. Ebenso wurde Mohsen Suri getötet, der persönlich Kontakte zu Terrorzellen im Ausland pflegte und als Verbindungsmann zwischen Iran und den operativen Gruppen fungierte.
Ein weiterer zentraler Akteur, bekannt unter dem Namen „der Doktor“, war maßgeblich an der Ausweitung der Aktivitäten beteiligt. Sein Netzwerk reichte von Aserbaidschan bis in andere Teile des Nahen Ostens. Ermittlungen zeigten, dass über dieses Netzwerk Drohnen und andere Mittel über mehrere Länder hinweg transportiert wurden. Gleichzeitig wurden Informationen über amerikanische Militärstandorte gesammelt.
Die Operation zeigt eine neue Qualität im Vorgehen Israels. Während in der Vergangenheit oft lokale Terrorzellen in Zusammenarbeit mit Partnerstaaten gestoppt wurden, gelang diesmal ein gleichzeitiger Zugriff auf die strategische Führung. Das bedeutet, dass nicht nur einzelne Anschläge verhindert wurden, sondern ganze Strukturen geschwächt oder zerschlagen werden konnten.
Die Entscheidung, diese Informationen jetzt öffentlich zu machen, ist kein Zufall. Sie fällt in eine Phase, in der internationale Gespräche über den Iran geführt werden. Israel sendet damit eine klare Botschaft. Die Unterstützung und Steuerung von Terrornetzwerken durch Teheran ist kein Randaspekt, sondern zentraler Bestandteil seiner Politik und muss in jeder diplomatischen Auseinandersetzung berücksichtigt werden.
Die Dimension dieser Aktivitäten ist erheblich. Nach israelischen Angaben wurden seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 30 israelische Auslandsvertretungen Ziel iranisch unterstützter Planungen. Hinzu kommen Angriffe oder geplante Anschläge in verschiedenen Ländern, darunter auch Versuche, israelische Vertreter in den Vereinigten Arabischen Emiraten anzugreifen.
Aus israelischer Sicht bestätigt der Fall ein bekanntes Muster. Der Iran arbeitet nicht nur mit offenen Drohungen, sondern baut systematisch verdeckte Strukturen auf, die weltweit eingesetzt werden können. Diese Netzwerke operieren über Grenzen hinweg und nutzen lokale Akteure, um ihre Ziele umzusetzen.
Die jetzt offengelegte Operation zeigt, wie ernst diese Bedrohung ist und wie weit sie reicht. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Israel bereit ist, nicht nur auf Angriffe zu reagieren, sondern die Strukturen dahinter aktiv zu bekämpfen. Der Konflikt wird damit nicht nur regional geführt, sondern auf globaler Ebene.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert
Dienstag, 21 April 2026