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Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich

Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich


Israels Regierung erklärt, ein Angriff in Gaza habe Hamas-Kommandeur Izz ad-Din al-Haddad getroffen. Sicherheitsquellen sehen Hinweise auf eine erfolgreiche Tötung.

Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Die israelische Führung meldete am Freitagabend einen der möglicherweise bedeutendsten Einsätze seit Beginn des GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen-Krieges. Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen Katz zielte ein israelischer Angriff auf den HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Kommandeur Izz ad-Din al-Haddad. Sicherheitsquellen erklärten israelischen Medien zufolge, erste Hinweise deuteten darauf hin, dass der Angriff erfolgreich gewesen sein könnte. Eine offizielle Bestätigung der IDF lag zunächst nicht vor.

Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre al-Haddad der ranghöchste militärische Hamas-Funktionär, der seit Beginn des Krieges ausgeschaltet wurde. Er galt als letzter verbliebener führender Kommandeur innerhalb des Gazastreifens, der mit den Planungen oder Strukturen rund um das Massaker vom 7. Oktober7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen in Verbindung gebracht wird.

Nach israelischen Berichten erfolgte der Angriff nicht spontan. Die Position al-Haddads soll über Jahre durch militärische Aufklärung verfolgt worden sein. Die Entscheidung für einen möglichen Schlag sei bereits vor Tagen auf politischer Ebene genehmigt worden. Zusätzlich habe die israelische Luftwaffe vor dem Einsatz Maßnahmen durchgeführt, um ungewöhnliche Aktivitäten im Grenzgebiet zu verschleiern und die Hamas in Sicherheit zu wiegen.

Hamas-Kommandeur soll Geiseln bewacht haben

Al-Haddad wird von Israel nicht nur militärische Verantwortung innerhalb der Hamas zugeschrieben. Ehemalige israelische Geiseln erklärten öffentlich, er habe eine Rolle bei ihrer Gefangenschaft gespielt.

Mehrere frühere Entführungsopfer reagierten unmittelbar auf Berichte über den Angriff. Einige bezeichneten die mögliche Tötung als persönliche Abrechnung mit einem Mann, den sie für Entführungen, Misshandlungen und Gewalt verantwortlich machen.

Gerade diese Reaktionen zeigen, weshalb der Name al-Haddad in Israel weit über militärische Kreise hinaus bekannt ist. Für viele Familien von Opfern und Geiseln steht er symbolisch für die Hamas-Strukturen hinter dem 7.-Oktober-Angriff.

Israel sendet bewusst ein Signal

In ihrer Erklärung formulierten Netanjahu und Katz eine Botschaft, die sich nicht nur auf al-Haddad bezieht. Israel werde jeden verfolgen, der am Massaker beteiligt gewesen sei. Früher oder später werde man Verantwortliche erreichen.

Solche Aussagen gehören seit Beginn des Krieges zur israelischen Strategie: Führende Hamas-Mitglieder sollen dauerhaft unter Druck gesetzt werden, unabhängig davon, wo sie sich verstecken.

Israels Sicherheitskreise werfen der Hamas seit Jahren vor, Kommandeure bewusst in zivilen Gebieten zu platzieren oder sich in der Nähe von Geiseln aufzuhalten, um Angriffe zu erschweren. Die Hamas weist viele dieser Vorwürfe zurück.

Möglicher Wendepunkt – aber offene Fragen bleiben

Sollte der Tod al-Haddads bestätigt werden, würde dies die militärische Führung der Hamas weiter schwächen. Allerdings zeigte der bisherige Verlauf des Krieges, dass ausgeschaltete Kommandeure nicht automatisch zum Zusammenbruch der Organisation führen.

Die größere Frage lautet deshalb, ob der Verlust eines weiteren Spitzenfunktionärs die operative Stärke der Hamas dauerhaft verändert oder vor allem symbolische Wirkung besitzt.

Fest steht: Die israelische Armee bereitet sich nach dem Angriff nach eigenen Angaben verstärkt auf mögliche Reaktionen vor – an Land, zur See und in der Luft.




Autor: Redaktion
Samstag, 16 Mai 2026

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