Wir brauchen Ihre Hilfe: haOlam.de arbeitet ohne Verlag. Damit wir unsere Arbeit in gewohnter Qualität fortsetzen und laufende Aufgaben abschließen können, sind wir weiter auf Unterstützung angewiesen.
Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich

Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich


Israels Regierung erklärt, ein Angriff in Gaza habe Hamas-Kommandeur Izz ad-Din al-Haddad getroffen. Sicherheitsquellen sehen Hinweise auf eine erfolgreiche Tötung.

Israel trifft offenbar letzten Hamas-Militärchef des 7. Oktober, Hinweise auf Tötung verdichten sich
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Die israelische Führung meldete am Freitagabend einen der möglicherweise bedeutendsten Einsätze seit Beginn des Gaza-Krieges. Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz zielte ein israelischer Angriff auf den Hamas-Kommandeur Izz ad-Din al-Haddad. Sicherheitsquellen erklärten israelischen Medien zufolge, erste Hinweise deuteten darauf hin, dass der Angriff erfolgreich gewesen sein könnte. Eine offizielle Bestätigung der IDF lag zunächst nicht vor.

Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre al-Haddad der ranghöchste militärische Hamas-Funktionär, der seit Beginn des Krieges ausgeschaltet wurde. Er galt als letzter verbliebener führender Kommandeur innerhalb des Gazastreifens, der mit den Planungen oder Strukturen rund um das Massaker vom 7. Oktober in Verbindung gebracht wird.

Nach israelischen Berichten erfolgte der Angriff nicht spontan. Die Position al-Haddads soll über Jahre durch militärische Aufklärung verfolgt worden sein. Die Entscheidung für einen möglichen Schlag sei bereits vor Tagen auf politischer Ebene genehmigt worden. Zusätzlich habe die israelische Luftwaffe vor dem Einsatz Maßnahmen durchgeführt, um ungewöhnliche Aktivitäten im Grenzgebiet zu verschleiern und die Hamas in Sicherheit zu wiegen.

Hamas-Kommandeur soll Geiseln bewacht haben

Al-Haddad wird von Israel nicht nur militärische Verantwortung innerhalb der Hamas zugeschrieben. Ehemalige israelische Geiseln erklärten öffentlich, er habe eine Rolle bei ihrer Gefangenschaft gespielt.

Mehrere frühere Entführungsopfer reagierten unmittelbar auf Berichte über den Angriff. Einige bezeichneten die mögliche Tötung als persönliche Abrechnung mit einem Mann, den sie für Entführungen, Misshandlungen und Gewalt verantwortlich machen.

Gerade diese Reaktionen zeigen, weshalb der Name al-Haddad in Israel weit über militärische Kreise hinaus bekannt ist. Für viele Familien von Opfern und Geiseln steht er symbolisch für die Hamas-Strukturen hinter dem 7.-Oktober-Angriff.

Israel sendet bewusst ein Signal

In ihrer Erklärung formulierten Netanjahu und Katz eine Botschaft, die sich nicht nur auf al-Haddad bezieht. Israel werde jeden verfolgen, der am Massaker beteiligt gewesen sei. Früher oder später werde man Verantwortliche erreichen.

Solche Aussagen gehören seit Beginn des Krieges zur israelischen Strategie: Führende Hamas-Mitglieder sollen dauerhaft unter Druck gesetzt werden, unabhängig davon, wo sie sich verstecken.

Israels Sicherheitskreise werfen der Hamas seit Jahren vor, Kommandeure bewusst in zivilen Gebieten zu platzieren oder sich in der Nähe von Geiseln aufzuhalten, um Angriffe zu erschweren. Die Hamas weist viele dieser Vorwürfe zurück.

Möglicher Wendepunkt – aber offene Fragen bleiben

Sollte der Tod al-Haddads bestätigt werden, würde dies die militärische Führung der Hamas weiter schwächen. Allerdings zeigte der bisherige Verlauf des Krieges, dass ausgeschaltete Kommandeure nicht automatisch zum Zusammenbruch der Organisation führen.

Die größere Frage lautet deshalb, ob der Verlust eines weiteren Spitzenfunktionärs die operative Stärke der Hamas dauerhaft verändert oder vor allem symbolische Wirkung besitzt.

Fest steht: Die israelische Armee bereitet sich nach dem Angriff nach eigenen Angaben verstärkt auf mögliche Reaktionen vor – an Land, zur See und in der Luft.




Autor: Redaktion
Samstag, 16 Mai 2026

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage