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Netanyahu warnt Iran: Israel und USA sind bereit für neue Militärschläge

Netanyahu warnt Iran: Israel und USA sind bereit für neue Militärschläge


Netanyahu sieht das Regime in Teheran geschwächt, warnt aber vor falscher Sicherheit. Wenn Iran weiter auf Zeit spielt, könnten Israel und die USA militärisch zurückkehren.

Netanyahu warnt Iran: Israel und USA sind bereit für neue Militärschläge
Bildnachweis: Symbolbild

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat in einem Interview mit CNBC deutlich gemacht, dass IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und die Vereinigten Staaten zu neuen Militärschlägen gegen Iran bereit sind, falls Teheran seine Bedrohungspolitik fortsetzt. Netanyahu sprach von einem taktischen Spiel, das derzeit laufe, und verwies auf US-Präsident Donald Trump. Iran wisse sehr genau, was Trump gesagt habe: Wenn nötig, werde es eine vollständige Rückkehr zu militärischem Handeln geben. Die Entscheidung liege beim Präsidenten der Vereinigten Staaten, sagte Netanyahu sinngemäß, Israel sei bereit und auch die amerikanischen Streitkräfte seien bereit.

Die Aussage kommt in einer Phase, in der Iran nach schweren Schlägen militärisch, politisch und innenpolitisch unter Druck steht, zugleich aber weiterhin versucht, Zeit zu gewinnen. Genau dieses Muster kennt Israel seit Jahren. Teheran verhandelt, verschiebt, droht, lässt Zwischenräume offen und versucht, die Gegenseite in ein endloses Hin und Her zu ziehen. Währenddessen bleiben das Atomprogramm, Raketen, Drohnen und die bewaffneten Stellvertreter des Regimes zentrale Instrumente iranischer Machtpolitik.

Netanyahu machte zugleich deutlich, dass er mit Trump in engem Kontakt steht. Nach seinen Angaben sprechen beide etwa alle zwei Tage miteinander. Das zeigt, wie eng JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen und Washington ihre Linie gegenüber Teheran derzeit abstimmen. Für Israel ist diese Abstimmung entscheidend. Kein Land ist vom iranischen Machtapparat unmittelbarer bedroht als Israel. Das Regime in Teheran hat die Vernichtung des jüdischen Staates immer wieder propagandistisch beschworen und über Jahre Kräfte wie HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und andere Terrororganisationen genutzt, um Israel unter dauerhaften Druck zu setzen.

Irans Regime ist geschwächt, aber nicht verschwunden

Netanyahu sagte, die Islamische Republik sei enorm geschwächt. Zugleich vermied er die Behauptung, ein Regimewechsel stehe unmittelbar bevor. Er sprach vielmehr von großen Rissen innerhalb Irans. Solche Entwicklungen seien nicht exakt vorhersehbar, erklärte er. Er verwies auf historische Beispiele wie Rumänien oder den Fall der Berliner Mauer: Auch dort hätten viele den Moment des Zusammenbruchs nicht kommen sehen, obwohl die Risse unter der Oberfläche längst gewachsen seien.

Diese Einordnung ist wichtig. Netanyahu setzt nicht auf eine Illusion, dass das Regime morgen fallen müsse. Er beschreibt vielmehr eine Lage, in der Teheran äußerlich noch Macht zeigt, innerlich aber an Stabilität verliert. Die wirtschaftliche Not, die Repression, die Wut vieler Iraner, die internationale Isolation und die militärischen Niederlagen der iranischen Achse haben Spuren hinterlassen. Doch ein autoritäres Regime kann trotz schwerer innerer Schäden lange überleben, wenn es Gewalt, Angst und PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen erfolgreich einsetzt.

Netanyahu sagte, man müsse dem iranischen Volk helfen, dieses Regime zu stürzen. Zugleich räumte er ein, dass ein solcher Prozess nicht nach dem Zeitplan Israels oder der USA ablaufe. Das ist eine nüchterne Einschätzung. Israel kann Druck erzeugen, militärische Fähigkeiten zerstören, Geheimdienstoperationen führen und internationale Unterstützung suchen. Aber ob und wann die Menschen in Iran selbst die Macht des Regimes brechen, lässt sich nicht von außen festlegen.

Das macht die Lage so gefährlich. Ein geschwächtes Regime ist nicht automatisch ein friedlicheres Regime. Es kann im Gegenteil noch riskanter handeln, um Stärke zu demonstrieren. Es kann seine Stellvertreter aktivieren, Angriffe am Golf auslösen, Israel bedrohen oder den Westen mit neuen Verhandlungen beschäftigen. Für Israel ist deshalb klar: Hoffnung auf innere Risse ersetzt keine Abschreckung.

Israel darf sich nicht von Verhandlungen einlullen lassen

Netanyahus Warnung richtet sich nicht nur an Teheran, sondern auch an jene, die glauben, Iran lasse sich allein durch Gespräche bändigen. Die Erfahrung zeigt etwas anderes. Das Regime nutzt Verhandlungen oft, um Zeit zu gewinnen, Druck zu mindern und seine Position neu zu ordnen. Zugeständnisse werden verschoben, Zuständigkeiten unklar gemacht, Drohungen mit Gesprächsangeboten vermischt. Am Ende steht häufig kein echter Kurswechsel, sondern nur eine weitere Runde diplomatischer Ungewissheit.

Für Israel wäre das gefährlich. Wenn Iran geschwächt ist, aber nicht gestoppt wird, kann das Regime seine Programme, Netzwerke und Stellvertreter wieder aufbauen. Deshalb ist Netanyahus Botschaft eindeutig: Diplomatie darf nicht zur Pause für Irans Aufrüstung werden. Gespräche sind nur dann sinnvoll, wenn Teheran seine Bedrohung wirklich abbaut. Andernfalls müssen Israel und die USA bereit bleiben, militärisch zu handeln.

Das ist keine Freude am Krieg. Es ist die Konsequenz aus einer Realität, in der Iran seit Jahren nicht nur redet, sondern bewaffnet, finanziert, ausbildet und angreifen lässt. Wer Israel auffordert, auf die nächsten iranischen Schritte zu warten, verlangt von einem bedrohten Staat, die eigene Sicherheit an die taktischen Spiele seiner Feinde zu binden. Genau das wird Jerusalem nicht tun.

Netanyahu setzt damit einen klaren Rahmen: Iran ist angeschlagen, aber weiterhin gefährlich. Das Regime zeigt Risse, aber es ist noch handlungsfähig. Das iranische Volk verdient Unterstützung, aber Israel kann seine Sicherheit nicht auf einen ungewissen inneren Umbruch stützen. Solange Teheran seine nuklearen Ambitionen, Raketenprogramme und Terrornetzwerke nicht glaubwürdig aufgibt, bleibt die militärische Option auf dem Tisch.

Für Iran ist die Botschaft unmissverständlich. Wer weiter droht, täuscht und Zeit gewinnen will, muss damit rechnen, dass die nächste Phase nicht am Verhandlungstisch beginnt, sondern mit neuer militärischer Härte. Israel ist bereit. Die USA sind bereit. Und Netanyahu will Teheran wissen lassen, dass die Risse im Regime kein Schutzschild sind, sondern ein Zeichen dafür, dass der Druck wirkt.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 04 Juni 2026

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