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Netanyahu zieht rote Linie gegen Iran und Hisbollah

Netanyahu zieht rote Linie gegen Iran und Hisbollah


Israel will nicht zulassen, dass Iran und Hisbollah dem Land eine neue Sicherheitsordnung aufzwingen. Netanyahu macht klar: Der Norden Israels soll nicht länger Geisel einer iranischen Front im Libanon bleiben.

Netanyahu zieht rote Linie gegen Iran und Hisbollah
Bildnachweis: Symbolbild

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Montagabend deutlich gemacht, dass IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen seinen Feinden keine neue Sicherheitsordnung diktieren lässt. In einer vorab aufgezeichneten Erklärung sagte er, Israel habe das volle Recht, sich selbst zu verteidigen, und werde dieses Recht so oft nutzen, wie es nötig sei. Zugleich verwies Netanyahu auf seinen Kontakt mit US-Präsident Donald Trump und erklärte sinngemäß, man werde gemeinsam Sicherheit in den Norden Israels zurückbringen.

Die Botschaft richtet sich vor allem an Iran und die HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen. Teheran versucht seit Jahren, den Libanon als vorgeschobene Front gegen Israel zu nutzen. Die Hisbollah hält dort ein großes Raketen- und Drohnenarsenal bereit und hat den Norden Israels seit dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen immer wieder unter Druck gesetzt. Für die Bewohner im Norden bedeutet das nicht nur militärische Gefahr, sondern monatelange Unsicherheit, Evakuierungen, wirtschaftliche Schäden und ein Leben unter ständiger Alarmbereitschaft.

Verteidigungsminister Israel Katz verschärfte die israelische Linie. Er erklärte, Israel werde iranische Drohungen zurückweisen. Jeder Versuch Irans, seine Verbindung zum Libanon für Angriffe auf Israel zu nutzen, werde mit großer Härte beantwortet. Katz warnte zudem, jeder Angriff auf Nordisrael könne neue israelische Angriffe auf Dahiyeh zur Folge haben. Der südliche Beiruter Vorort gilt seit Jahren als Machtzentrum der Hisbollah.

Damit zeichnet sich eine klare israelische Strategie ab: Iran soll nicht länger die Möglichkeit haben, Israel direkt oder über die Hisbollah zu bedrohen und anschließend auf internationale Zurückhaltung zu hoffen. Genau dieses Muster hat Israel zu lange erlebt: Die Hisbollah greift an, Iran droht, westliche Vermittler mahnen zur Ruhe, aber die Gefahr für israelische Städte bleibt bestehen. Netanyahu macht nun deutlich, dass Israel diese Formel nicht mehr akzeptiert.

Brisant ist auch ein Bericht, wonach Finanzminister Bezalel Smotrich im Sicherheitskabinett vorgeschlagen haben soll, für jede iranische Rakete auf Israel 20 bis 30 Gebäude in Dahiyeh anzugreifen. Das ist nach bisheriger Berichterstattung ein Vorschlag, keine beschlossene Regierungslinie. Er zeigt jedoch, wie hart in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen inzwischen über Abschreckung gesprochen wird. Israel will Iran und der Hisbollah klarmachen, dass Angriffe auf Israel konkrete Kosten haben werden.

Gleichzeitig bleibt die Lage gefährlich. Dahiyeh ist ein bewohnter Stadtteil, in dem die Hisbollah stark verankert ist. Jede israelische Operation muss militärische Ziele, zivile Schutzpflichten und die Realität berücksichtigen, dass die Hisbollah ihre Strukturen bewusst in bewohnten Gebieten absichert. Genau darin liegt das Grundproblem: Der Libanon wird von einer iranisch gestützten Terrororganisation in eine Front verwandelt, deren Preis am Ende auch libanesische Zivilisten zahlen.

Netanyahus Erklärung ist deshalb mehr als eine Reaktion auf einzelne Angriffe. Sie ist eine Absage an eine Ordnung, in der Iran über seine Stellvertreter bestimmt, wann Nordisrael leben darf und wann nicht. Israel will Sicherheit im Norden nicht mehr als Verhandlungsergebnis iranischer Drohungen behandeln. Für Jerusalem ist klar: Wer Israel angreift, darf nicht darauf bauen, dass die Antwort aus Angst vor Teheran ausbleibt.




Autor: Redaktion
Montag, 08 Juni 2026

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