Board of Peace zieht rote Linie: Ohne Entwaffnung der Hamas kein Wiederaufbau unter TerrorherrschaftBoard of Peace zieht rote Linie: Ohne Entwaffnung der Hamas kein Wiederaufbau unter Terrorherrschaft
Das internationale Gremium will nicht länger auf eine Antwort der Hamas warten. Langfristige Infrastruktur und Wohnungsbau sollen nur dort vorangetrieben werden, wo die Terrororganisation nicht die Kontrolle hat.
Der von US-Präsident Donald Trump initiierte Board of Peace will nach Angaben eines Insiders nicht länger auf eine offizielle Antwort der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen zu ihrer Entwaffnung warten. Das Ausbleiben einer klaren Zusage werde inzwischen als schwerer Verstoß gegen Trumps 20-Punkte-Plan gewertet, berichtete die JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post. Aus Sicht des Gremiums komme das faktisch einer negativen Antwort der Terrororganisation gleich.
Damit verschiebt sich die Debatte um GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen erneut. Es geht nicht mehr nur um Verhandlungen in Kairo, nicht nur um Vermittler aus Katar, Ägypten und der Türkei, nicht nur um Formulierungen in einem möglichen Rahmenpapier. Es geht um die entscheidende Frage: Kann es Wiederaufbau geben, solange die Hamas bewaffnet bleibt und Teile des Gazastreifens kontrolliert?
Die Antwort des Board of Peace lautet offenbar: Nein. Solange Hamas nicht entwaffnet und ihre militärische Struktur nicht aufgelöst ist, sollen in Gebieten unter ihrer Kontrolle keine langfristigen Infrastruktur- oder Wohnungsbauprojekte genehmigt werden. Das ist eine harte, aber folgerichtige Linie. Wer Schulen, Wohnungen, Straßen und Versorgungssysteme in einem Gebiet aufbaut, das weiter von einer Terrororganisation beherrscht wird, läuft Gefahr, genau jene Machtstrukturen zu stabilisieren, die den Gazastreifen in Krieg, Geiselherrschaft und Zerstörung geführt haben.
Nach Angaben der Jerusalem Post sollen kurzfristige Projekte dennoch weiterlaufen, allerdings in Gebieten, die nicht unter Hamas-Kontrolle stehen. Dazu gehören vorübergehende Unterkünfte, Bildungsangebote, medizinische Versorgung sowie der Aufbau der palästinensischen Technokratenverwaltung NCAG und der multinationalen Stabilisierungstruppe ISF. Der Unterschied ist politisch entscheidend: Hilfe für Menschen soll möglich bleiben, aber sie soll nicht zur Wiederherstellung der Hamas-Herrschaft beitragen.
Die Gespräche in Kairo laufen unterdessen weiter. Vertreter der Hamas sprechen mit den vermittelnden Staaten über ein mögliches Rahmenpapier zur Entwaffnung. Gleichzeitig sollen sich die Terrororganisationen im Gazastreifen vor den Verhandlungen auf eine gemeinsame Position verständigt haben. Das ist ein weiteres Warnsignal. Denn wenn Hamas und andere bewaffnete Gruppen geschlossen auftreten, geht es nicht um eine technische Übergabe von Waffen, sondern um den Versuch, die eigene Macht in neue Bedingungen hinüberzuretten.
Die Hürde ist seit Monaten bekannt. Reuters berichtete bereits im Frühjahr, dass Wiederaufbau und internationale Finanzierung stocken, weil die Entwaffnung der Hamas nicht vorankommt. Geberstaaten und private Geldgeber wollen keine Milliarden in Strukturen investieren, die bei der nächsten Runde wieder von bewaffneten Gruppen missbraucht oder zerstört werden könnten. Auch der Board of Peace hat in früheren Äußerungen klargemacht, dass Wiederaufbau, israelischer Rückzug, neue Verwaltung und Sicherheitsarrangements miteinander verknüpft sind.
Hamas versucht genau an dieser Stelle Zeit zu gewinnen. Die Terrororganisation will Garantien, Bedingungen und politische Spielräume, bevor sie über echte Entwaffnung spricht. Reuters berichtete im April, Hamas verlange feste Zusagen für einen vollständigen israelischen Rückzug, bevor sie sich auf Entwaffnungsgespräche einlasse. Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist diese Reihenfolge gefährlich: Ein Rückzug ohne Entwaffnung würde Hamas die Möglichkeit geben, sich neu zu ordnen, Waffen zu verstecken, Kontrolle zurückzugewinnen und den nächsten Konflikt vorzubereiten.
Darum ist die neue Linie des Board of Peace so wichtig. Sie nimmt Hamas das bequemste Druckmittel: die Hoffnung, dass internationale Ungeduld am Ende doch zu Wiederaufbau unter Hamas-Bedingungen führt. Wenn langfristige Projekte nur außerhalb von Hamas-Kontrolle vorangetrieben werden, entsteht ein klarer Anreiz für Entwaffnung und Machtabgabe. Gleichzeitig werden Menschen in Gaza nicht grundsätzlich von Hilfe abgeschnitten. Es geht nicht um Bestrafung der Bevölkerung, sondern um die Verhinderung eines Wiederaufbaus unter terroristischer Kontrolle.
Für Israel ist diese Entwicklung zentral. Seit dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen steht fest, dass Hamas nicht einfach als politische Kraft unter vielen behandelt werden kann. Sie hat das schwerste Massaker an Juden seit der ShoahShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen verübt, Geiseln verschleppt, zivile Infrastruktur für militärische Zwecke missbraucht und den Gazastreifen in eine Kriegsmaschine verwandelt. Wer nach all dem Wiederaufbau fordert, ohne die Entwaffnung der Hamas durchzusetzen, baut nicht Frieden. Er baut die nächste Katastrophe.
Der Board of Peace setzt nun eine Grenze, die lange überfällig war: Gaza kann Hilfe erhalten, aber Hamas darf daraus keine Zukunft gewinnen. Solange die Terrororganisation bewaffnet bleibt, kann es keinen normalen Wiederaufbau in ihren Machtbereichen geben. Genau das ist der Kern dieser Entscheidung.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 11 Juni 2026