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COGAT: Gaza erhielt dreimal mehr Lebensmittel als laut Vereinten Nationen nötig

COGAT: Gaza erhielt dreimal mehr Lebensmittel als laut Vereinten Nationen nötig


Israel legt neue Versorgungszahlen aus der Waffenruhe vor. Lebensmittelpreise sollen stark gefallen sein, während COGAT Hamas Steuern und interne Marktbedingungen als Teil des Problems benennt.

COGAT: Gaza erhielt dreimal mehr Lebensmittel als laut Vereinten Nationen nötig

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen setzt der internationalen GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen Debatte neue Zahlen entgegen. Nach Angaben von COGAT, der israelischen Koordinierungsstelle für Regierungsaktivitäten in den Gebieten, gelangten während der Waffenruhe zwischen Oktober 2025 und Juni 2026 rund 1,78 Millionen Tonnen Lebensmittel in den GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen. Das sei mehr als das Dreifache jener Menge, die das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen als Bedarf für die Bevölkerung angesetzt habe. Die JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post und Times of Israel berichten übereinstimmend über diese Angaben aus dem COGAT Bericht.

Diese Zahl ist politisch brisant, weil sie einem der stärksten Vorwürfe gegen Israel widerspricht: der Behauptung, Israel habe Gaza während der Waffenruhe systematisch ausgehungert oder die Versorgung grundsätzlich blockiert. COGAT behauptet das Gegenteil. Die humanitäre Lage sei während der Waffenruhe stabil geblieben, Lebensmittel und andere Hilfsgüter hätten die internationalen Bedarfsvorgaben deutlich übertroffen. Auch Ynet berichtet, Israel habe Gaza während der Waffenruhe mit dem Dreifachen der benötigten Lebensmittelmenge versorgt.

Noch deutlicher wird der Befund bei den Preisen. COGAT meldet, die Lebensmittelpreise in Gaza seien zwischen September 2025 und Mai 2026 um 72 Prozent gefallen. Die von COGAT veröffentlichten Grafiken zeigen massive Rückgänge bei Grundnahrungsmitteln. Eier, 2 Kilogramm, fielen von 450 Schekel, rund 130,90 Euro, auf 60 Schekel, rund 17,50 Euro. Trockene Zwiebeln, 1 Kilogramm, sanken von 55,6 Schekel, rund 16,20 Euro, auf 8 Schekel, rund 2,30 Euro. Tomaten, 1 Kilogramm, fielen von 64,4 Schekel, rund 18,70 Euro, auf 12,2 Schekel, rund 3,60 Euro. Ägyptischer Reis, 1 Kilogramm, sank von 9,8 Schekel, rund 2,90 Euro, auf 2,7 Schekel, rund 0,80 Euro.

Auch bei weiteren Grundprodukten zeigt die COGAT Übersicht einen deutlichen Rückgang. Rote Linsen, 1 Kilogramm, fielen von 7 Schekel, rund 2 Euro, auf 2 Schekel, rund 0,60 Euro. Kartoffeln, 1 Kilogramm, sanken von 26,1 Schekel, rund 7,60 Euro, auf 7,8 Schekel, rund 2,30 Euro. Zucker, 1 Kilogramm, fiel von 14,7 Schekel, rund 4,30 Euro, auf 5 Schekel, rund 1,50 Euro. Mehl, 25 Kilogramm, sank von 156,1 Schekel, rund 45,40 Euro, auf 60,3 Schekel, rund 17,50 Euro. Sonnenblumenöl, 3 Liter, fiel von 65,2 Schekel, rund 19 Euro, auf 30 Schekel, rund 8,70 Euro. Kichererbsen, 1 Kilogramm, sanken von 11,8 Schekel, rund 3,40 Euro, auf 7 Schekel, rund 2 Euro. Salz, 1 Kilogramm, fiel von 6,1 Schekel, rund 1,80 Euro, auf 4,3 Schekel, rund 1,30 Euro. Die Euro Beträge sind gerundet, gerechnet mit etwa 0,29 Euro pro Schekel.

Preise in einem Kriegsgebiet sind mehr als eine wirtschaftliche Randnotiz. Sie zeigen, ob Ware knapp bleibt, ob Märkte wieder funktionieren, ob Händler beliefert werden und ob bewaffnete oder politische Machtstrukturen Zugang und Kosten beeinflussen. COGAT erklärt, der Preisrückgang spiegele die Menge an Lebensmitteln wider, die in den Gazastreifen gelangt sei. Zugleich verweist die Behörde darauf, dass Preise in Gaza vor allem durch HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen Steuern und andere interne Marktbedingungen beeinflusst würden.

Genau hier liegt der Kern der israelischen Botschaft. Wenn Lebensmittel in großen Mengen hineingelangen, aber internationale Kampagnen weiterhin das Bild einer vollständig abgeschnittenen Bevölkerung verbreiten, muss die Debatte genauer werden. Die Frage lautet dann nicht nur, ob Güter nach Gaza kommen. Sie lautet auch, was im Gazastreifen mit diesen Gütern geschieht, wer sie verteilt, wer sie besteuert, wer sie hortet, wer daran verdient und wer die öffentliche Wahrnehmung steuert.

COGAT nennt auch weitere Bereiche. Nach dem Bericht wurden täglich mehr als 70.000 Kubikmeter Wasser bereitgestellt, nach Darstellung der Behörde mehr als ausreichend gemessen an internationalen humanitären Standards. Seit Beginn der Waffenruhe seien zudem mehr als 18.000 Tonnen Medikamente und medizinische Güter nach Gaza gelangt. Die Zahl der Krankenhausbetten sei um mehr als 55 Prozent gestiegen.

Das bedeutet nicht, dass es in Gaza kein Leid gibt. Gaza ist schwer beschädigt, viele Menschen leben unter harten Bedingungen, Familien haben Angehörige verloren, Häuser, Kliniken und Infrastruktur wurden zerstört. Wer das ausblendet, würde die Realität des Krieges verharmlosen. Aber Leid darf nicht zur politischen Abkürzung werden. Wenn eine israelische Behörde Zahlen vorlegt, nach denen die Lebensmittelmengen die Vorgaben der Vereinten Nationen deutlich überstiegen und Preise für Grundnahrungsmittel massiv fielen, dann gehören diese Daten in jede ernsthafte Debatte.

COGAT Chef Generalmajor Yoram Halevy erklärte, der Bericht sei veröffentlicht worden, weil Hamas und andere Akteure versuchten, das humanitäre Bild im Gazastreifen zu verzerren. Wer die Daten ignoriere, verstärke Hamas PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen, die den humanitären Raum für militärische und herrschaftliche Zwecke ausnutze. Diese Aussage ist hart. Sie trifft aber einen wunden Punkt. Seit dem 7. Oktober wird der Krieg gegen Israel nicht nur mit Raketen, Tunneln und Geiseln geführt. Er wird auch mit Bildern, Zahlen, Begriffen und moralischer Anklage geführt.

Gerade deshalb ist die Verantwortung der internationalen Medien und Hilfsorganisationen groß. Hungerbilder wirken sofort. Sie erzeugen Empörung, sie bewegen Regierungen, sie prägen Parlamente und Demonstrationen. Aber wer mit solchen Bildern Politik macht, muss auch fragen, welche Rolle Hamas bei Verteilung, Marktpreisen, Abgaben, Lagerhaltung und Einschüchterung spielt. Eine Terrororganisation, die Gaza jahrelang kontrollierte und zivile Strukturen militärisch ausnutzte, darf nicht aus der Rechnung verschwinden.

COGAT ist eine israelische Behörde und damit selbst Teil des Konflikts. Ihre Angaben müssen geprüft und mit anderen Quellen abgeglichen werden. Doch sie dürfen nicht einfach ignoriert werden, nur weil sie Israel entlasten. Wer nur jene Zahlen akzeptiert, die gegen Israel sprechen, betreibt keine humanitäre Analyse, sondern politische Auswahl.

Die neuen Daten sind deshalb mehr als eine Verwaltungsstatistik. Sie greifen ein bequemes Narrativ an. Sie zeigen, dass Versorgung in Gaza nicht allein an der Frage hängt, was Israel hineinlässt, sondern auch daran, wer im Gazastreifen Macht ausübt. Wenn große Mengen Lebensmittel geliefert werden, wenn Preise sinken und wenn trotzdem weiter das Bild einer ausschließlich von Israel verursachten Hungerordnung verbreitet wird, dann muss über Hamas gesprochen werden.

Gaza braucht Hilfe. Gaza braucht Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Kliniken und Wiederaufbau. Aber Gaza braucht vor allem eine Ordnung ohne Hamas. Solange eine Terrororganisation den humanitären Raum politisch nutzt, solange sie Märkte beeinflusst und jede Not zur Waffe gegen Israel macht, wird jede Hilfslieferung auch Teil eines Informationskrieges.

COGAT liefert nun Zahlen, die diese Debatte auf den Boden der Tatsachen zwingen sollen: 1,78 Millionen Tonnen Lebensmittel, mehr als dreifacher Bedarf nach Vorgaben des Welternährungsprogramms, deutliche Preisrückgänge bei Grundnahrungsmitteln, mehr Wasser, Medikamente und Krankenhauskapazitäten. Diese Zahlen beenden die Debatte nicht. Aber sie machen es unmöglich, die Hamas Erzählung vom vollständig abgeschnittenen Gaza einfach weiterzuerzählen, als gäbe es keine Gegenbelege.

Wer den Menschen in Gaza helfen will, muss die Wirklichkeit vollständig sehen. Dazu gehört Israels Verantwortung. Dazu gehört aber auch die Rolle der Hamas. Wer die eine Seite ständig anklagt und die andere ausblendet, hilft nicht den Zivilisten. Er hilft jenen, die deren Not zur politischen Waffe machen.




Autor: Redaktion
Freitag, 10 Juli 2026

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