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Israel tötet Hamas-Terroristen, der an der Verschleppung dreier gefallener Soldaten beteiligt war

Israel tötet Hamas-Terroristen, der an der Verschleppung dreier gefallener Soldaten beteiligt war


Hussam al-Shafie drang am 7. Oktober 2023 nach Nirim ein und beteiligte sich laut IDF an der Verschleppung von Oberst Asaf Hamami und zwei Soldaten. Eine gezielte Operation im südlichen Gazastreifen beendete seine Tätigkeit für Hamas.

Israel tötet Hamas-Terroristen, der an der Verschleppung dreier gefallener Soldaten beteiligt war
Bildnachweis: IDF

Die israelischen Streitkräfte haben im südlichen GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen den HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terroristen Hussam al-Shafie getötet. Nach Angaben der IDF war al-Shafie am Massaker vom 7. Oktober7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen 2023 und an der Verschleppung der sterblichen Überreste von drei israelischen Soldaten beteiligt.

Der Angriff erfolgte am Dienstag. Die Armee bestätigte die Operation einen Tag später, nachdem die Identität des Getöteten und seine Beteiligung an den Verbrechen überprüft worden waren. Al-Shafie gehörte dem östlichen Bataillon von Khan Yunis innerhalb der Izzadin-al-Qassam-Brigaden an, dem militärischen Arm der Hamas.

Nach Erkenntnissen der IDF drang al-Shafie während des Großangriffs der Hamas in den Kibbutz Nirim ein. Dort beteiligte er sich an der Verschleppung von Oberst Asaf Hamami, Stabsfeldwebel Tomer Yaakov Ahimas und Sergeant Kiril Brodski. Alle drei waren zuvor im Kampf gegen die Terroristen gefallen.

Die gezielte Operation wurde nach einer längeren nachrichtendienstlichen Suche und auf Anweisung der für den Gazastreifen zuständigen 143. Division durchgeführt. Weitere Einzelheiten über den Angriffsort und das eingesetzte Mittel veröffentlichte die Armee nicht. Unabhängig überprüfen lassen sich die militärischen Angaben unter den gegenwärtigen Bedingungen im Gazastreifen nur eingeschränkt. Mehrere israelische Medien berufen sich übereinstimmend auf die offizielle Mitteilung der IDF.

Drei Soldaten verteidigten Nirim bis zu ihrem Tod

Oberst Asaf Hamami war am 7. Oktober Kommandeur der südlichen Brigade der Gaza-Division. Als der Angriff begann, erkannte er nach späteren Schilderungen seiner Familie und Kameraden früh, dass es sich nicht um einen begrenzten Grenzzwischenfall, sondern um einen groß angelegten Krieg handelte.

Hamami begab sich gemeinsam mit seinem kleinen Kommandotrupp in den Kampf um Nirim. Zu diesem gehörten auch Tomer Yaakov Ahimas, der als Funker des Brigadekommandeurs diente, und Kiril Brodski. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der eingedrungenen Terroristen kämpften die drei Soldaten zur Verteidigung des Kibbutzes.

Hamami wurde im Gefecht schwer verletzt. Ahimas und Brodski versuchten Berichten zufolge, ihn während des anhaltenden Schusswechsels in Sicherheit zu bringen und medizinisch zu versorgen. Alle drei fielen im Kampf. Hamas-Terroristen verschleppten anschließend ihre sterblichen Überreste in den Gazastreifen.

Mit dem Rang eines Obersts war Hamami der ranghöchste israelische Offizier, dessen Leichnam am 7. Oktober entführt wurde. Seine Verschleppung hatte für Hamas deshalb auch propagandistische Bedeutung. Die Terrororganisation versuchte über lange Zeit, den Familien und der israelischen Öffentlichkeit Gewissheit über das Schicksal der Gefallenen zu verweigern.

Die sterblichen Überreste von Ahimas und Brodski wurden bereits im Juli 2024 bei einer israelischen Operation im Raum Khan Yunis geborgen und nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen zurückgebracht. Hamamis sterbliche Überreste konnten erst im November 2025 nach Israel überführt werden. Er wurde anschließend mit militärischen Ehren auf dem Friedhof von Kirjat Scha'ul beigesetzt.

Diese zeitliche Einordnung ist wichtig: Al-Shafie hielt die sterblichen Überreste nicht bis zu seinem Tod im Jahr 2026 fest. Nach Angaben der Armee war er jedoch an dem ursprünglichen Überfall auf Nirim und an ihrer Verschleppung am 7. Oktober beteiligt.

Die Verantwortlichen bleiben militärische Ziele

Die Tötung al-Shafies ist Teil der systematischen israelischen Bemühungen, diejenigen Hamas-Mitglieder zu finden, die unmittelbar am Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren. Dabei geht es nicht nur um hochrangige politische oder militärische Befehlshaber. Auch Terroristen, die in israelische Ortschaften eindrangen, Menschen ermordeten, Geiseln verschleppten oder sterbliche Überreste als Druckmittel missbrauchten, bleiben Ziele der israelischen Sicherheitskräfte.

Die Verschleppung getöteter Soldaten war kein gewöhnlicher Bestandteil eines militärischen Gefechts. Hamas nutzte Leichen bewusst als Verhandlungsmasse und als Mittel psychologischer Kriegsführung gegen Israel und die betroffenen Familien. Diese Praxis verstößt gegen grundlegende humanitäre Normen und macht deutlich, dass der Angriff nicht allein der Einnahme militärischer Positionen diente.

Israel verfolgt mit solchen Operationen mehrere Ziele. Die unmittelbar Verantwortlichen sollen für ihre Beteiligung am Massaker zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass erfahrene Mitglieder der Hamas neue Einheiten aufbauen, Anschläge vorbereiten oder ihr Wissen an weitere Terroristen weitergeben.

Die IDF muss bei jedem Angriff weiterhin zwischen Terroristen und unbeteiligten Zivilisten unterscheiden. Diese Verpflichtung besteht unabhängig von der Schwere der Verbrechen eines Zieles. Nach der vorliegenden israelischen Mitteilung handelte es sich bei al-Shafie um ein identifiziertes Mitglied eines Hamas-Bataillons, gegen das nach gezielter nachrichtendienstlicher Vorbereitung vorgegangen wurde.

Seine Tötung kann das Leid der Familien von Hamami, Ahimas und Brodski nicht ungeschehen machen. Sie erinnert jedoch daran, dass die Täter des 7. Oktober nicht aus dem Blick der israelischen Sicherheitsbehörden verschwinden. Zeitablauf und ein Versteck im Gazastreifen bedeuten keine Immunität.

Im Zentrum der Geschichte sollten dennoch die drei gefallenen Soldaten stehen. Asaf Hamami, Tomer Yaakov Ahimas und Kiril Brodski stellten sich den Angreifern entgegen, als israelische Zivilisten in Nirim unmittelbar bedroht waren. Sie fielen bei der Verteidigung des Kibbutzes. Ihre sterblichen Überreste wurden verschleppt, später nach Israel zurückgebracht und bestattet. Ihr Einsatz bleibt Teil der israelischen Erinnerung an den 7. Oktober, während die Jagd auf weitere Verantwortliche fortgesetzt wird.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 16 Juli 2026

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