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Iranische Raketen auf Jordanien lösen Iron-Dome-Einsatz bei Eilat aus

Iranische Raketen auf Jordanien lösen Iron-Dome-Einsatz bei Eilat aus


Iran feuerte erneut Raketen auf Jordanien. Nach dem Eingreifen amerikanischer und jordanischer Abwehrsysteme setzte Israel Iron Dome gegen Trümmer ein, die in den Raum Eilat hätten fallen können. Israel war nicht das Ziel des Angriffs.

Iranische Raketen auf Jordanien lösen Iron-Dome-Einsatz bei Eilat aus
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Am Sonntagnachmittag hat die israelische Luftabwehr erstmals seit der Waffenruhe vom 7. April wieder auf eine unmittelbar aus dem Iran ausgehende Gefahr reagiert. Auslöser waren iranische ballistische Raketen, die nicht auf IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen, sondern auf Ziele in Jordanien abgefeuert worden waren.

Nach israelischen Medienberichten wurde zunächst das amerikanische Aegis-Raketenabwehrsystem eingesetzt. Nachdem die eigentlichen Flugkörper abgefangen worden waren, bestand die Gefahr, dass größere Trümmerteile in Richtung der israelischen Grenzregion bei Eilat weiterfliegen könnten. Die israelischen Streitkräfte setzten deshalb zwei Abfangraketen des Systems Iron Dome ein.

Eilat selbst wurde nicht direkt angegriffen. In der Stadt wurde auch kein regulärer Raketenalarm ausgelöst. Bewohner hatten jedoch Explosionen gehört, während die Abwehrsysteme in der Region aktiv waren.

Widersprüchliche Angaben zu Trümmern über Israel

In ersten israelischen Medienberichten hieß es, Trümmerteile seien im nördlichen Bereich von Eilat niedergegangen. Verletzte wurden nicht gemeldet. Später erklärten Quellen der israelischen Streitkräfte, Eilat sei nicht getroffen worden. Das Militär prüfe noch, ob überhaupt Teile der abgefangenen Raketen auf israelischem Gebiet niedergegangen seien.

Eine weitere israelische Militärquelle sagte der JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post, nach bisherigem Kenntnisstand seien keine Trümmer in Israel eingeschlagen. Die anfängliche Darstellung eines Einschlags in Eilat ist damit nicht bestätigt.

Fest steht dagegen, dass die israelische Luftabwehr vorsorglich aktiviert wurde. Kurz vor dem Abfangen hatte das Militär die Bevölkerung in südlichen Gebieten nahe der jordanischen Grenze aufgefordert, sich auf einen möglichen Aufenthalt in Schutzräumen vorzubereiten. Grund war ausdrücklich die Gefahr herabfallender Trümmer, nicht ein gegen Israel gerichteter Raketenangriff.

Der Vorgang zeigt zugleich, weshalb die Schlagzeile, Iron Dome habe „auf Jordanien abgefeuerte Raketenfragmente“ abgefangen, sachlich falsch wäre. Iran feuerte vollständige Raketen auf Jordanien. Die gefährlichen Fragmente entstanden erst durch das Abfangen dieser Flugkörper.

Mehrere Abwehrsysteme gegen denselben Angriff

Der Einsatz verdeutlicht die gestaffelte Luftverteidigung in der Region. Amerikanische und jordanische Systeme bekämpften die iranischen Raketen zunächst auf ihrer eigentlichen Flugbahn. Israel reagierte anschließend auf die mögliche Gefahr durch Teile der bereits getroffenen Flugkörper.

Iron Dome ist vor allem zur Abwehr von Kurzstreckenraketen und anderen Bedrohungen in niedrigerer Höhe vorgesehen. Bei diesem Vorfall richtete sich das System nach den vorliegenden Berichten nicht gegen den intakten ballistischen Flugkörper, sondern gegen Trümmer, deren weitere Flugbahn den Raum Eilat gefährden konnte.

Das jordanische Militär meldete das Abfangen von drei aus dem Iran kommenden Raketen. Nach jordanischen Angaben entstanden dabei weder Personenschäden noch Sachschäden. Der Angriff richtete sich offenbar gegen jordanisches Gebiet und nicht gegen Israel.

Iran weitet seine Angriffe auf Nachbarstaaten aus

Dass Israel diesmal nicht unmittelbar angegriffen wurde, macht das iranische Vorgehen nicht weniger gefährlich. Das Regime in Teheran greift im Verlauf der erneuten Eskalation wiederholt Ziele in Jordanien und weiteren arabischen Staaten an. Dabei gefährden die Raketen nicht nur militärische Einrichtungen, sondern auch die Zivilbevölkerung und den internationalen Flugverkehr.

Bereits zuvor waren bei einem iranischen Angriff auf einen amerikanisch genutzten Stützpunkt in Jordanien zwei US-Soldaten getötet, vier weitere verletzt und ein Soldat als vermisst gemeldet worden. Die Vereinigten Staaten reagierten darauf mit weiteren Angriffen auf militärische Einrichtungen des iranischen Regimes.

Der Vorfall bei Eilat macht deutlich, dass Irans Angriffe auch dann eine unmittelbare Gefahr für Israel darstellen können, wenn sich das erklärte Ziel auf der anderen Seite einer Landesgrenze befindet. Ballistische Raketen, Abfangmaßnahmen und herabfallende Trümmer halten sich nicht an Staatsgrenzen. Dass die israelische Luftabwehr rechtzeitig reagierte und keine Opfer gemeldet wurden, darf deshalb nicht über die Verantwortung des Angreifers hinwegtäuschen: Ausgangspunkt der Gefahr war erneut ein iranischer Raketenangriff.




Autor: Redaktion
Sonntag, 19 Juli 2026

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