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Fast 3000 Rüstungslieferungen: Indien steht fest an Israels Seite

Fast 3000 Rüstungslieferungen: Indien steht fest an Israels Seite


Seit dem 7. Oktober gingen mindestens 2.596 militärisch relevante Sendungen aus Indien nach Israel. Amnesty wollte daraus eine Anklage machen, dokumentiert aber vor allem eine strategische Partnerschaft, die auch im Krieg Bestand hat.

Fast 3000 Rüstungslieferungen: Indien steht fest an Israels Seite
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Während europäische Regierungen Waffenlieferungen an IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen infrage stellen, beschränken oder zum politischen Druckmittel machen, geht Indien einen anderen Weg. Zwischen dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen und dem 30. November 2025 wurden nach einer neuen Untersuchung von Amnesty International insgesamt 2.596 Sendungen mit Waffen, Munition, Bauteilen und Komponenten aus Indien nach Israel ausgeführt. Hinter der Zahl steht eine Entwicklung, die für Israels SicherheitStaatsräson: Bedeutung und Israels SicherheitStaatsräson meint ein grundlegendes Staatsinteresse, das als besonders wichtig für Bestand, Sicherheit oder Verantwortung eines Staates gilt. In Deutschland wird der Begriff häufig mit der Sicherheit Israels verbunden.Mehr lesen immer wichtiger wird: Indien ist längst nicht mehr nur ein Käufer israelischer Rüstungsgüter, sondern selbst ein bedeutender Bestandteil der israelischen Lieferketten.

Amnesty International veröffentlichte die Zahlen, um Neu-Delhi wegen seiner Zusammenarbeit mit Israel anzugreifen. Die Organisation behauptet, Indien riskiere eine Mitverantwortung für angebliche israelische Verbrechen im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen, und fordert einen sofortigen Stopp sämtlicher Lieferungen. Der Bericht verwendet dabei erneut die von Israel entschieden zurückgewiesene Behauptung eines Völkermordes. Gerade diese politische Absicht macht jedoch sichtbar, was Amnesty offenbar lieber als Anklage denn als strategische Tatsache behandelt: Indien hat Israel nach dem Massaker vom 7. Oktober nicht im Stich gelassen.

Die Untersuchung stützt sich auf kommerzielle Handelsdaten und internationale Warencodes. Erfasst wurden unter anderem 390.516 Bauteile für Handfeuerwaffen, 564.970 Komponenten für Sprengkörper und Munition sowie 298 Teile für militärische Fahrzeuge. Genannt werden Hülsen für 155-Millimeter-Artilleriegeschosse, Bauteile für Maschinengewehre und Gefechtsköpfe für die von Elbit Systems entwickelte SkyStriker-Drohne. Empfänger waren unter anderem Elbit Systems, Rafael und Israel Aerospace Industries, also Unternehmen, die für Israels Verteidigungsfähigkeit unverzichtbar sind.

Amnesty macht aus einer Sendung eine Schlagzeile

Bei der Einordnung der Zahl ist allerdings Genauigkeit notwendig. 2.596 Sendungen bedeuten nicht 2.596 vollständige Waffensysteme. Eine Lieferung kann aus kleinen Bauteilen, Zubehör oder einzelnen Gruppen von Komponenten bestehen. Noch bemerkenswerter ist, dass Amnesty im eigentlichen Bericht nur bei mindestens 788 der 2.596 Sendungen einen militärischen Verwendungszweck eindeutig feststellt. Bei 1.838 Lieferungen, die als Teile und Zubehör für Pistolen oder Revolver eingestuft wurden, räumt die Organisation selbst eine mögliche zivile und militärische Nutzung ein. Nur bei 54 dieser Sendungen sollen die Warenbeschreibungen deutlich auf eine militärische Verwendung hinweisen.

Trotzdem bezeichnet Amnesty in seiner öffentlichen Mitteilung praktisch sämtliche 2.596 Vorgänge als Waffenlieferungen. Damit wird eine große Zahl erzeugt, die dramatischer klingt als die dahinterliegenden Handelsdaten. Das bedeutet nicht, dass die indischen Ausfuhren unbedeutend wären. Im Gegenteil: Die eindeutig militärischen Bestandteile zeigen eine erhebliche Zusammenarbeit. Doch zwischen einem kompletten Geschütz, einem Drohnengefechtskopf und einem kleinen Metallbauteil besteht ein Unterschied, den eine seriöse Darstellung nicht verschweigen darf.

Indien wies die Vorwürfe zurück. Das Außenministerium erklärte, Ausfuhren von Gütern mit ziviler und militärischer Verwendung unterlägen einem robusten rechtlichen und regulatorischen System. Damit widerspricht Neu-Delhi der Darstellung, indische Unternehmen könnten unkontrolliert militärisches Material an Israel liefern. Indien hat den internationalen Waffenhandelsvertrag nicht unterzeichnet, verfügt aber über eigene Genehmigungsregeln und Kontrollen für strategisch wichtige Ausfuhren.

Amnesty kritisiert fehlende Transparenz und verlangt, dass Indien seine Exportpolitik an der politischen Bewertung der Organisation ausrichtet. Doch kein Staat ist verpflichtet, Israels Verteidigung aufzugeben, weil Amnesty dessen Kampf gegen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, Islamischen Dschihad, HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und andere Terrororganisationen grundsätzlich verurteilt. Israel wurde am 7. Oktober nicht mit einer Menschenrechtskampagne angegriffen. Seine Bürger wurden ermordet, verstümmelt, vergewaltigt und verschleppt. Ein Staat, der danach Munition, Ersatzteile und Verteidigungstechnik benötigt, tut dies nicht aus politischer Bequemlichkeit, sondern weil seine Feinde offen weitere Angriffe ankündigen.

Aus einem Kunden wurde ein verlässlicher Partner

Die Grundlage der indischen Lieferungen wurde lange vor dem Krieg geschaffen. Israelische Unternehmen passten ihre Zusammenarbeit an die indische Politik der heimischen Fertigung an. Unter dem Leitgedanken „Make in India“ verlangt Neu-Delhi, dass ein wachsender Teil militärischer Systeme im eigenen Land hergestellt wird. Elbit Systems, Rafael, Israel Aerospace Industries und weitere israelische Unternehmen gründeten deshalb Gemeinschaftsunternehmen, übertrugen Technologie und bauten Produktionslinien in Indien auf.

Was zunächst vor allem dem riesigen indischen Markt diente, hilft heute auch Israel. Bauteile und Munition, die nach israelischen Entwürfen oder in Zusammenarbeit mit israelischen Unternehmen in Indien gefertigt werden, können in israelische Lieferketten zurückfließen. Damit entsteht eine gegenseitige Abhängigkeit, die weit über gewöhnliche Käufer-Verkäufer-Beziehungen hinausgeht.

Indien bleibt zugleich einer der wichtigsten Kunden der israelischen Rüstungsindustrie. SIPRI zufolge war Indien in den vergangenen Jahren der größte Einzelabnehmer israelischer Großwaffen. Für den Zeitraum 2020 bis 2024 entfielen 34 Prozent der israelischen Ausfuhren großer Waffensysteme auf Indien. In den Jahren 2021 bis 2025 bezog Neu-Delhi einen erheblichen Teil seiner eigenen Rüstungsimporte aus Israel, neben Russland und Frankreich.

Die Partnerschaft beruht nicht auf Freundschaftserklärungen allein. Beide Staaten sind mit islamistischem Terror, feindlichen Nachbarn und der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Streitkräfte technologisch unabhängig zu halten. Indien benötigt israelische Flugabwehr, Radartechnik, Drohnen, Lenkwaffen und Aufklärungssysteme. Israel wiederum gewinnt mit Indien einen Produktionsstandort, einen Absatzmarkt und einen Partner, der seine sicherheitspolitischen Entscheidungen nicht von jeder Kampagne westlicher Organisationen abhängig macht.

Bei ihrem Treffen im Februar 2026 begrüßten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein indischer Amtskollege Narendra Modi ausdrücklich das zuvor geschlossene Abkommen über eine vertiefte Zusammenarbeit bei Verteidigung, Industrie und Technologie. Die Verbindung ist damit nicht nur wirtschaftlich, sondern politisch gewollt.

Amnesty wollte mit seinem Bericht den Druck auf Indien erhöhen. Tatsächlich zeigt die Untersuchung, warum die israelisch-indische Partnerschaft für JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen so wertvoll ist. Während andere Staaten über Embargos diskutieren und selbst defensive Lieferungen unter Verdacht stellen, hat Indien seine Zusammenarbeit fortgesetzt. Neu-Delhi entscheidet nach eigenen strategischen Interessen und lässt sich nicht von Organisationen vorschreiben, dass Israel sich nach dem schwersten Massaker seiner Geschichte unbewaffnet verteidigen soll.

Das ist keine Wohltätigkeit gegenüber Israel. Indien handelt, weil die Zusammenarbeit beiden Staaten nützt. Gerade deshalb ist sie belastbarer als viele feierliche Solidaritätserklärungen. Israel braucht Partner, die nicht nur in ruhigen Zeiten Verträge unterzeichnen, sondern auch dann liefern, wenn Terrororganisationen angreifen und internationale Kampagnen den jüdischen Staat isolieren wollen.

Amnesty wollte Indien anklagen. Der eigene Bericht belegt stattdessen, dass Israel einen starken Freund gewonnen hat, der seine Sicherheitspartnerschaft auch unter massivem politischen Druck nicht aufgibt.

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Autor: Redaktion
Mittwoch, 05 August 2026

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