Terroranschlag bei Hebron: Fünf Verletzte nach Schüssen auf israelische KreuzungTerroranschlag bei Hebron: Fünf Verletzte nach Schüssen auf israelische Kreuzung
Zwei Bewaffnete eröffneten am Freitagmorgen nahe Hebron das Feuer. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Israelische Sicherheitskräfte töteten die Angreifer nach einer Fahndung.

Bildnachweis: Symbolbild / KI
Ein schwerer Schusswaffenanschlag hat am Freitagmorgen den Raum Hebron erschüttert. Zwei bewaffnete Angreifer eröffneten an der Juda-Kreuzung auf der Landstraße 35 das Feuer. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden fünf Menschen verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Israelische Sicherheitskräfte leiteten eine Fahndung ein und töteten beide mutmaßlichen Täter.
Die ersten Meldungen gingen gegen 7.25 Uhr Ortszeit ein. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhren die Angreifer mit einem Fahrzeug an die Kreuzung, stiegen aus und begannen zu schießen. Polizei und Militär rückten mit größeren Kräften an.
Aufnahmen aus dem Bereich des Tatorts dokumentieren die dramatischen Minuten während des Angriffs. Ein Augenzeuge berichtete, der Schusswechsel habe sich über mehr als 20 Minuten hingezogen. Verletzte konnten zunächst nicht ohne Gefahr aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gebracht werden.
In einer weiteren Aufnahme ist zu hören, wie Helfer bei der Evakuierung zur Eile gedrängt werden. Die Lage war zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht gesichert.
Die Polizei ordnete die Tat nach ersten Ermittlungen als nationalistisch motivierten Angriff ein. Die Identität der beiden Angreifer und eine mögliche Zugehörigkeit zu einer Terrororganisation waren zunächst nicht abschließend bekannt.
Verletzte mussten unter anhaltender Gefahr versorgt werden
Der israelische Rettungsdienst berichtete von fünf Verletzten unterschiedlicher Schwere. Zwei Menschen befanden sich nach den ersten medizinischen Angaben in lebensgefährlichem Zustand. Weitere Verletzte wurden als mittelschwer beziehungsweise leicht verletzt beschrieben.
Die frühen Berichte enthalten teilweise unterschiedliche Angaben zur genauen Verteilung der Verletzungsschwere. Eine abschließende medizinische Bilanz lag zunächst nicht vor.
Besonders schwer wog die Gefahr für die Rettungskräfte. Solange der Beschuss andauerte, war die Versorgung und Evakuierung der Verletzten erheblich erschwert.
Die israelischen Streitkräfte bestätigten später, dass zwei mutmaßliche Täter getötet worden seien. Anschließend wurde das Gebiet abgesperrt und nach möglichen weiteren Gefahren gesucht.
Der Anschlag ereignete sich an einer wichtigen Verkehrsverbindung im Raum Hebron. Die Straße 35 verbindet das Gebiet mit weiteren Teilen Israels und des Westjordanlands. Ihre Nutzung durch Zivilisten und Sicherheitskräfte macht solche Verkehrsachsen zu besonders sensiblen Orten.
Anschlag wenige Tage vor der israelischen Wahl
Der Angriff ereignete sich fünf Tage vor der für den 28. Oktober angesetzten israelischen Parlamentswahl. Bereits vor der Tat hatten israelische Sicherheitsverantwortliche vor möglichen Anschlägen im Umfeld der Wahl gewarnt.
Verteidigungsminister IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen Katz hatte die innenpolitische Auseinandersetzung darüber zuletzt erheblich verschärft. Er warf führenden Oppositionspolitikern vor, durch ihre öffentliche Kritik an der Regierung die Sicherheitslage zu gefährden.
Oppositionsführer Jair Lapid und weitere Politiker wiesen diese Vorwürfe zurück. Sie kritisierten insbesondere den Versuch, politische Gegner bereits im Voraus für mögliche Angriffe verantwortlich zu machen.
Ein Zusammenhang zwischen dem Anschlag bei Hebron und der bevorstehenden Wahl ist bislang nicht nachgewiesen. Ebenso wenig gibt es bisher belastbare Hinweise darauf, dass die Täter im Auftrag einer bestimmten Organisation handelten.
Unabhängig von diesem politischen Streit bleibt der unmittelbare Nachrichtenkern eindeutig: Bewaffnete Angreifer eröffneten das Feuer, Menschen wurden schwer verletzt und israelische Sicherheitskräfte mussten unter akuter Gefahr eingreifen.
Die Verantwortung für den Anschlag liegt bei den Tätern und möglichen Hintermännern, nicht bei politischen Gegnern innerhalb Israels.
Nach der Tötung der beiden Angreifer setzten die Sicherheitskräfte ihre Kontrollen in der Umgebung fort. Ob weitere Personen an der Vorbereitung beteiligt waren, müssen die Ermittlungen zeigen.
Für die Verletzten und ihre Angehörigen steht zunächst die medizinische Versorgung im Vordergrund. Der Anschlag verdeutlicht erneut die Gefahr, die bewaffnete Terrorangriffe auf alltäglich genutzte Straßen und Kreuzungen für die Bevölkerung darstellen.
Autor: Redaktion
Freitag, 23 Oktober 2026