Zwei Brüder in Tel Aviv erschossen aufgefunden: Polizei prüft Mord und Suizid

Zwei Brüder in Tel Aviv erschossen aufgefunden: Polizei prüft Mord und Suizid


Zwei Männer liegen mit Schussverletzungen auf einer Straße in Tel Aviv. Für beide kommt jede Hilfe zu spät. Nach ersten Berichten könnte ein familiärer Streit tödlich eskaliert sein.

Zwei Brüder in Tel Aviv erschossen aufgefunden: Polizei prüft Mord und Suizid
Bildnachweis: Israel Police / Quelle / CC BY-SA 3.0

In Tel Aviv sind am Montagmorgen zwei Männer mit tödlichen Schussverletzungen aufgefunden worden. Nach übereinstimmenden israelischen Medienberichten handelt es sich um zwei etwa 60 Jahre alte Brüder. Die Polizei untersucht, ob einer der Männer seinen Bruder erschossen und anschließend Suizid begangen hat. Eine Schusswaffe wurde am Fundort sichergestellt.

Der Vorfall ereignete sich am 26. Oktober auf der Mosche-Dayan-Straße im südöstlichen Teil Tel Avivs. Gegen 9.30 Uhr Ortszeit ging beim israelischen Rettungsdienst Magen David Adom der Notruf ein.

Als die Rettungskräfte eintrafen, lagen beide Männer bewusstlos auf der Straße. Sie hatten schwere Schussverletzungen erlitten und zeigten keine Lebenszeichen mehr.

Der Rettungssanitäter Meir Grossman berichtete, dass für die beiden Männer trotz sofortiger Untersuchung keine Hilfe mehr möglich gewesen sei. Die Rettungskräfte stellten ihren Tod noch am Fundort fest.

Polizisten der Dienststelle Tel Aviv Süd sperrten den Bereich ab. Spezialisten der Spurensicherung begannen mit der Untersuchung des Tatorts. Die Ermittlungen übernahm die Einheit zur Bekämpfung schwerer Kriminalität im Polizeibezirk Ajalon.

Hinweise auf einen Streit unter Brüdern

Während die ersten Polizeimeldungen lediglich von zwei getöteten Männern sprachen, berichteten mehrere israelische Medien später über ein mögliches familiäres Motiv.

Nach Informationen des Nachrichtenportals Kipa sollen die beiden Brüder zuvor eine nahe gelegene Bankfiliale verlassen haben. Anschließend sei es zu einem Streit gekommen, bei dem einer auf den anderen geschossen und sich danach selbst getötet haben soll.

Diese Darstellung ist bislang nicht abschließend bestätigt. Die Ermittler müssen insbesondere den genauen Ablauf der Schüsse und die Herkunft der am Tatort gefundenen Waffe klären.

Auch eine Augenzeugin meldete sich zu Wort. Nach einem Bericht von Mako gab sie an, ungefähr sieben Schüsse gehört zu haben. Als sie nach draußen kam, habe sie beide Männer regungslos auf dem Boden gesehen.

Die Zahl der abgegebenen Schüsse ist damit eine Zeugenaussage, kein abschließend bestätigtes Ergebnis der Spurensicherung.

Polizei untersucht weiter die Hintergründe

Die Polizei prüft nach den bislang veröffentlichten Informationen sowohl den Verdacht eines Mordes mit anschließendem Suizid als auch andere mögliche Tathergänge.

Konkrete Erkenntnisse über die Ursache des vermuteten Streits wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Auch die Identität der beiden Männer wurde in den ersten Meldungen nicht offiziell veröffentlicht.

Ein terroristischer Hintergrund ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand nicht bekannt. Israelische Medien berichten über einen mutmaßlich familiären beziehungsweise kriminellen Vorfall.

Für die Ermittler steht nun im Mittelpunkt, die letzten Minuten vor den tödlichen Schüssen zu rekonstruieren. Dazu werden mögliche Zeugen befragt und die am Tatort gesicherten Spuren ausgewertet.

Der Tod der beiden Männer ist bestätigt. Ob tatsächlich einer seinen Bruder tötete und danach Suizid beging, muss die weitere Untersuchung zeigen.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Montag, 26 Oktober 2026

haOlam unterstützen

haOlam ist auf die Unterstützung seiner Leserinnen und Leser angewiesen. Jeder Beitrag hilft, unabhängige Berichterstattung weiterzuführen.

Sie benötigen nicht zwingend ein PayPal-Konto. Im nächsten Schritt kann je nach PayPal-Anzeige auch eine Zahlung per Karte angeboten werden.

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen, nutzen aber kein PayPal? Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns mit den passenden Möglichkeiten.

empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage