Hilfe für Terror? – Amerikanische Opfer verklagen UNRWA wegen Unterstützung von Hamas und Hisbollah

Hilfe für Terror? – Amerikanische Opfer verklagen UNRWA wegen Unterstützung von Hamas und Hisbollah


Sie verloren Angehörige durch Terror – nun klagen sie gegen die, die angeblich helfen sollten. Eine mutige Anklage gegen die UNRWA wirft ein grelles Licht auf das moralische Desaster der internationalen Hilfsindustrie.

Hilfe für Terror? – Amerikanische Opfer verklagen UNRWA wegen Unterstützung von Hamas und Hisbollah
By RomanDeckert - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=113374410

Es ist eine Klage, die aufhorchen lässt – und die internationale Bühne erschüttern könnte: 200 US-Bürger, Überlebende und Hinterbliebene von Terroranschlägen durch HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, haben am Montag beim Bezirksgericht in Washington eine Klage gegen das UN-Hilfswerk für Palästinenser, UNRWAUNRWA: Das umstrittene UN Hilfswerk für Palästina FlüchtlingeUNRWA ist das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina Flüchtlinge im Nahen Osten. Es wurde 1949 gegründet und betreut registrierte Flüchtlinge sowie viele ihrer Nachkommen in Gaza, Jordanien, Libanon, Syrien und Judäa und Samaria einschließlich Ostjerusalem.Mehr lesen, eingereicht. Der Vorwurf: Unterstützung terroristischer Organisationen, Verletzung amerikanischer Antiterrorgesetze, Komplizenschaft an Tod und Zerstörung.

Was zunächst wie ein juristisches Manöver erscheinen mag, ist in Wahrheit ein explosiver moralischer Angriff auf die Institution selbst – und auf ein System, das sich seit Jahrzehnten hinter dem Begriff „Humanität“ verschanzt, während Terrornetzwerke gedeihen. Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, stünde fest: Die UNRWA ist nicht mehr Teil der Lösung – sondern Teil des Problems.

Die Klageschrift ist eindeutig. Sie beschuldigt die UNRWA, direkt oder indirekt Hamas und Hisbollah unterstützt zu haben – Organisationen, die vom US-Außenministerium als ausländische Terrorgruppen eingestuft sind. Die Anklage bezieht sich nicht nur auf finanzielle Transfers, sondern auch auf die gezielte Beschäftigung von Personen mit direkter Verbindung zu Terrornetzwerken. Darunter: Lehrer, Schulleiter, Verwaltungsbeamte – ausgerechnet an Schulen, in denen Kinder lernen sollten.

Bereits im Dezember 2024 hatte die New York Times auf Grundlage israelischer Geheimdienstdokumente enthüllt, dass 24 UNRWA-Mitarbeiter in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen identifiziert wurden, die Mitglieder der Hamas oder der Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJIslamischer Dschihad: Irans Terrorpartner gegen IsraelDer Islamische Dschihad ist eine palästinensische Terrororganisation, die Anfang der 1980er Jahre entstand. Sie lehnt Israel ab, wird stark vom Iran unterstützt und verfügt mit den Al Quds Brigaden über einen bewaffneten Arm.Mehr lesen) sind. Viele davon waren nicht einfache Mitarbeiter – sondern Führungspersonal an UNRWA-Schulen. Und obwohl IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen mehrfach gewarnt hatte, blieb ein Großteil dieser Personen im Dienst. Einige sollen sogar am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen direkt an der Geiselnahme israelischer Zivilisten beteiligt gewesen sein.

Die Reaktion von UNRWA USA ließ nicht lange auf sich warten. In einem wütenden Statement bezeichnete die Organisation die Klage als „haltlos“, als Teil einer „koordinierten Kampagne“, die humanitäre Hilfe sabotieren wolle. Man arbeite neutral, so das Narrativ, unterstütze Bedürftige in Gaza, im Westjordanland und in OstjerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen mit Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildungsprogrammen.

Doch wie neutral ist eine Organisation, in deren Schulen Hamas-Tunnel verlaufen? Wie glaubwürdig ist eine Behörde, deren Angestellte nachweislich bewaffnet für Terrorbrigaden kämpfen – und gleichzeitig für die UN unterrichten?

UNRWA verweist auf interne UN-Prüfberichte, etwa von Catherine Colonna, der früheren französischen Außenministerin, die „Neutralitätsmaßnahmen“ bestätigt hätten. Doch gerade diese Prüfungen stehen selbst in der Kritik: Sie waren weder umfassend noch unabhängig. Vielmehr erinnern sie an Selbstreinigung ohne Konsequenzen – ein altbekanntes Muster internationaler Organisationen, wenn es um Verfehlungen geht.

Bezeichnend ist auch der Angriff auf die Gaza Humanitarian Foundation (GHF), ein von den USA und Israel unterstütztes Alternativmodell zu UNRWA. UNRWA USA wirft dieser Organisation vor, angeblich bei Hilfsgüterverteilungen den Tod von über 1.400 Palästinensern verursacht zu haben – eine Zahl, die auf Aussagen eines entlassenen Mitarbeiters basiert, der wegen Falschaussagen und Verbindungen zu anti-israelischen Kreisen selbst in der Kritik steht.

Es ist der Versuch, von eigenen Verfehlungen abzulenken, indem man die einzige realistische Alternative diffamiert. Doch der Frontalangriff offenbart auch die Nervosität bei UNRWA. Man weiß offenbar: Die Zeit der Unantastbarkeit könnte vorbei sein.

Die Klage ist mehr als nur ein rechtlicher Akt. Sie ist ein Weckruf – für alle, die glauben, man könne Terrorismus und Humanität gleichzeitig bedienen. Jahrzehntelang wurde UNRWA von westlichen Staaten mit Milliardenbeträgen gefüttert, trotz immer neuer Skandale, trotz antisemitischer Schulbücher, trotz Verbindungen zu Terroristen.

Die Begründung lautete stets: Es gehe um Menschlichkeit. Doch wer Menschenleben schützt, darf nicht jene alimentieren, die gezielt auf Zivilisten schießen. Das ist kein humanitärer Kompromiss – das ist moralische Bankrotterklärung.

Die UNRWA steht symbolisch für das Versagen internationaler Organisationen, aus Fehlern zu lernen. Ihr Überleben wurde nicht durch Leistung gesichert, sondern durch politische Erpressung, emotionale Manipulation und ein Netzwerk von Unterstützern, denen die Realität auf dem Boden gleichgültig ist.

Es wird Zeit, dass diese Realität Konsequenzen hat. Die Klage der US-Terroropfer ist mutig, überfällig und verdient internationale Beachtung. Denn wer Angehörige durch Messer, Raketen oder Bomben verliert, hat ein Recht auf Gerechtigkeit – nicht auf Ausflüchte.

Wenn UNRWA sich als neutral darstellen will, muss sie den Beweis dafür liefern. Derzeit sprechen die Fakten eine andere Sprache. Und die Frage, die sich immer lauter stellt, lautet: Wie lange noch wird die internationale Gemeinschaft bereit sein, Terror unter dem Deckmantel der Hilfe zu finanzieren?

Die Masken fallen – und das ist gut so.




Autor: Redaktion
Samstag, 09 August 2025

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