USA ziehen Konsequenzen: Visum für Kolumbiens Präsident Petro wegen Aufruf zu Gewalt entzogen

USA ziehen Konsequenzen: Visum für Kolumbiens Präsident Petro wegen Aufruf zu Gewalt entzogen


Der Auftritt von Kolumbiens Präsident Gustavo Petro bei den Vereinten Nationen hat ein politisches Nachspiel, das in dieser Schärfe selten vorkommt: Das US-Außenministerium entzog dem linksgerichteten Staatschef sein Visum, nachdem er in New York nicht nur die Politik von Präsident Donald Trump und Israel attackiert, sondern auch offen zur Bildung eines internationalen „Befreiungsheeres“ gegen den jüdischen Staat aufgerufen hatte.

USA ziehen Konsequenzen: Visum für Kolumbiens Präsident Petro wegen Aufruf zu Gewalt entzogen
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Petro, der bereits 2024 die diplomatischen Beziehungen zu IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen abgebrochen hatte, nutzte seine Rede vor der UN-Generalversammlung für einen radikalen Vorstoß. Diplomatie in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen habe versagt, so erklärte er, nun brauche es eine „Armee der Freiheit und Erlösung“. Dieses bewaffnete Bündnis solle die Palästinenser „verteidigen“ – tatsächlich aber zielte seine Rhetorik auf einen globalen Krieg gegen Israel. „Freiheit oder Tod“, rief er von der UN-Bühne, eine Parole, die im KontextKontextualisierung: Fakten verständlich einordnenKontextualisierung bedeutet, Informationen in einen Zusammenhang zu stellen. Sie hilft, Ereignisse nicht isoliert zu betrachten, sondern mit Vorgeschichte, Ursachen, Folgen und beteiligten Akteuren zu verstehen.Mehr lesen der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terrorherrschaft kaum anders gelesen werden kann als offene Kriegserklärung.

Damit überschritt Petro die rote Linie. Nicht mehr Worte über politische Lösungen, nicht mehr Appelle an Verhandlungen – sondern der Aufruf, internationale Armeen gegen Israel zu mobilisieren. In einer Zeit, in der Hamas-Terroristen noch immer Geiseln festhalten und Raketen auf israelische Städte abgefeuert werden, bedeutet eine solche Forderung nichts anderes als die Legitimation von Gewalt gegen JudenPogrom: Wenn Hass zur Jagd auf Juden wirdEin Pogrom ist eine kollektive Gewalttat gegen eine Minderheit, besonders gegen Juden. Der Begriff wurde durch antijüdische Gewalt im Russischen Reich bekannt, die Form der Gewalt ist jedoch viel älter.Mehr lesen.

HetzeVolksverhetzung: Wenn Hass strafbar wirdVolksverhetzung ist eine Straftat nach § 130 StGB. Gemeint sind unter anderem Hassaufrufe, Gewaltforderungen oder menschenwürdeverletzende Hetze gegen nationale, religiöse, ethnische oder andere geschützte Gruppen.Mehr lesen auf offener Bühne
Doch Petro beließ es nicht bei seiner UN-Rede. Tags darauf trat er bei einer pro-palästinensischen Demonstration vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen auf, diesmal mit Kufiya-Tuch und flankiert von Roger Waters, dem notorischen Israelhasser aus der Popmusik. Dort erklärte er, ein „internationaler Befreiungsheer“ müsse mächtiger sein als die US-Armee selbst – und forderte amerikanische Soldaten auf, Befehle ihres Präsidenten zu verweigern. „Folgt nicht Trump, folgt der Menschlichkeit“, rief er in die Menge.

Dieser Aufruf zur Meuterei an Soldaten der US-Streitkräfte war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das State Department sprach von „provokativen und gewaltverherrlichenden Äußerungen“, die mit internationalen Verpflichtungen unvereinbar seien. In der Folge wurde Petros US-Visum widerrufen, während er bereits auf dem Rückflug nach Bogotá war.

Die Tragik linker Doppelstandards
Dass ein lateinamerikanisches Staatsoberhaupt, selbst Produkt demokratischer Wahlen, öffentlich mit Vokabular operiert, das an Revolutionsromantik und antiwestliche PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen erinnert, offenbart ein erschreckendes Maß an Realitätsverlust. Petro stilisiert Terrorgruppen zu „Befreiungsbewegungen“, während er Israel, das einzige demokratische Land im Nahen Osten, als Aggressor dämonisiert. Er greift Trump scharf an, doch nicht für autoritäre Tendenzen – sondern dafür, dass dieser fest an der Seite Israels steht.

Die Reaktionen in Kolumbien selbst sind gespalten: Während Regierungsvertreter die Entscheidung der USA als „Überreaktion“ verurteilen, wird Petro im internationalen Rahmen zunehmend isoliert. Selbst in arabischen Hauptstädten dürfte sein Ruf nach einer weltweiten Anti-Israel-Armee kaum ernsthaft auf offene Ohren stoßen.




Autor: Redaktion
Samstag, 27 September 2025

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