Pro-Hamas-Milieus solidarisieren sich mit Maduro – Anti-Israel-Gruppen demonstrieren in den USA gegen WashingtonPro-Hamas-Milieus solidarisieren sich mit Maduro – Anti-Israel-Gruppen demonstrieren in den USA gegen Washington
Während die USA den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro festsetzen, gehen in mehreren amerikanischen Städten ausgerechnet jene Gruppen auf die Straße, die seit dem 7. Oktober an vorderster Front gegen Israel mobilisieren. Hammer-und-Sichel-Symbole, Hamas-Ikonografie und Parolen gegen die USA prägen die Proteste.
Nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte haben in den Vereinigten Staaten zahlreiche linksradikale und dezidiert anti-israelische Gruppierungen Proteste organisiert. Die Demonstrationen richteten sich offiziell gegen die amerikanische Militäraktion in Venezuela – tatsächlich aber offenbarten sie erneut ein ideologisches Netzwerk, das autoritäre Regime verteidigt, Terror relativiert und Israel systematisch delegitimiert.
Zu den mobilisierenden Akteuren gehörten Organisationen wie das Palestinian Youth Movement, National Students for Justice in Palestine, die ANSWER Coalition, Code Pink sowie die Party for Socialism and Liberation. Viele dieser Gruppen waren bereits nach dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 zentrale Träger anti-israelischer Kundgebungen, ohne sich je klar von dem Terrorangriff zu distanzieren.
Hamas-Symbolik und revolutionäre Ikonen
Bei Demonstrationen in Washington, New York, Los Angeles und weiteren Städten trugen Teilnehmer venezolanische Fahnen, zeigten Hammer-und-Sichel-Symbole und marschierten unter Bannern, die explizit Begriffe wie „Befreiung“ und „Rückkehr“ verwendeten – Schlagworte, die aus dem Vokabular palästinensischer Terrororganisationen bekannt sind. In New York fiel insbesondere ein Banner der Gruppe Awda NY/NJ auf, das mit dem roten, nach unten gerichteten Dreieck versehen war – ein Symbol, das von der Hamas zur Markierung israelischer Ziele genutzt wird.
In sozialen Netzwerken riefen Aktivisten dazu auf, sich dem „Palästina-Block“ der Kampagne „Hands off Venezuela“ anzuschließen. Die Verknüpfung der Themen ist dabei kein Zufall: In der Rhetorik dieser Gruppen verschmelzen Anti-Amerikanismus, Israel-Feindlichkeit und die Verteidigung autoritärer Regime zu einer geschlossenen Weltanschauung.
Offene Rechtfertigung von Gewalt
Besonders alarmierend waren Aussagen führender Aktivisten, wonach Demonstrationen allein nicht ausreichten. Die US-Aktivistin Calla Walsh forderte öffentlich dazu auf, Rüstungsbetriebe zu sabotieren, anstatt „nutzlose, von der Polizei begleitete NGO-Märsche“ zu veranstalten. Solche Aufrufe markieren die Grenze zwischen politischem Protest und direkter Gewaltbefürwortung.
Andere Redner bezeichneten die US-Aktion als „Entführung“, sprachen von „Blut-für-Öl-Politik“ und erklärten, Washington habe kein Recht, über andere Staaten zu richten. Die Tatsache, dass Maduro wegen schwerer Vorwürfe wie Drogenhandel, Terrorfinanzierung und systematischer Repression verfolgt wird, spielte in der Argumentation keine Rolle.
Gemeinsamer Nenner: Feindschaft gegenüber Israel
Auffällig ist, dass Israel in nahezu allen Stellungnahmen indirekt oder direkt eingebunden wurde. Die US-Regierung wurde beschuldigt, gemeinsam mit Israel einen „globalen Krieg“ zu führen, während der Krieg der Hamas gegen Israel weiterhin als „Widerstand“ verharmlost wird. Selbst der 7. Oktober tauchte in diesem Milieu nicht als Massaker, sondern lediglich als „Konsequenz“ westlicher Politik auf.
Damit zeigt sich einmal mehr: Diese Proteste richten sich nicht primär gegen einzelne militärische Maßnahmen, sondern gegen die Existenz westlicher Demokratien – und insbesondere gegen Israel. Die Solidarität mit Maduro folgt demselben Muster wie die Verharmlosung der Hamas: Wer gegen Israel kämpft, gilt als Verbündeter – unabhängig von Terror, Diktatur oder Menschenrechtsverletzungen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Fibonacci Blue from Minnesota, USA - Protest against US military intervention in Venezuela, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77714406
Sonntag, 04 Januar 2026