New York Times verbreitet NGO-Narrative aus Gaza und verschleiert die RealitätNew York Times verbreitet NGO-Narrative aus Gaza und verschleiert die Realität
Ein Bericht der New York Times über Ärzte ohne Grenzen in Gaza zeigt exemplarisch, wie große westliche Medien ihre journalistische Distanz verlieren. Was als Recherche erscheint, ist in Wahrheit die ungeprüfte Übernahme politischer NGO-Botschaften mit gravierenden Folgen für Israel.
Wenn eine der einflussreichsten Zeitungen der Welt über Gaza berichtet, erwarten Leserinnen und Leser Einordnung, Distanz und überprüfbare Fakten. Genau das aber bleibt im jüngsten Beitrag der New York Times über Ärzte ohne Grenzen aus. Statt kritischer Analyse entsteht ein Text, der weniger informiert als lenkt und dabei zentrale Hintergründe ausblendet, die für das Verständnis der Lage entscheidend sind.
Der Artikel mit dem Titel „Inside the Doctors Without Borders Clinics that Israel Is Closing in Gaza“ erweckt bereits in der Überschrift den Eindruck, Israel schließe medizinische Einrichtungen und gefährde bewusst die Versorgung der Zivilbevölkerung. Diese Deutung zieht sich durch den gesamten Text und folgt einem bekannten Muster: emotionale Einzelschicksale ersetzen überprüfbare Zahlen, politische Bewertungen werden als humanitäre Tatsachen dargestellt.
Im Zentrum steht die Behauptung, Ärzte ohne Grenzen sei unverzichtbar für das Gesundheitssystem im Gazastreifen. Diese Aussage wird jedoch nicht mit belastbaren Daten untermauert. Stattdessen kommen Patienten, Mitarbeiter der Organisation und ausgewählte Beobachter zu Wort, deren Aussagen unkommentiert stehen bleiben. Eine journalistische Prüfung dieser Behauptungen findet nicht statt.
Dabei liegen überprüfbare Zahlen vor. Nach Angaben der israelischen Koordinierungsstelle für humanitäre Hilfe betreibt Ärzte ohne Grenzen in Gaza lediglich fünf medizinische Einrichtungen oder Versorgungspunkte. Insgesamt existieren dort über zweihundert medizinische Strukturen, darunter Kliniken, Feldlazarette, UN-Einrichtungen und lokale Versorgungsstellen. Selbst bei wohlwollender Betrachtung kann daraus keine zentrale Rolle für das gesamte System abgeleitet werden.
Dass Gaza unter einer schweren medizinischen Krise leidet, steht außer Frage. Doch diese Krise ist nicht das Ergebnis israelischer Regulierung, sondern die direkte Folge von achtzehn Jahren Hamas-Herrschaft, systematischer Zweckentfremdung internationaler Hilfsgelder und der militärischen Nutzung ziviler Infrastruktur durch Terrororganisationen.
Dieser Zusammenhang wird im Beitrag der New York Times weitgehend ausgeblendet.
Stattdessen entsteht der Eindruck, neue israelische Vorgaben für internationale Organisationen seien politisch motiviert und zielten darauf ab, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Auch diese Darstellung greift zu kurz. Die neuen Regelungen entstanden nicht aus Willkür, sondern aus dokumentierten Fällen terroristischer Unterwanderung internationaler Organisationen im Gazastreifen.
Selbst der Times-Artikel erwähnt, wenn auch nur am Rand, dass ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, der 2024 getötet wurde, Mitglied des Palästinensischen Islamischen Dschihad war und an der Raketenproduktion beteiligt gewesen sein soll. Diese Information wird jedoch als bedauerlicher Einzelfall dargestellt und nicht weiter eingeordnet.
Dabei ist genau dieser Punkt zentral.
Israel steht einer Terrorstruktur gegenüber, die gezielt zivile Organisationen nutzt, um sich zu tarnen, Personal zu rekrutieren und Infrastruktur zu schützen. Krankenhäuser, Schulen, Moscheen und Hilfsorganisationen sind integraler Bestandteil dieser Strategie. Wer das ignoriert, beschreibt nicht die Realität dieses Krieges, sondern verzerrt sie.
Mehrere unabhängige Untersuchungen haben in den vergangenen Jahren auf mangelhafte Überprüfungsmechanismen internationaler NGOs hingewiesen. Auch ehemalige Führungspersönlichkeiten von Ärzte ohne Grenzen haben öffentlich kritisiert, dass sich die Organisation zunehmend politisiert habe und ihren humanitären Grundsatz der Neutralität aufgegeben habe. Solche Stimmen finden im Artikel der New York Times keinen Platz.
Besonders problematisch ist zudem der Umgang mit Sprache. Ärzte ohne Grenzen hat Israel wiederholt schwerste Vorwürfe gemacht, darunter den Vorwurf eines Völkermords. Solche Anschuldigungen haben eine enorme politische und juristische Tragweite. Sie sind keine gewöhnliche Kritik, sondern greifen die Existenz Israels auf moralischer Ebene an.
Der Times-Artikel behandelt diese Vorwürfe jedoch wie legitime Meinungsäußerungen, ohne sie einzuordnen oder zu hinterfragen. Dass solche Begriffe weltweit antisemitische Narrative befeuern und zur Delegitimierung des jüdischen Staates beitragen, bleibt unerwähnt.
Stattdessen entsteht eine gefährliche Umkehrung: Israel erscheint als bürokratischer Verursacher von Leid, während Organisationen, die offen politische Kampagnen gegen den jüdischen Staat führen, als reine humanitäre Akteure dargestellt werden.
Auch das Argument des Datenschutzes wird unkritisch übernommen. Ärzte ohne Grenzen erklärt, es könne keine vollständigen Mitarbeiterlisten zur Sicherheitsüberprüfung vorlegen, da dies gegen europäische Datenschutzbestimmungen verstoße. Dass dieselben Organisationen jahrelang ähnliche Daten an die Hamas-Behörden übermittelt haben, bleibt unerwähnt.
Diese selektive Empörung wirft Fragen auf. Datenschutz gilt offenbar dann, wenn Israel prüft, nicht jedoch, wenn eine Terrororganisation Kontrolle ausübt.
In einer Region, in der Terrorgruppen systematisch zivile Strukturen missbrauchen, ist Transparenz keine Schikane, sondern eine Sicherheitsnotwendigkeit. Wer Israel vorwirft, hier klare Regeln einzufordern, blendet aus, dass es um den Schutz israelischer Zivilisten geht und nicht um politische Symbolik.
Die eigentliche Problematik liegt jedoch nicht allein bei Ärzte ohne Grenzen. Sie liegt bei der Rolle der Medien.
Die New York Times präsentiert eine NGO-Kampagne als objektive Realität. Sie ersetzt Überprüfung durch Empathie und Analyse durch Haltung. Damit wird Journalismus zur Bühne für politische Akteure, die sich hinter dem Begriff Humanität verbergen.
Für Israel ist diese Entwicklung hochgefährlich. Denn sie formt die internationale Wahrnehmung eines Krieges, in dem Fakten zunehmend durch Gefühle ersetzt werden. Wer Hamas nicht benennt, wer Verantwortung verwischt und wer strukturelle Zusammenhänge ausblendet, trägt zur moralischen Verwirrung bei.
Humanitäre Hilfe ist notwendig. Sie ist wichtig. Aber sie darf nicht blind sein. Und sie darf nicht zur Deckung extremistischer Strukturen missbraucht werden.
Ebenso wenig darf Journalismus seine Aufgabe aufgeben, Macht zu hinterfragen, auch dann, wenn sie im Gewand moralischer Überlegenheit auftritt.
Die Frage ist daher nicht, ob Israel NGOs regulieren darf. Die Frage ist, ob ein Staat im Krieg darauf verzichten darf.
Die Antwort ist eindeutig.
Israel hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe nicht Teil des Problems wird. Wer das ignoriert, schützt nicht die Zivilbevölkerung. Er gefährdet sie.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Kurt Kaiser - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=110031415
Mittwoch, 28 Januar 2026