Angreifer der Detroit-Synagoge identifiziert: Täter war libanesischer EinwandererAngreifer der Detroit-Synagoge identifiziert: Täter war libanesischer Einwanderer
Die Ermittler haben die Identität des Mannes geklärt, der eine Synagoge im US-Bundesstaat Michigan attackierte. Neue Details zeigen, wer der Täter war und welche persönlichen Hintergründe möglicherweise eine Rolle spielten.
Nach dem Angriff auf die Synagoge Temple Israel im Großraum Detroit haben amerikanische Behörden den Täter identifiziert. Es handelt sich um den 41-jährigen libanesischen Einwanderer Ayman Ghazali, der seit 2016 amerikanischer Staatsbürger war.
Ghazali arbeitete nach Medienberichten als Restaurantangestellter und lebte seit mehreren Jahren in den Vereinigten Staaten. Er war ursprünglich mit einem Einwanderungsvisum ins Land gekommen und erhielt später die US-Staatsbürgerschaft.
Der Mann hatte am Donnerstag mit seinem Fahrzeug die Eingangstüren der Synagoge gerammt und anschließend auf Sicherheitskräfte geschossen. Die Sicherheitskräfte der Gemeinde erwiderten das Feuer. Dabei wurde der Angreifer getötet. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde verletzt, weitere Personen blieben unverletzt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Motive des Täters. Der Bürgermeister von Dearborn Heights, Mo Baydoun, erklärte, mehrere Angehörige Ghazalis seien Anfang des Monats bei einem israelischen Luftangriff im Libanon ums Leben gekommen. Zu den Opfern sollen nach seinen Angaben ein Geschwister sowie eine Nichte und ein Neffe gehört haben.
Ob dieser Verlust tatsächlich ein Motiv für den Angriff darstellte, wird derzeit von Ermittlern geprüft. Offizielle israelische Stellen äußerten sich bislang nicht zu diesen Berichten.
Der Angriff auf die Synagoge sorgte auch deshalb für große Aufmerksamkeit, weil sich zum Zeitpunkt des Vorfalls Kinder im Gebäude befanden. In der Einrichtung befindet sich neben dem religiösen Zentrum auch eine Kindertagesstätte. Während des Angriffs lief dort gerade der Unterricht einer Vorschule. Lehrer und Mitarbeiter konnten alle Kinder und Betreuer rechtzeitig aus dem Gebäude bringen.
Die Synagoge Temple Israel gilt als eine der größten Reformgemeinden der Vereinigten Staaten und hat rund 12.000 Mitglieder. Nach dem Vorfall wurden jüdische Einrichtungen im Großraum Detroit vorübergehend in einen Sicherheitsmodus versetzt.
Die amerikanischen Behörden untersuchen nun, ob der Angriff als antisemitischer Terrorakt einzustufen ist oder ob weitere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Neben lokalen Polizeibehörden sind auch Bundesbehörden an der Untersuchung beteiligt.
Für die jüdische Gemeinschaft in den USA steht jedoch bereits fest, dass der Vorfall erneut zeigt, wie stark Synagogen und jüdische Einrichtungen weltweit unter besonderem Schutz stehen müssen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Freitag, 13 März 2026