NYT stellt sich hinter Artikel mit schwersten Vorwürfen gegen Israel und ignoriert Hamas-VerbrechenNYT stellt sich hinter Artikel mit schwersten Vorwürfen gegen Israel und ignoriert Hamas-Verbrechen
Die New York Times verteidigt einen umstrittenen Gastbeitrag voller schwerer Anschuldigungen gegen Israel, obwohl zentrale Quellen selbst massiv kritisiert werden. In Israel wächst der Eindruck, dass westliche Medien bei Hamas-Verbrechen skeptisch reagieren, bei Vorwürfen gegen den jüdischen Staat dagegen nahezu jede Behauptung bereitwillig übernehmen.

Bildnachweis: Symbolbild / KI
Die The New York Times hat sich demonstrativ hinter einen hochumstrittenen Gastbeitrag gestellt, der Israel sexuelle Gewalt gegen Palästinenser vorwirft. Während Israel seit Monaten versucht, die systematischen Vergewaltigungen, Folterungen und Misshandlungen durch die Hamas vom 7. Oktober international sichtbar zu machen, entscheidet sich eine der mächtigsten Zeitungen der westlichen Welt dafür, ausgerechnet jetzt einen Artikel zu veröffentlichen, der Israel auf die Anklagebank setzt.
Für viele Israelis ist das kein journalistischer Zufall mehr. Es ist ein politisches Signal.
Der Beitrag von Nicholas Kristof behauptet unter Berufung auf Aktivisten, NGOs und anonyme Aussagen, es habe schwere sexuelle Misshandlungen palästinensischer Gefangener durch israelische Sicherheitskräfte gegeben. Die Zeitung erklärte nun öffentlich, man habe die Aussagen überprüft, Experten konsultiert und umfangreich recherchiert. Gleichzeitig blendet die Debatte einen zentralen Punkt aus: Die Glaubwürdigkeit zahlreicher verwendeter Quellen ist selbst unter Hamas-Kritikern hochumstritten.
Besonders brisant ist die Rolle von Euro-Med Human Rights Monitor. Die Organisation wird seit Jahren wegen ihrer Nähe zur Hamas kritisiert. Die Jerusalemer Organisation NGO Monitor dokumentierte mehrfach Verbindungen führender Euro-Med-Vertreter zu Hamas-Funktionären. Trotzdem taucht die Organisation immer wieder als scheinbar neutrale Quelle in internationalen Medien auf.
Der Gründer Ramy Abdu verbreitete in der Vergangenheit extremistische Aussagen über Israel und sprach davon, Israel habe einen „unersättlichen Hunger nach dem Blut palästinensischer Kinder“. Genau solche Akteure bilden inzwischen für Teile westlicher Medien offenbar eine akzeptable Grundlage, wenn es darum geht, schwerste Anschuldigungen gegen den jüdischen Staat zu verbreiten.
Das eigentliche Problem geht jedoch weit tiefer.
Denn die The New York Times veröffentlichte diesen Text unmittelbar vor der Veröffentlichung neuer israelischer Untersuchungen über die sexualisierte Gewalt der Hamas am 7. Oktober. Während israelische Frauen vergewaltigt, verstümmelt und ermordet wurden, diskutierten große Teile internationaler Medien monatelang darüber, ob die Aussagen überhaupt glaubwürdig seien. Viele Redaktionen behandelten die Hamas-Verbrechen vorsichtig, relativierend oder mit auffälliger Skepsis.
Bei Vorwürfen gegen Israel gelten plötzlich andere Maßstäbe.
Dort reichen anonyme Aussagen, ideologisch belastete NGOs und politisch motivierte Aktivisten offenbar aus, um weltweit Schlagzeilen zu produzieren. Genau diese Doppelmoral zerstört inzwischen das Vertrauen vieler Israelis in internationale Medien vollständig.
Israelische Regierungsvertreter reagierten deshalb ungewöhnlich scharf. Das Außenministerium sprach offen von einer „Blutverleumdung“. Dieser Begriff ist historisch schwer belastet, beschreibt aber genau das Gefühl vieler Israelis: dass Israel inzwischen nicht mehr wie ein demokratischer Staat behandelt wird, sondern wie ein moralischer Sonderfall, bei dem selbst die extremsten Vorwürfe bereitwillig geglaubt werden.
Dabei geht es nicht darum, mögliche Verbrechen pauschal auszuschließen. Israel selbst untersucht Fehlverhalten seiner Sicherheitskräfte regelmäßig und öffentlich. Der Unterschied liegt woanders: Israel besitzt Gerichte, Ermittlungsbehörden, Medienfreiheit und interne Kontrolle. Die Hamas dagegen ist eine Terrororganisation, die Oppositionelle foltert, Geiseln misshandelt und ihre eigene Bevölkerung als Schutzschild benutzt. Trotzdem entsteht in Teilen westlicher Berichterstattung zunehmend das Bild, als lägen beide Seiten moralisch auf derselben Ebene.
Genau darin sehen viele Israelis die eigentliche Gefahr.
Denn wenn internationale Leitmedien anfangen, Aussagen Hamas-naher Akteure nahezu ungefiltert zu verstärken, während die Opfer des 7. Oktober gleichzeitig relativiert oder verdrängt werden, entsteht keine ausgewogene Berichterstattung mehr. Dann entsteht ein Klima, in dem Israel grundsätzlich als Täter erscheint, unabhängig von den tatsächlichen Fakten.
Dass selbst Hamas-kritische palästinensische Stimmen inzwischen vor einzelnen Quellen und Aktivisten warnen, macht die Situation noch bemerkenswerter. Doch diese Warnungen gehen im internationalen Echo oft unter. Schlagzeilen über angebliche israelische Verbrechen verbreiten sich weltweit in Sekunden. Spätere Zweifel oder Korrekturen erreichen dagegen meist nur noch einen Bruchteil der Öffentlichkeit.
Der Schaden bleibt trotzdem bestehen.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 14 Mai 2026