Wie Israels Trauer um die Bibas-Kinder diskreditiert wird – Eine gefährliche Verzerrung der RealitätWie Israels Trauer um die Bibas-Kinder diskreditiert wird – Eine gefährliche Verzerrung der Realität
Die Entführung und mutmaßliche Ermordung der Bibas-Kinder durch die Hamas erschüttert Israel. Doch statt Mitgefühl hagelt es Vorwürfe: Israel würde den Schmerz "instrumentalisieren".

Hostages and Missing Families Forum
Die Geschichte der Familie Bibas hat sich tief in das kollektive Bewusstsein Israels eingebrannt. Am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen wurden die kleine Familie – die Eltern Shiri und Yarden sowie ihre zwei Kinder, der vierjährige Ariel und der damals nur neun Monate alte Kfir – von HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terroristen aus dem Kibbuz Nir Oz7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen entführt. Ihre letzten Bilder gingen um die Welt: Die Eltern, verzweifelt, die Kinder, hilflos. Monate später kursierten Berichte, dass die Hamas die Kinder getötet habe. Eine Nachricht, die ganz IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ins Mark traf.
Statt Mitgefühl und Anteilnahme erntet die israelische Gesellschaft jedoch von bestimmten Kreisen Anfeindungen. Die Trauer um die Familie Bibas wird als "politische Instrumentalisierung" diffamiert. Ein Artikel im Medium Zeteo unterstellte gar, dass Israel den Tod der Kinder "benutze", um politische Ziele zu verfolgen. Eine absurde Verdrehung der Realität, die den Schmerz von Eltern, Freunden und einem ganzen Land herabwürdigt.
Warum nur bei Israel?
Es ist eine beunruhigende Tendenz, die sich immer wieder zeigt: Jedes Mal, wenn Israel um seine Opfer trauert, werden Zweifel gesät. Die Trauer wird als "PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen" abgetan, als "Mittel zum Zweck" interpretiert. Während bei anderen Nationen Gedenken und Schmerz als selbstverständlich gelten, wird Israel die Legitimität des Trauerns abgesprochen.
Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gedachte die Welt der Opfer, die USA hielten nationale Trauerzeremonien ab, errichteten Mahnmale und produzierten unzählige Dokumentationen. Niemand stellte infrage, ob die USA das Leid ihrer Bürger "ausnutzte".
Wenn jedoch Israel den grausamen Mord an zwei Kleinkindern betrauert, wird das als "manipulativ" dargestellt. Dieselbe Doppelmoral zeigt sich in der Debatte über die Verbrechen der Hamas: Als Beweise für sexualisierte Gewalt gegen israelische Frauen bekannt wurden, zweifelten bestimmte Gruppen die Berichte an oder nannten sie "israelische Kriegspropaganda" – trotz eindeutiger Zeugenaussagen und forensischer Untersuchungen.
Antisemitische Narrative in neuem Gewand
Hinter diesen Mustern steckt ein jahrhundertealtes antisemitisches Narrativ: Die Vorstellung, dass Juden ihr eigenes Leid "instrumentalisieren". Schon nach der SchoahShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen gab es Stimmen, die überlebenden Juden unterstellten, sie würden "die Opferrolle ausnutzen". Heute wird dasselbe Muster auf Israel angewandt. Während andere Länder das Recht auf Trauer und Gedenken haben, wird es den Israelis abgesprochen.
Dies ist keine akademische Debatte, sondern hat reale Konsequenzen: Wer Israels Schmerz delegitimiert, trägt dazu bei, dass Verbrechen gegen Israelis bagatellisiert oder gar gerechtfertigt werden. Die Terrorakte der Hamas erscheinen in diesem verzerrten Diskurs nicht mehr als Massaker, sondern als "Konflikthandlungen", während Israel immer als der Schuldige dargestellt wird.
Die Notwendigkeit eines fairen Diskurses
Es ist an der Zeit, diese Doppelmoral zu hinterfragen. Der Schmerz der israelischen Gesellschaft ist real. Wer Trauer um ermordete Kinder als "Waffe" bezeichnet, zeigt nicht nur mangelndes Mitgefühl, sondern leistet antisemitischen Narrativen Vorschub. Israel trauert – und hat jedes Recht dazu.
Autor: Redaktion
Montag, 10 Februar 2025