„Flieh – jetzt!“: Wie ein israelischer Soldat in Brasilien zur Zielscheibe wurde„Flieh – jetzt!“: Wie ein israelischer Soldat in Brasilien zur Zielscheibe wurde
Die Jagd auf Reservist Yuval Wagdaney zeigt, wie skrupellos anti-israelische Netzwerke weltweit Jagd auf jüdische Soldaten machen – auch fernab von Gaza

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Er hat den 7. Oktober überlebt. Er hat monatelang im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen gekämpft. Und am Ende hätte ihn beinahe nicht die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, sondern ein westlicher Staat verhaftet: Yuval Wagdaney, israelischer ReservistReservisten: Israels Bürger in UniformReservisten sind frühere Soldaten, die nach ihrem aktiven Dienst weiter für Einsätze, Übungen oder Kriegsfälle bereitstehen. In Israel heißen sie im Alltag oft Miluim und sind für die Verteidigungsfähigkeit des Landes besonders wichtig.Mehr lesen, war in Brasilien auf Reisen, als ihn plötzlich eine geheime Warnung erreichte – „Du musst das Land sofort verlassen. Es läuft ein Verfahren gegen dich.“
Wagdaney geriet ins Visier einer in Brüssel ansässigen anti-israelischen Stiftung, die sich darauf spezialisiert hat, israelische Soldaten weltweit aufzuspüren und unter dem Deckmantel des Völkerrechts vor Gericht zu bringen. Der Vorwurf: Kriegsverbrechen. Die Realität: politisch motivierte Justizmissbräuche im Dienst palästinensischer PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen.
Überleben in Gaza – Flucht aus Brasilien
Yuval Wagdaney war einer der wenigen Überlebenden des Nova-Festivals, wo Terroristen der Hamas am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen ein beispielloses Massaker an Zivilisten verübten. Danach kehrte er zurück zur Armee, kämpfte monatelang in Gaza. Was er sah, prägte ihn für immer. „Ich konnte nicht einfach zu Hause bleiben. Ich musste zurück.“
Nach dem Ende seiner Reservezeit wollte er durchatmen. In Brasilien, fernab des Krieges. Doch selbst dort war er nicht sicher.
Ein Anruf vom israelischen Außenministerium, weitergeleitet von einem Mossad-Kontakt, riss ihn aus dem Schlaf: „Sie wollen dich verhaften. Flieh sofort.“
Zuerst dachte Yuval, es handle sich um einen Irrtum. Dann kam ein weiterer Anruf – diesmal vom Bruder, der ebenfalls durch den Geheimdienst gewarnt wurde: In Brasilien wurde ein formeller Antrag auf ein Ermittlungsverfahren gegen Yuval eingereicht. Als Grundlage dienten anonyme Vorwürfe einer angeblich betroffenen Familie aus Gaza – eingereicht von der radikalen „Hind Rajab Foundation“, einer antiisraelischen NGO mit Sitz in Brüssel.
Scheinprozesse mit System
Diese Stiftung ist Teil eines Netzwerks, das gezielt versucht, israelische Soldaten weltweit zu verfolgen – durch Klagen, Interpol-Anträge und Rufmordkampagnen im Netz. Im Fall von Wagdaney nutzten sie gefälschte Social-Media-Profile, um ihn über ein Jahr lang zu überwachen. Als bekannt wurde, dass er sich in Brasilien aufhielt, ging alles ganz schnell: Anzeige, Haftbefehl, Reiseverbote.
Am Flughafen São Paulo wurde Yuval tatsächlich gestoppt. Die Grenzpolizei brachte ihn zur Befragung. „Sie wollten alles wissen über meinen Armeedienst, wollten mich filzen, wollten Beweise.“ Yuval improvisierte: Er spielte den Ahnungslosen, stellte sich sprachunkundig. Mit Erfolg – am Ende durfte er weiterreisen.
Aber sicher war er noch lange nicht. In Argentinien wurde sein Foto erneut im Netz verbreitet – zusammen mit einem Kopfgeldangebot. Antisemitische Gruppen jagten ihn digital weiter. Erst durch die Hilfe der israelischen Botschaft in Buenos Aires gelangte er auf einen Flug in die USA und schließlich zurück nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen.
Die stille Rückkehr
Heute ist Yuval wieder bei seiner Familie. Doch er weiß, dass viele seiner Kameraden ähnliche Erlebnisse durchmachen. In mehreren Ländern laufen parallel Verfahren gegen israelische Reservisten – oft ohne ihr Wissen, oft ohne Grundlage.
Die Armee hat inzwischen begonnen, gezielt über Risiken und Vorsichtsmaßnahmen aufzuklären: Keine Fotos in Uniform posten. Aufenthaltsorte nicht online teilen. So absurd es klingt – jüdische Soldaten müssen sich im Ausland verstecken.
Es ist ein moralischer Skandal, der wenig öffentliche Aufmerksamkeit bekommt: Antisemitische Organisationen instrumentalisieren den internationalen Rechtsrahmen, um jüdische Selbstverteidigung zu kriminalisieren. Dass dies ausgerechnet in Demokratien geschieht, zeigt, wie tief das Gift der Dämonisierung Israels inzwischen wirkt.
Was Yuval Wagdaney widerfahren ist, könnte morgen jedem anderen Reservisten passieren – oder Soldatinnen, die gegen Terror kämpfen und dafür in Europa wie Kriegsverbrecher behandelt werden. Der Fall zeigt, wie dringend Israel politische wie juristische Strukturen im Ausland stärken muss, um seine Bürger zu schützen.
Denn wer im Dienst der Freiheit überlebt, darf nicht von jenen gejagt werden, die Terror als Widerstand verkaufen.
Autor: Redaktion
Samstag, 19 Juli 2025