Hass im Urlaubsparadies – Israelis in Thailand aus Restaurant geworfen

Hass im Urlaubsparadies – Israelis in Thailand aus Restaurant geworfen


Ein Restaurantbesitzer warf eine Gruppe junger Israelis hinaus, beschimpfte sie als „Babymörder“ und schrie Parolen wie „Free Palestine“. Die Szene zeigt, wie tief antisemitische Ressentiments inzwischen selbst in scheinbar neutralen Urlaubsorten verankert sind.

Hass im Urlaubsparadies – Israelis in Thailand aus Restaurant geworfen
Screenshot X

Der Vorfall ereignete sich in einem Restaurant auf der thailändischen Insel Koh Samui. Am Eingang hingen auffällig türkische Fahnen, der Besitzer filmte sich selbst dabei, wie er die israelischen Gäste hinauskomplimentierte und ihnen entgegenschleuderte: „Es gibt keinen Staat IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen.“ Im Hintergrund rief er immer wieder „Free PalestinePalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen“ – Parolen, die längst zu einem globalen Code für die Leugnung des jüdischen Staates geworden sind.

Die jungen Israelis reagierten besonnen, verzichteten auf jede Eskalation und verließen das Lokal. Doch der Besitzer nutzte die Situation bewusst für PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen: Er veröffentlichte den Clip in sozialen Netzwerken, wo er sofort von pro-palästinensischen Accounts geteilt und gefeiert wurde.

Das Vorgehen ist ein Musterbeispiel dafür, wie IsraelhassAnti-Zionismus: Wenn Israelhass als Politik getarnt wirdAnti-Zionismus bezeichnet die Ablehnung des Zionismus und damit häufig die Ablehnung jüdischer Selbstbestimmung im Staat Israel. Nicht jede Kritik an israelischer Politik ist antisemitisch. Anti-Zionismus wird jedoch dort antisemitisch, wo Israel delegitimiert, dämonisiert oder mit doppelten Maßstäben behandelt wird.Mehr lesen inzwischen nicht mehr nur auf Demonstrationen sichtbar wird, sondern in den Alltag einsickert – bis hin zum Ausschluss von Menschen aufgrund ihrer Herkunft. Der Besitzer sprach nicht mit Gästen, sondern inszenierte sich für eine weltweite Bühne. Damit wird klar: Es ging nicht um eine persönliche Abneigung, sondern um einen politischen Akt der Ausgrenzung.

Gerade Thailand, ein Land, das als friedliches Urlaubsparadies gilt, wird durch solche Szenen zum Schauplatz importierter Feindbilder. Der Vorfall verdeutlicht, dass AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen längst ein globales Problem ist – er kleidet sich in den Mantel vermeintlicher Solidarität, zielt aber auf die Delegitimierung und Dämonisierung von Juden und Israel.

Für viele Israelis, die nach Monaten des Krieges Abstand und Erholung suchen, ist das ein Schlag ins Gesicht. Sie werden nicht als Individuen wahrgenommen, sondern kollektiv für die Politik ihres Landes diffamiert. Genau diese Logik – Juden überall auf der Welt als „Repräsentanten Israels“ anzugreifen – gehört zum Kern antisemitischer Ideologien seit Jahrhunderten.




Autor: Redaktion
Sonntag, 28 September 2025

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